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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Siebenbuchen (HSK-371)

Objektbezeichnung:

NSG Siebenbuchen

Kennung:

HSK-371

Ort: Marsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 592,35 ha
Offizielle Fläche: 593,74 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2006
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4419-0096
  • BK-4419-801
Kennung:

BK-4419-0096

Objektbezeichnung:

Laubwälder nördlich Meerhof

Link zur Karte: BK-4419-0096
Objektbeschreibung: Das Gebiet befindet sich nördlich von Meerhof und umfaßt ein umfangreiches Laubwaldgebiet am Rande der Paderborner Hochfläche. Es grenzt im Süden an Meerhof, im Osten und Westen an intensiv genutztes Ackerland und im Norden an ein weiteres Wald-Naturschutzgebiet. Das Gebiet wird durch die A44 in zwei Hälften geteilt, wobei die südliche die größere ist. Der Buchenmischwald befindet sich auf einer flachen, leicht nach Westen einfallenden Ebene auf kalkhaltigem Substrat. Der Buchenwald ist größtenteils jüngeren Alters. Einige Bereiche mit stärkerem Baumholz sowie einige Altholzbestände sind eingestreut. Nach Westen wird das Gebiet von einem Waldmantel aus Nadelforst abgegrenzt. Das Gebiet wird von zwei Bächen durchflossen, der westlichere entwässert von Süden nach Norden und fällt im Sommer trocken, der östlichere entwässert von Südosten nach Nordwesten. Dabei durchfließt er drei Teiche, die eine zum Teil artenreiche Vegetation aufweisen. Der Wald selbst besteht aus Buchenwald, in den Eichen oder Fichten und Lärchen eingestreut sind. Entlang des westlichen Baches befindet sich ein schmaler Streifen mit Bergahorn und Esche jungen Alters. Wertbestimmend ist das große, zusammenhängende Laubwaldgebiet mit seinen Buchenwäldern sowie die Teiche mit ihrer artenreichen Vegetation. Sie ergeben zusammen einen umfangreichen Biotopkomplex von besonderer Bedeutung im Sinne der Schutzzielkonzeption für den Naturraum. Leichte Beeinträchtigungen sind durch Holzeinschlag und forstlichen Wegebau zu erkennen. Vegetationskundlich wertvoll sind die naturnahen Teiche mit ihrer artenreichen Vegetation. Ein Naturlehrpfad weist auf verschiedene Aspekte der Waldformen und des Artenschutzes hin und erläutert die forstlichen Tätigkeiten. Das Gebiet hat als ausgedehnte, zusammenhängende Laubwaldfläche eine wichtige biotische Refugialfunktion in der ansonsten waldarmen Landschaft der Paderborner Hochfläche. Es ist über die Biotopverbundfläche VB-A-4418-001 in den Biotopverbund eingebunden.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (62,85 ha)
  • Laubwälder ausserhalb von Sonderstandorten <NA00> (363,91 ha)
  • Schlucht- und Hangschuttwälder sowie felsenreiche Wälder <NAY0> (2,21 ha)
  • Schutzwürdige und gefährdete Moore, Sümpfe, Riede und Röhrichte (nicht FFH) auf Sekundärstandorten <NCA1-ung.> (0,02 ha)
  • Stillgewässer <NFD0> (0,33 ha)
  • Quellbereiche <NFK0> (0,30 ha)
  • Fließgewässer <NFM0> (NaN ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (199,32 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (99,40 ha)
  • Nadelbaum-Buchenmischwald <AA4> (65,19 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (42,00 ha)
  • Ahorn-Schlucht- bzw. Hangschuttwald <AR2> (2,21 ha)
  • Wald, Jungwuchs <AU1> (8,25 ha)
  • Baumreihe <BF1> (1,02 ha)
  • Roehrichtbestand niedrigwuechsiger Arten <CF1> (0,02 ha)
  • Teich <FF0> (0,33 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <FK2> (0,30 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (NaN ha)
  • Kalksteinbruch <GC1> (0,09 ha)
  • Wildacker <HA2> (4,00 ha)
  • Lagerplatz, unversiegelt <HT3> (3,50 ha)
  • Spielplatz <SP3> (4,00 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aufrechter Igelkolben (Sparganium erectum)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Froschloeffel (Alisma plantago-aquatica)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Kleinbluetiges Springkraut (Impatiens parviflora)
  • Kleine Wasserlinse (Lemna minor)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Schwimmendes Laichkraut (Potamogeton natans)
  • Sommer-Linde (Tilia platyphyllos)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Wasser-Knoeterich (Persicaria amphibia)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Weisse Seerose (Nymphaea alba)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Wiesen-Rispengras (Poa pratensis)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt von Laubwäldern
Gefährdungen:
  • Forstwegeneubau bzw. -ausbau (FW)
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • kein Kahlschlag
  • keine wegebaulichen Massnahmen
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