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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Kiesgruben Doerpeder Mark (HSK-398)

Objektbezeichnung:

NSG Kiesgruben Doerpeder Mark

Kennung:

HSK-398

Ort: Marsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 24,54 ha
Offizielle Fläche: 24,58 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2006
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck:

- Erhaltung und Optimierung eines anthropogen entstandenen Stillgewässerkomplexes mit rand-
lichen Gebüsch-, Magerrasen- und Hochstaudenfluren als Brut- und Rastgebiet für div. Wasser-
vogelarten sowie als Amphibien- und Libellenlebensraum;
- zeitliche und / oder räumliche Entflechtung von intensiven Erholungsnutzungen und ökologischen
Funktionen;
- Sicherung von landschaftsbelebenden Kleinstrukturen in der hier rel. geringstrukturierten Diemeltalaue.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4419-0106
Kennung:

BK-4419-0106

Objektbezeichnung:

Teiche nordöstlich von Westheim

Link zur Karte: BK-4419-0106
Objektbeschreibung: Das Gebiet befindet sich im nördlichen Auebereich der Diemel nordöstlich von Westheim. Es ist umgeben von Ackerland und grenzt im Westen an das Industriegebeit von Westheim. Es umfaßt vier ehemalige Baggerteiche, die von Weidengebüsch und Hochstaudenfluren umgeben sind. Zwischen denTeichen und im Osten grenzt brachliegendes Magergrünland an, im südlichen Bereich Uferhochstaudenfluren der Diemel. An einigen Stellen entwickeln sich Röhrichte, in der Mitte des einen Teiches befindet sich eine Insel, die von Wasservögeln genutzt wird. Auf den Teichen finden sich verschiedene Entenarten sowie Gänse, die die Gewässer als Rastplatz nutzen. Verschiedene Libellenarten sind ebenfalls in Gewässernähe zu finden, das Magergrünland wird von zahlreichen Schmetterlingen besucht. Das gesamte Gebiet wird als Erholungsraum genutzt. Wertbestimmend sind die großen Stillgewässer als Rast- und Brutplatz für zahlreiche Wasservögel und Libellenarten, die Hochstaudenfluren sowie die sich entwickelnden Röhrichtbestände, die zusammen einen wertvollen und besonders schützenswerten Biotopkomplex ergeben. Die Teiche sind durch ihre Größe in der Region als wichtige Trttsteinbiotope einzustufen von herausragender Bedeutung im Sinne der Schutzzielkonzeption für den Naturraum. Beeinträchtigungen sind durch Freizeit- und Erholungsaktivitäten (Angeln, Radfahren) zu erkennen. Faunenkundlich wertvoll sind die zahlreichen Vogel- und Libellenarten. Das Gebiet ist als wichtiges Trittsteinbiotop im Verbund von Feuchtbiotopen sowie als Trittsteinbiotop für Wasservögel und Libellenarten anzusehen. Es ist über die Verbundfläche VB-A 4419-005 in den Biotopverbund eingebunden.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Ufergehoelze (nicht FFH-LRT) <NBE0> (4,25 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (0,11 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (3,66 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (13,61 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,73 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Saeume und Hochstaudenfluren (nicht FFH-LRT) <NK00> (1,70 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Weiden-Ufergehoelz <BE1> (4,25 ha)
  • Roehrichtbestand hochwuechsiger Arten <CF2> (0,11 ha)
  • Brachgefallene Fettweide <EE2> (3,66 ha)
  • Abgrabungsgewaesser (Lockergestein) <FG1> (13,61 ha)
  • Tieflandfluss <FO2> (0,73 ha)
  • Lagerplatz, unversiegelt <HT3> (0,39 ha)
  • Gewaesserbegleitender feuchter Saum bzw. linienf. Hochstaudenflur <KA2> (1,70 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Gebraeuchlicher Steinklee (Melilotus officinalis)
  • Gelbe Gauklerblume (Mimulus guttatus)
  • Gelbe Teichrose (Nuphar lutea)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum)
  • Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis)
  • Moschus-Malve (Malva moschata)
  • Rainfarn (Tanacetum vulgare)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris)
  • Wiesen-Klee (Trifolium pratense)
  • Wiesen-Kuemmel (Carum carvi)
  • Wiesen-Labkraut Sa. (Galium mollugo agg.)
  • Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
  • Glaucopsyche alexis (Glaucopsyche alexis)
  • Grosser Kohlweissling (Pieris brassicae)
  • Haubentaucher (Podiceps cristatus)
  • Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella)
  • Kanadagans (Branta canadensis)
  • Kormoran (Phalacrocorax carbo)
  • Plattbauch (Libellula depressa)
  • Reiherente (Aythya fuligula)
  • Tafelente (Aythya ferina)
Schutzziele: Erhalt von Stillgewässern
Gefährdungen:
  • Einwanderung, Ausbreitung Neophyten
  • freilaufende Hunde (SP)
  • Freizeitaktivitaeten
  • Trittschaeden (FI)
  • Trittschaeden (SP)
  • Uferschaeden (FI)
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Vegetationskontrolle
  • Verbot des Angelns in festgelegte Zeitraeume
  • Verbot des Angelns vom Boot aus
  • Verbot des freilaufenlassens von Hunden
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