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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Buchenwaelder zwischen Wildburg und Heineberg (HX-052)

Objektbezeichnung:

NSG Buchenwaelder zwischen Wildburg und Heineberg

Kennung:

HX-052

Ort: Beverungen
Kreis: Hoexter
Bezirksregierung: Detmold
Digitalisierte Fläche: 372,60 ha
Offizielle Fläche: 372,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1993
Inkraft: 2006
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als NSG erfolgt gemaess Paragraph 20 LG insbesondere

- Zur Erhaltung, Foerderung und Wiederherstellung der Lebensgemeinschaften und
Lebensstaetten von seltenen und gefaehrdeten sowie der landschaftsraumtypischen
Tier- und Pflanzenarten innerhalb dieses grossflaechigen Buchenwald-Komplexes;
insbesondere sind in ihrer Vergesellschaftung schuetzenswert:

- Orchideen-Kalk-Buchenwaelder (Cephalanthero-Fagion) und Waldmeister-Buchenwaelder
(Asperulo-Fagetum),

- Aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen und kulturgeschichtlichen
Gruenden und wegen der biogeographischen Bedeutung,
- Wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schoenheit des Gebietes,
- Wegen der besonderen Bedeutung als Verbundzentrum innerhalb des landesweiten Biotopverbundes
und als Kerngebiet innerhalb des naturraeumlichen Biotopverbundes und innerhalb der wertvollen
Kulturlandschaft "Triften und Waelder des Oberen Weserberglandes",
- Aufgrund der Einstufung entsprechend der Richtlinie Nr. 92/43 EWG des Rates vom 21.05.1992 zur
Erhaltung der natuerlichen Lebensraeume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Flora-Fauna-
Habitat-Richtlinie), geaendert durch die Richtlinie 92/62/EG des Rates vom 27.10.1997 sowie der
Richtlinie Nr. 79/409/EWG vom 02.04.1979 (Vogelschutzrichtlinie),
- Wegen der Bedeutung des Gebietes als Bestandteil des FFH-Gebietes "Waelder um Beverungen"
(NATURA 2000-Nr. DE-4322-304) fuer die Errichtung eines zusammenhaengenden oekologischen
Netzes besonderer Schutzgebiete in Europa,
- Zur Erhaltung und Entwicklung von Lebensraeumen und Arten von gemeinschaftlichem Interesse
gemaess der FFH-Richtlinie oder Vogelschutzrichtlinie, insbesondere zur Erhaltung, Entwicklung
bzw. zum Schutz und zur Foerderung von grossflaechigen, naturnahen Buchenwaeldern:

- Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum, FFH-Code 9130) und
- Orchideen-Kalk-Buchenwald (Cephalanthero-Fagion, FFH-Code 9150),
- folgender Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:
- Hirschkaefer (Lucanus cervus),
- Kamm-Molch (Triturus cristatus),
- Schwarzmilan (Milvus migrans),
- Rotmilan (Milvus milvus),
- Schwarzspecht (Dryocopus martius).

Neben dem Erhalt der Buchenwaldgesellschaften ist das langfristige Ziel die Entwicklung eines
Laubwaldgebietes mit den fuer die heimischen Laubwaldgesellschaften typischen Arten sowie
die Ueberfuehrung der Altersklassenbestaende und der Nadelwaldflaechen in naturnahe Laubwaelder
mit einem haeufigen Wechsel ihrer standoertlichen Variationen. Hierbei sind die Ansprueche von Eibe,
Elsbeere, Sommerlinde, Wildapfel und Wildbirne zu beruecksichtigen. Insbesondere auf durch Schnee- und
Eisbruch bzw. Windwurf gestoerten Bereichen ist eine natuerliche Sukzession zuzulassen. Der Anteil an Alt- und
Totholz ist zu foerdern.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4222-015
  • BK-4222-043
  • BK-4322-500
  • BK-4322-905
  • BK-4322-906
Kennung:

BK-4322-905

Objektbezeichnung:

