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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Moenchspiele (HSK-488)

Objektbezeichnung:

NSG Moenchspiele

Kennung:

HSK-488

Ort: Brilon
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 12,67 ha
Offizielle Fläche: 12,68 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2007
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess § 20 LG,
- Erhaltung und Optimierung eines kleinen Siepensystems mit naturnahen Fließgewässern, bach-
begleitenden Erlenwäldern und ökologischen Sonderstandorten, die einige gefährdete Pflanzen-
arten beherbergen,
- Stärkung der Gliederungsfunktion des Gewässersystems in der umgebenden, im Nahbereich von
Fichten dominierten Waldlandschaft; Verbund der noch vorhandenen Bestände bodenständiger
Waldgesellschaften zugunsten des Austauschs darauf angewiesener Tier- und Pflanzenarten.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4517-0094
Kennung:

BK-4517-0094

Objektbezeichnung:

NSG Mönch-Spiele

Link zur Karte: BK-4517-0094
Objektbeschreibung: Das Gebiet umfasst ein Talsystem mit zwei Quellbächen, die im Osten zusammenfließen und in die Alme münden. Die Bäche werden von Auwald- und Sumpfwald begleitet. Am Unterlauf liegt ein aufgestauter, großer Teich. Das NSG liegt innerhalb von Fichtenforst und Buchenwald. Östlich des Teiches verläuft ein kurzer, naturnaher Bachabschnitt. Am Westufer des Teiches befindet sich ein Rohrglanzgras-Röhricht. Weiter westlich gabelt sich das Tal: Im Süden fließt auf einer Länge von fast 900 m ein naturnaher Quellbach, der durchgängig von einem Erlen-Auwald begleitet wird; ein Hangbereich ist mit Erlen-Sumpfwald bewachsen. Der Randbereich der Talsohle und die Böschungen sind mit Fichten bestockt. Im Norden fließt ein zweiter Quellbach, der nach einer Distanz von 700 m aus einem großen, quellig durchsickerten Erlen-Sumpfwald gespeist wird. Das nördliche Tal ist überwiegend mit Fichten bewachsen; zentral befindet sich ein kurzer Erlen-Auwald-Abschnitt; am Oberlauf ist der Talgrund streckenweise von Fichten freigestellt. Herausragende Merkmale des NSG sind der Auwaldstreifen am südlichen Quellbach (guter Erhaltungszustand) und der Erlen-Sumpfwald im Quellgebiet des nördlichen Bachlaufes. Das Gebiet ist von Bedeutung als Verbundfläche für Lebensgemeinschaften der Quellbäche, Bruch- und Auwälder.
Lebensraumtypen:
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion <3260> (0,03 ha)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (1,40 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moor- und Bruchwaelder (nicht FFH-LRT) <NAC0> (1,50 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (0,10 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,13 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,30 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (1,15 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (0,57 ha)
  • Erlen-Bruchwald <AC4> (0,08 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (6,90 ha)
  • Teich <FF0> (0,40 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (0,02 ha)
  • Erlen-Bruchwald <yAC4> (1,42 ha)
  • Roehrichtbestand <yCF0> (0,10 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (0,13 ha)
  • Quellbach <yFM4> (0,28 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (1,40 ha)
  • Quellbach <zFM4> (0,03 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Asch-Weide Sa. (Salix cinerea)
  • Bach-Spatenmoos (Scapania undulata)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Europaeische Laerche (Larix decidua (subsp. decidua))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Goldenes Frauenhaar (Polytrichum commune)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Langaehrige Segge (Carex elongata)
  • Mittleres Hexenkraut (Circaea intermedia (C. alpina x lutetiana))
  • Purpur-Reitgras (Calamagrostis phragmitoides)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Rispen-Segge (Carex paniculata (subsp. paniculata))
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schoenes Frauenhaarmoos (Polytrichum formosum)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Reitgras (Calamagrostis canescens)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Sumpf-Veilchen (Viola palustris (subsp. palustris))
  • Sumpf-Ziest (Stachys palustris)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wasser-Ampfer (Rumex aquaticus (subsp. aquaticus))
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Entwicklung von Sumpf- und Auwald
Gefährdungen:
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Wasserstandes
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Umwandlung von Nadelwald in bodenstaendigen Wald
  • weiterhin keine Bewirtschaftung
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