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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Buchenberg (HSK-382)

Objektbezeichnung:

NSG Buchenberg

Kennung:

HSK-382

Ort: Marsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 21,51 ha
Offizielle Fläche: 21,53 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2006
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck:
- Erhaltung und Optimierung eines artenreichen, rel. trockenen Buchenwald-Lebensraumes
und einer darauf beruhenden, tlw. üppigen Krautschicht mit einer Vielzahl seltener und ge-
fährdeter Pflanzenarten;
- Schutz von landeskundlich interessanten Relikten alten Bergbaus;
- Sicherung ökologisch wertvoller Kleinstrukturen wie Felsklippen, unterschiedlich exponier-
ten Waldrändern und eines gut 500 m langen Grabenabschnitts als Sonderstandorte der
gebietseigenen Flora und Fauna.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4519-0203
Kennung:

BK-4519-0203

Objektbezeichnung:

Buchenberg

Link zur Karte: BK-4519-0203
Objektbeschreibung: Das Gebiet umfaßt Laubwälder auf einem sich von Nord nach Süd erstreckenden Höhenrücken aus kalkhaltigem Gestein. Es grenzt im Norden an das intensiv genutzte Diemeltal und wird im Westen und Osten von zwei steilen Taleinschnitten begrenzt. Das westliche Tal besteht aus Grünland, das östliche (Sauerlandgraben) aus jüngerem Mischwald. Der südliche Bereich läuft in einem langgestreckten Höhenrücken aus, der auf beiden Seiten von grünlandgenutzten Tälern begrenzt wird. Am Rand des Diemeltales befindet sich junger Buchenmischwald im Stangenwaldstadium, die südlich daran angrenzenden Bereiche werden von jungem bis mittelaltem Buchenmischwald mit im Kuppenbereich artenreicher Krautschicht eingenommen. Abfallend zum Sauerlandgraben befindet sich Nadelforst. Der Sauerlandgraben selbst wird von einem Erlen-Eschenwald eingenommen, der Bach ist aufgrund des Untergrundes temporär trocken. Auf der westlichen Seite fallen die Flanken des Höhenrückens steil nach Westen ab. Hier finden sich mehrere aufgelasssene Kalksteinbrüche sowie ein besonders geschützter Felsstandort (GB 4519-237). Wertbestimmend sind die umfangreichen Laubholzbestände sowie die Pflanzengesellschaften kalkliebender Buchenmischwälder, die fast das gesamte Gebiet einnehmen. Die Kalkfelsen stellen wertvolle Refugialbiotope für kalkliebende Pflanzenarten dar. Der gesamte Biotopkomplex aus Wäldern und Felsstandorten ist hoch repräsentativ und besonders schützenswert im Sinne der Schutzzielkonzeption für den Naturraum. Beeinträchtigungen sind durch Müll, Trittschäden und Fahrspuren erkennbar, im Bereich des Sauerlandgrabens ist starke Eutrophierung durch intensive Landwirtschaft erkennbar. Vegetationskundlich wertvoll ist die Pflanzengesellschaft der Kalkfelsen sowie der Buchenwälder im Kuppenbereich. Das Gebiet stellt ein wichtiges Trittsteinbiotop im Verbund kalkliebender Buchenwälder dar, die im überwiegend silikatisch geprägten Sauerland einen seltenen Biotoptypen repräsentieren. Als Teil der Verbundfläche VB-A-4519-002 mit "herausragender Bedeutung" ist das Gebiet in den Biotopverbund eingebunden.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (16,59 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Felsen (nicht FFH-LRT) <NGA0> (0,04 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fels- und Rohbodenstandorte (nicht FFH) <NGA0-ung.> (0,12 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (14,55 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (4,30 ha)
  • Eschenmischwald <AM1> (0,87 ha)
  • Ahornmischwald <AR1> (1,17 ha)
  • Wald, Jungwuchs <AU1> (2,10 ha)
  • natuerlicher Kalkfels <GA1> (0,11 ha)
  • Kalksteinbruch <GC1> (0,04 ha)
  • natuerlicher Kalkfels <yGA1> (0,01 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Europaeische Laerche (Larix decidua (subsp. decidua))
  • Fichte (Picea abies)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gekraeuseltes Spiralzahnmoos (Tortella tortuosa)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Leberbluemchen (Hepatica nobilis)
  • Mauerraute (Asplenium ruta-muraria (subsp. ruta-muraria))
  • Nesselblaettrige Glockenblume (Campanula trachelium (subsp. trachelium))
  • Nickendes Perlgras (Melica nutans)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarz-Pappel (Populus nigra)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Seidelbast (Daphne mezereum)
  • Spring-Schaumkraut (Cardamine impatiens)
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weisse Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria (subsp. hirundinaria))
  • Weisses Waldvoegelein (Cephalanthera damasonium)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt von Buchenmischwäldern auf kalkreichem Standort
Gefährdungen:
  • Befahren empfindlicher Standorte
  • Duengerdrift (LW)
  • Entnahme Altholz (FW)
  • Muellablagerung
  • Trittschaeden
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Duengung
  • Beseitigung von Muell
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Verbot des Betretens von Flaechen
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