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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Oesternwiesen (HSK-325)

Objektbezeichnung:

NSG Oesternwiesen

Kennung:

HSK-325

Ort: Medebach
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 22,24 ha
Offizielle Fläche: 22,28 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2002
Inkraft: 2003
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4718-0012
Kennung:

BK-4718-0012

Objektbezeichnung:

NSG östernwiesen

Link zur Karte: BK-4718-0012
Objektbeschreibung: Weit geschwungene, offene Talmulde der Östernwiesen östlich des Weilers Langeln bis zur Landesgrenze nach Hessen mit wertvollem Nassgrünlandkomplex und hoher ornithologischer Bedeutung. Das nach Osten sanft abfallende Gelände wird mit Ausnahme einer Ackerparzelle durchgehend von Grünland eingenommen. Artenarme Fettwiesen mit Glatthafer und Goldhafer dominieren, westlich des Weilers Östernwiesen wird der nördliche Talhang mit Rindern beweidet. Weitere Weiden befinden sich nahe der hessischen Landesgrenze, wo das Muldental in ein Kerb-Sohlental übergeht. Hier stockt auf der nördlichen Talböschung eine kurze Baumhecke, der Talgrund wird z.T. von Nassweide und Nassbrache eingenommen. In den intensiv genutzten Hangbereichen liegen kleinflächig sieben Quellhorizonte mit Nasswiesen- bzw. Nassweidevegetation, ein Quellhorizont wurde großteils abgezäunt und trägt eine Nassbrache. Der Bachlauf beginnt unterhalb des Weilers Langeln als schmaler Graben. Im weiteren Verlauf bis zur querenden Straße fließt er z.T. flächig ab und wird hier von einem ausgedehnten, sehr wertvollen Nassgrünlandkomplex begleitet. Zentral liegt ein Schnabelseggenried mit Vorkommen des Fieberklees, dem sich binsenreiche Nassweiden, Nassweiden mit Flutrasencharakter und eine im südlichen Randbereich z.T. gemähte Nassbrache mit viel Teich-Schachtelhalm und Brennnessel bzw. Dominanz der Spitzblütigen Binse anschließen. Östlich der querenden Straße ist der Bach teils stark eingetieft und bedingt naturnah (Steilufer, Uferanrisse), teils verrohrt oder grabenartig und wird über längere Strecken von einem Hochstaudensaum aus vornehmlich Mädesüß und Rohrglanzgras begleitet. Mit ihrem offenen Charakter sind die Östernwiesen ein wertvoller Bruthabitat mehrerer bedeutender Leitarten im Vogelschutzgebiet der Medebacher Bucht. Der ausgedehnte Nassgrünlandkomplex ist mit seiner Flächengröße sowie dem Vorkommen mehrerer gefährdeter Pflanzenarten ein seltener Biotopkomplex in der Medebacher Bucht. Das Naturschutzgebiet ist ein regional bedeutsamer Bestandteil im Biotopverbundsystem von offenen Grünlandlebensräumen in der Medebacher Bucht. Eine Extensivierung der Grünlandnutzung ist anzustreben.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (0,03 ha)
  • Feuchte Hochstaudenfluren <6430> (0,20 ha)
  • <FFH-LRT> (20,66 ha)
  • Sümpfe, Riede und Röhrichte <NCC0> (0,10 ha)
  • Nass- und Feuchtgrünland incl. Brachen <NEC0> (1,19 ha)
  • Fließgewässer <NFM0> (0,05 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Boeschungshecke <BD4> (0,03 ha)
  • Rasen-Grossseggenried <CD1> (0,10 ha)
  • Fettwiese <EA0> (14,91 ha)
  • Fettweide <EB0> (4,45 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <EC1> (0,15 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (0,58 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (0,46 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (0,05 ha)
  • Quellbach <FM4> (0,05 ha)
  • Acker <HA0> (1,25 ha)
  • Gewaesserbegleitender feuchter Saum bzw. linienf. Hochstaudenflur <KA2> (0,20 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fieberklee (Menyanthes trifoliata)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden Sa. (Glyceria fluitans agg.)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeines Rispengras (Poa trivialis (subsp. trivialis))
  • Gewoehnliche Schlehe (Prunus spinosa)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Glieder-Binse (Juncus articulatus (subsp. articulatus))
  • Goldhafer (Trisetum flavescens)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Herbst-Loewenzahn (Scorzoneroides autumnalis)
  • Knaeuel-Binse (Juncus conglomeratus)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Kohl(-Kratz)distel (Cirsium oleraceum)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Stumpfblaettriger Ampfer (Rumex obtusifolius)
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile)
  • Weisses Straussgras (Agrostis stolonifera)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Knoeterich (Bistorta officinalis (subsp. officinalis))
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung einer weiträumigen Grünlandniederung als Lebensraum gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und ihrer Vergesellschaftungen sowie als Bruthabitat mehrerer bedeutender Leitarten im Vogelschutzgebiet der Medebacher Bucht
Gefährdungen:
Maßnahmen:
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Vegetationskontrolle
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