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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Hessenkamp (HSK-497)

Objektbezeichnung:

NSG Hessenkamp

Kennung:

HSK-497

Ort: Brilon
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 53,49 ha
Offizielle Fläche: 53,53 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2007
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess § 20 LG,
- Erhaltung und Optimierung von naturnahen, wahrscheinlich autochthonen Buchenbeständen
einschließlich des auf sie angewiesenen Inventars an Tier- und Pflanzenarten (auch als
"Trittsteinbiotope" zwischen den Großschutzgebieten im Arnsberger / Fürstenberger Wald),
- Schutz insbesondere der südlichen Teile des Gebietes aus wissenschaftlichen, naturge-
schichtlichen und landeskundlichen Gründen,
- Sicherung von Waldbildern, die (insbes. in der Krautschicht) die inselhaft besonderen Stand-
ortbedingungen im großflächig umgebenden Arnsberger Schiefer sichtbar machen und damit
zur landschaftlichen Vielfalt beitragen.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4516-0007
Kennung:

BK-4516-0007

Objektbezeichnung:

NSG Hessenkamp

Link zur Karte: BK-4516-0007
Objektbeschreibung: Ältere, überwiegend stark aufgelichtete, hiebreife Buchenwälder am Hessenkamp. Die Fläche liegt am Rande eines sehr ausgedehnten Waldbestandes und ist überwiegend von Fichtenforsten umgeben, im Süden liegen Grünlandparzellen nahebei. Den zumeist bodensauren Buchenwäldern sind Eichen, lokal auch Fichten beigemengt. Durch die abschnittsweise Entnahme von hiebreifen Bäumen unter Erhalt von Überhältern sind unterschiedliche Bestandsstrukturen vorhanden. Neben wenigen Hallenwald-Abschnitten dominieren Wälder mit Naturverjüngung unterschiedlichen Alters im Unterbau. Im Süden befinden sich einige ältere Steinbruchwände, von denen die beiden westlichen eine typische Felsvegetation aufweisen. Sie sind von einem kleinräumig ausgebildeten Waldmeister-Buchenwald mit Fichtenbeimengung umgeben. Die Fläche besitzt eine große Bedeutung als Trittstein- und Vernetzungslebensraum und weist fast flächig unterschiedliche FFH-LR-Typen auf. Eine akute Gefährdung besteht in der sukzessiven Entnahme allen Altholzes. Zum Schutz der Lebensgemeinschaften alter Buchenwälder und der Entwicklung von Altholzbeständen sollten größere Altholzinseln belassen werden. Großflächige Kahlschläge sollten weiterhin vermieden werden. Die bestehenden Fichtenbeimengungen sollten mittelfristig entnommen werden.
Lebensraumtypen:
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (47,36 ha)
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) <9130> (2,73 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Felsen (nicht FFH-LRT) <NGA0> (0,10 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (3,74 ha)
  • sekundaerer Kalkfels <GA3> (0,10 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (36,55 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <xAA1> (4,72 ha)
  • Nadelbaum-Buchenmischwald <xAA4> (8,82 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Fichte (Picea abies)
  • Fruehlings-Platterbse (Lathyrus vernus)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kleinbluetiges Springkraut (Impatiens parviflora)
  • Mauerlattich (Mycelis muralis)
  • Nesselblaettrige Glockenblume (Campanula trachelium (subsp. trachelium))
  • Quirl-Weisswurz (Polygonatum verticillatum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Rispengras (Poa chaixii)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Schwingel (Festuca altissima)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Entwicklung altholzreicher, naturnaher Buchenwälder.
Gefährdungen:
  • Entnahme Altholz (FW)
  • Entnahme Horst- und Hoehlenbaum (FW)
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beseitigung von Gehoelzen
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