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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Steinberg an der Renau (HSK-432)

Objektbezeichnung:

NSG Steinberg an der Renau

Kennung:

HSK-432

Ort: Winterberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 42,57 ha
Offizielle Fläche: 42,60 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2006
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4716-0052
Kennung:

BK-4716-0052

Objektbezeichnung:

NSG Steinberg an der Renau

Link zur Karte: BK-4716-0052
Objektbeschreibung: Das 42,5 ha große Naturschutzgebiet Steinberg umfasst den Steinberg, einen bis 728 m über NN aufragenden Bergrücken südlich Siedlinghausen zwischen den Talräumen von Renau und Namenlose. Das Schutzgebiet ist vollständig bewaldet, es besitzt großflächige und teilweise hohe Felsformationen. Auf dem Steinberg stehen ganz überwiegend Buchenwälder bzw. Nadelholz-Buchenmischwälder. Nach dem Orkan Kyrill (2007) hat sich durch Windwurf das Nadelholz- Laubholz-Verhältnis stark zu Gunsten des Laubholzes verschoben. Die Buchen- und Buchen-Fichten-Mischwälder sind großflächig (stark) aufgelichtet, besitzen überwiegend geringes bis mittleres Baumholz und weisen lokal eine dichte Laubholz-Naturverjüngung auf. Der Scheitel des Steinbergs wird von zahlreichen und ausgedehnten Felszonen besetzt, die in der Gipfelregion bis 10 m hoch aufragen können. Die Steinberg-Felsen bestehen aus moosreichen Felsblöcken, die übereinander gestapelt angeordnet sind. Am Fuß der Felsaufragung ist lokal eine übererdete Blockhalde ausgebildet. Die Buchenwälder sind montan geprägte, naturraumtypische Hainsimsen-Buchenwälder (mit Buchenfarn, Vielblütige Weisswurz, Wald-Schwingel u.a.). Das Naturschutzgebiet Steinberg ist eine Exklave des FFH-Gebiets Hunau östlich des Negertales. Der Fels-Wald bildet einen singulären Biotopkomplex innerhalb dieses montanen und hochmontanen europäischen Schutzgebietes. Erhaltung und Förderung des Hainsimsen-Buchenwaldes unter Einschluss alt- und totholzreicher Waldentwicklungsphasen haben in diesem Schutzgebiet Priorität. Der weitere Ausbau von Forstwegen im Bereich der sensiblen Felsbiotope sollte unterbleiben.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (2,48 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald <9110> (37,56 ha)
  • Quellbereiche <NFK0> (0,02 ha)
  • Felsen <NGA0> (2,55 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (29,54 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (1,04 ha)
  • Nadelbaum-Buchenmischwald <AA4> (6,98 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (2,28 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <FK2> (0,02 ha)
  • natuerlicher Silikatfels <GA2> (2,55 ha)
  • Waldwirtschaftsweg <VB3b> (0,20 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Alpen-Hexenkraut (Circaea alpina)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Buchenfarn (Phegopteris connectilis)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Eiche (Quercus spec.)
  • Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris)
  • Fichte (Picea abies)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Quell-Sternmiere (Stellaria alsine)
  • Quirl-Weisswurz (Polygonatum verticillatum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea (subsp. purpurea))
  • Sumpf-Labkraut Sa. (Galium palustre s.l.)
  • Tanne unbestimmt (Abies spec.)
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Schwingel (Festuca altissima)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
  • Zwiebel-Zahnwurz (Cardamine bulbifera)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines naturnahen und markanten Fels-Wald-Biotopkomplexes und ökologische Entwicklung durch Förderung alt- und totholzreicher Wald-Entwicklungsstadien des montanen Hainsimsen-Buchenwaldes.
Gefährdungen:
  • Befahren des Waldbodens (FW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • der natuerlichen Entwicklung ueberlassen
  • nicht lebensraumtypische Gehoelze entnehmen
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