NSG Heineberg

Link zur Karte: BK-4322-905
Objektbeschreibung: Buchenwald und Orchideen-Buchenwald auf den suedlich exponierten Haengen des Heineberges. Bestandesalter ueberwiegend 60-100 Jahre. Die unteren bis mittleren, steilen Hanglagen sind zumeist mit nur geringer Kraut- und Strauchschicht entwickelt. Lokal tritt das Gestein (an Wegen) offen zutage, hier mit dichterer Boden- und Strauchvegetation. Die oberen Haenge und Kuppen sind dagegen mit oft weitflaechigen Rasen aus Bingelkraut, Baerlauch oder Perlgras ausgestattet. Die Strauchschicht fehlt. Im O steht Buchenwald im Stangenholzalter auf altem Kahlschlag. Nach W nimmt lokal Nadelgehoelz (Fichte und Laerche) zu. In Kuppenlage wurde die Buche z.T. durch Esche und auch Ahorn ersetzt. .
Kennung:

BK-4322-906

Objektbezeichnung:

NSG Heineberg (siehe unter Bemerkungen)

Link zur Karte: BK-4322-906
Objektbeschreibung: Buchenwald und Orchideen-Buchenwald auf den suedlich ex- ponierten Haengen des Heineberges. Bestandesalter ueber- wiegend 60-100 Jahre. Die unteren bis mittleren, steilen Hanglagen sind zumeist mit nur geringer Kraut- und Strauch- schicht entwickelt. Lokal tritt das Gestein (an Wegen) offen zutage, hier mit dichterer Boden- und Strauchvegetation. Die oberen Haenge und Kuppen sind dagegen mit oft weit- flaechigen Rasen aus Bingelkraut, Baerlauch oder Perlgras ausgestattet. Die Strauchschicht fehlt. Im O steht Buchenwald im Stangenholzalter auf altem Kahlschlag. Nach W nimmt lokal Nadelgehoelz (Fichte und Laerche) zu. In Kuppenlage wurde die Buche z.T. durch Esche und auch Ahorn ersetzt. Das Gebiet zeichnet sich durch geringe Stoerung aus.
Kennung:

BK-4222-015

Objektbezeichnung:

