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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Kirchgrund (HSK-343)

Objektbezeichnung:

NSG Kirchgrund

Kennung:

HSK-343

Ort: Medebach
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 5,35 ha
Offizielle Fläche: 5,35 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2002
Inkraft: 2003
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4818-0003
Kennung:

BK-4818-0003

Objektbezeichnung:

NSG Kirchgrund

Link zur Karte: BK-4818-0003
Objektbeschreibung: Nördlich von Dreislar befindet sich auf einem südöstlich exponierten Hang ein strukturreicher Grünlandkomplex mit Ginsterheiden, Dornstrauchgebüschen und -hecken sowie Magerweiden. Der Nordteil des NSG wird großteils von intensiv genutzten, unstrukturierten, nährstoffreichen Mähweiden eingenommen, die von einem Wirtschaftsweg gequert werden. Die Fettweiden gehen im Westen in ungenutzte Besenginsterheiden (verbrachte und verbuschte Magerweiden) sowie einen nicht mehr beweideten Hudewald aus vornehmlich durchgewachsenen Stockausschlägen von Traubeneichen über. Südlich der Mähweiden schließt sich eine Böschung mit teils durchweidetem Dornstrauchgebüsch an, die hangabwärts in teils aufgedüngte, teils artenreiche Magerweiden übergehen. Ein aus dem Gebüsch kommendes Quellrinnsal versickert nach kurzer Laufstrecke. Der Talgrund wird von teils ruderalisierter Fettweide angenommen. Auf der Talböschung sowie am Straßenrand stocken dornstrauchreiche Hecken. In der oft ausgeräumten Agrarlandschaft der Medebacher Bucht ist das Gebiet als vielfältiger Landschaftskomplex besonders schutzwürdig. Mit seinen dornstrauchreichen Hecken und Gebüschen ist es ein Bruthabitat vom Neuntöter, der Leitart im Vogelschutzgebiet Medebacher Bucht. Das Gebiet ist ein regional bedeutsamer Trittsteinbiotop im Biotopverbundsystem strukturreicher Kulturlandschaften in der Medebacher Bucht. Zur Aufwertung bzw. zur Wiederherstellung der Lebensraumqualitäten sollten die nährstoffreichen Mähweiden wieder extensiv bewirtschaftet und strukturell mit Dornsträuchern angereichert werden.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (3,21 ha)
  • <> (0,08 ha)
  • Borstgrasrasen <6230> (0,09 ha)
  • Laubwälder ausserhalb von Sonderstandorten <NA00> (0,64 ha)
  • Schutzwürdige und gefährdete flächige Gebüsche und Baumgruppen <NBB0> (0,43 ha)
  • Trockene Heiden <NDA0> (0,43 ha)
  • Magergrünland incl. Brachen <NED0> (0,44 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichenwald <AB0> (0,64 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,43 ha)
  • Hecke <BD0> (0,08 ha)
  • Besenginster-Heide <DA3> (0,43 ha)
  • Borstgrasrasen <DF0> (0,09 ha)
  • Fettweide <EB0> (0,54 ha)
  • frische bis maessig trockene Maehweide <EB2> (2,68 ha)
  • Magerwiese <ED1> (0,28 ha)
  • Magerweide <ED2> (0,16 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Hornkraut (Cerastium arvense)
  • Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
  • Arznei-Thymian (Thymus pulegioides)
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Echtes Labkraut (Galium verum (subsp. verum))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Fichte (Picea abies)
  • Gemeines Ferkelkraut (Hypochaeris radicata (subsp. radicata))
  • Gewoehnliche Schlehe (Prunus spinosa)
  • Goldhafer (Trisetum flavescens)
  • Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Heide-Nelke (Dianthus deltoides (subsp. deltoides))
  • Herbst-Loewenzahn (Scorzoneroides autumnalis)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga)
  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Kleinkoepfiger Pippau (Crepis capillaris)
  • Knolliger Hahnenfuss (Ranunculus bulbosus (subsp. bulbosus))
  • Prunus unbestimmt (Prunus spec.)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rotschwingel Sa. (Festuca rubra agg.)
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schafschwingel (Festuca ovina)
  • Schafschwingel Sa. (Festuca ovina agg.)
  • Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Trauben-Eiche (Sa.) (Quercus petraea agg.)
  • Wald-Ehrenpreis (Veronica officinalis)
  • Weiches Honiggras (Holcus mollis (subsp. mollis))
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Weisses Labkraut (Galium album)
  • Weisses Straussgras Sa. (Agrostis stolonifera agg.)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung eines vielfältigen Kulturlandschaftskomplexes insbesondere als Bruthabitat vom Neuntöter, Leitart im Vogelschutzgebietes "Medebacher Bucht".
Gefährdungen:
  • Duengung
  • Gruenlandbewirtschaftung, zu intensiv (LW)
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • keine Duengung
  • Wiederherstellung von Biotopen
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