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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Wessels Fluegel (HSK-499)

Objektbezeichnung:

NSG Wessels Fluegel

Kennung:

HSK-499

Ort: Brilon
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 17,96 ha
Offizielle Fläche: 17,98 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2007
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess § 20 LG,
- Erhaltung und Optimierung eines kleinen Siepensystems mit naturnahen Fließgewässern,
bachbegleitenden Erlenwäldern und angrenzenden, sickerfeuchten Buchenwäldern mit ein-
gestreuten Erlenbruchwaldgesellschaften,
- Schutz der darin vorkommenden Lebensgemeinschaften, in denen gefährdete Pflanzenarten
erfasst sind,
- Stärkung der Gliederungsfunktion des Gewässersystems in der umgebenden, im Nahbereich
von Fichten dominierten Waldlandschaft.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4517-0140
Kennung:

BK-4517-0140

Objektbezeichnung:

NSG Wessels Flügel

Link zur Karte: BK-4517-0140
Objektbeschreibung: Am Südosthang des "Wessels Flügel" fließen Quellbäche durch Laubwald in das Winkelwiesensiepen, ein Seitental östlich der Möhne. Das Gebiet ist nördlich und westlich von Fichtenforst umgeben und grenzt im Osten und Süden an Laubwald. Vier schmale, tief eingeschnittene Quellbäche fließen in den mäandrierenden Quellbach des Winkelwiesensiepen; sie werden von einer Winkelseggen-Quellflur gesäumt. Der westliche Quellbach entspringt aus einem großen Quellsumpf, der licht mit Erlen bestanden ist. Der Talboden ist mit einem bachbegleitendem Erlenwald in gutem Erhaltungszustand bewachsen, Altbäume sind jedoch relativ selten. Der überwiegende Teil des Hanges ist mit Buchenwald bestockt: Die durchforstete erste Baumschicht besteht aus Buchen- und Eichen-Überhältern, darunter wächst eine dichte zweite Baumschicht aus Rotbuchen (Dickungsalter und Stangenholz). Am unteren Hang im Westen befindet sich ein alter Eichenbestand mit zweiter Baumschicht aus Rotbuche. Kleine Bereiche sind mit einem jungen Buchenbestand (schwaches Baumholz) und Fichtenforst bewachsen. Nördlich des NSG befinden sich große Laubwaldbestände im Bereich Hundekoben, Eselsbruch und Streitberg.
Lebensraumtypen:
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (13,96 ha)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (1,00 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,22 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,19 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (2,56 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (11,56 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <xAB1> (2,40 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (0,22 ha)
  • Quellbach <yFM4> (0,19 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (1,00 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Fichte (Picea abies)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Pillen-Segge (Carex pilulifera (subsp. pilulifera))
  • Polyporus fomentarius (Polyporus fomentarius)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Wald-Reitgras (Calamagrostis arundinacea)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung von Quellen, Quellbächen, bachbegleitendem Erlenwald und Hainsimsenbuchenwald
Gefährdungen:
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
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