Waelder am Wild-, Bieren- und Osterbergberg

Link zur Karte: BK-4222-015
Objektbeschreibung: Ausgedehnter Waldkomplex auf einander benachbarten, z.T. von tiefen Rinnen durchzogenen Muschelkalkbergen im Corvyer Forst gelegen. Die westlichen Waldpartien setzen sich überwiegend aus 40 - 60 Jahre alten Buchenbestaenden sowie kleinflaechigen Fichtenaufforstungen und Kahlschlaegen zusammen. Die Krautschicht besitzt hier einen nur maessigen Deckungsgrad. Die oestlicheren Waldpartien bestehen vorwiegend aus 100 -120 Jahre alten Buchen sowie einzelnen stehende oder flächigere Bestände von Fichte, Esche oder Eiche. Die Krautschicht ist oertlich sehr dicht. Auf den steiler geneigten Hanglagen von Wild- und Bierenberg finden sich Orchideen-Buchenwälder auf flachgruendigen, skelettreichen Rendzinen. Die Kuppe des Wildberges ist plateauähnlich, nach Sueden findet sich ein tiefer, anthropgen entstandener Graben mit steilen Kalksteinwaenden. Von der ehemaligen Wildburg sind ansonsten fast keine Spuren mehr zu finden. Das neue Rott im suedlichen Teil des Gebietes wird als Acker- und Gruenland genutzt, kleinere Randflaechen sind brachgefallen. In oestlicher Richtung entspringen zwei Quellen. An der suedlichen Quelle wird Wasser entnommen, die noerdliche ist relativ naturnah, jedoch durch Muell belastet. Am noerdlichen Rand des Gebietes liegt eine weitere Quelle, die in einem Quelltuempel entspringt und kurz vor der K 56 aufgestaut wird. Hier finden sich Populationen von Kammolch, Erdkroete, Grasfrosch, Gruenfrosch, Teich-, Berg- und Fadenmolch.
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (3,03 ha)
  • Nadelbaum-Buchenmischwald <AA4> (26,56 ha)
  • Eichenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AB3> (9,46 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (18,43 ha)
  • Eschenwald <AM0> (4,04 ha)
  • Laerchenmischwald <AS1> (9,46 ha)
  • Kahlschlagflaeche <AT1> (3,15 ha)
  • Aufforstung <AU0> (6,31 ha)
  • Fettwiese <EA0> (3,15 ha)
  • Staugewaesser <FH0> (3,15 ha)
  • Quelle, Quellbereich <FK0> (3,15 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (3,15 ha)
  • Acker <HA0> (6,31 ha)
  • Ackerbrache <HB0> (3,15 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Buchenwald <xAA0> (139,03 ha)
  • Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <xAA2> (47,31 ha)
  • Orchideen-Buchenwald <yAA5> (1,70 ha)
  • Grundquelle, Tuempelquelle <yFK1> (3,15 ha)
  • Orchideen-Buchenwald <zAA5> (63,67 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Baeren-Lauch (Allium ursinum (subsp. ursinum))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ulme (Ulmus glabra)
  • Blaugruene Segge (Carex flacca (subsp. flacca))
  • Braunrote Stendelwurz (Epipactis atrorubens)
  • Breitblaettrige Stendelwurz Sa. (Epipactis helleborine agg.)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Christophskraut (Actaea spicata)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Elsbeere (Sorbus torminalis)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Europaeische Laerche (Larix decidua (subsp. decidua))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gelbes Windroeschen (Anemone ranunculoides)
  • Gemeine Waldrebe (Clematis vitalba)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Greiskraut Sa. (Senecio nemorensis agg.)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Hohe Schluesselblume (Primula elatior)
  • Kleinblaettrige Stendelwurz (Epipactis microphylla)
  • Kleinbluetiges Springkraut (Impatiens parviflora)
  • Kleine Wasserlinse (Lemna minor)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Laerche unbestimmt (Larix spec.)
  • Maigloeckchen (Convallaria majalis)
  • Nestwurz (Neottia nidus-avis)
  • Pfirsichblaettrige Glockenblume (Campanula persicifolia (subsp. persicifolia))
  • Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea)
  • Rauhhaarige Gaensekresse (Arabis hirsuta)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rotes Waldvoegelein (Cephalanthera rubra)
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sanikel (Sanicula europaea)
  • Scharbockskraut (Ficaria verna)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Seidelbast (Daphne mezereum)
  • Sommer-Linde (Tilia platyphyllos)
  • Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
  • Stattliches Knabenkraut (Orchis mascula)
  • Steife Segge (Carex elata)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Gerste (Hordelymus europaeus)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wald-Labkraut (Galium sylvaticum)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weissdorn unbestimmt (Crataegus spec.)
  • Weisse Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria (subsp. hirundinaria))
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Schachtelhalm (Equisetum pratense)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
  • Baumpieper (Anthus trivialis)
  • Bergmolch (Triturus alpestris)
  • Buntspecht (Dendrocopos major)
  • Erdkroete (Bufo bufo)
  • Fadenmolch (Triturus helveticus)
  • Gebaenderter Feuersalamander (Salamandra salamandra terrestris)
  • Grasfrosch (Rana temporaria)
  • Grauschnaepper (Muscicapa striata)
  • Grauspecht (Picus canus)
  • Gruenspecht (Picus viridis)
  • Hirschkaefer (Lucanus cervus)
  • Hohltaube (Columba oenas)
  • Kammmolch (Triturus cristatus)
  • Kolkrabe (Corvus corax)
  • Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Pirol (Oriolus oriolus)
  • Rotmilan (Milvus milvus)
  • Schwarzspecht (Dryocopus martius)
  • Siebenschlaefer (Glis glis)
  • Teichmolch (Triturus vulgaris)
  • Turteltaube (Streptopelia turtur)
Schutzziele: Erhalt naturnaher Buchen- und Orchideenbuchenwaelder als Refugiallebensraum fuer Arten der kalkgepraegten Waelder
Erhalt naturnaher Buchen- und OrchideenbuchenwaelderSchutz und Erhalt naturraumtypischer Buchenwaelder als Refugialbiotop fuer spezialisierte und typische Lebensgemeinschaften und gefaehrdete Arten .
Gefährdungen:
  • Beseitigung alter Baeume
  • intensive Forstwirtschaft (FW)
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • Muellablagerung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
  • Quellfassung (WA)
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Einstellung der Bewirtschaftung
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • kein Kahlschlag
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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