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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Lange Renne (KLE-055)

Objektbezeichnung:

NSG Lange Renne

Kennung:

KLE-055

Ort: Rees
Kreis: Kleve
Bezirksregierung: Düsseldorf
Digitalisierte Fläche: 13,11 ha
Offizielle Fläche: 13,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand:
Inkraft seit: 2010
Inkraft: 2010
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck:
Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgt gemäß § 20 a), b) und c) LG, insbesondere:
- zum Schutz und Erhalt wertvoller Gewässer mit Schwimmblattgesellschaften
- zum Schutz und Erhalt wertvoller Altarmrinnen als geowissenschaftliches Objekt
- zur Bewahrung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes wertvoller
Lebensräume für Amphibien, Libellen, RL Pflanzenarten und RL Tierarten
- zur Bewahrung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der natürlichen
Lebensräume für Wasservögel, gefährdete Pflanzengesellschaften und RLTierarten-
Gastvögel
Schutzziele:
Schutzziele und Maßnahmen auf der Grundlage des Schutzzweckes sind:
- Erhalt des Rhein-Altwassers als geowissenschaftlich, landeskundlich, kulturhistorisch
und ökologisch besonders schutzwürdiger Biotopkomplex,
- Erhalt des wertvollen Gewässers mit Schwimmblattgesellschaften,
- Erhaltung von Althölzern,
- Beschränkung der Freizeitaktivitäten auf den Nordteil der Lange Renne,
- Absicherung von Wasserflächen und Uferabsperrungen zum Schutz der Vegetation,
- Schaffung von Brutbiotopen durch Einschränkung der Erholungsnutzung,
- Extensivierung der Grünlandnutzung, keine Beweidung der Uferbereiche,
- Vermeidung von Eutrophierung,
- Naturnahe Waldbewirtschaftung, ggf. Umwandlung in bodenständigen Gehölzbestand.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4204-0008
Kennung:

BK-4204-0008

Objektbezeichnung:

NSG Lange Renne

Link zur Karte: BK-4204-0008
Objektbeschreibung: Die Lange Renne ist ein über 1,5 km langes, maximal 150 m breites Altwasser des Rheins, welches der Kante der Rhein-Niederterrasse vorgelagert ist und infolge eines Hochwassers entstanden ist. Von Süden fließt der Langen Renne Wasser aus der Bislicher Ley zu, im Norden fließt Wasser über einen Graben zum Bellinghover Meer ab. Der südliche, hier beschriebene Teil wurde als NSG ausgewiesen. Die örtlich steilen Uferböschungen und eine erhebliche Wassertiefe verhindern die Ausbildung breiter Verlandungszonen, am südlichen Ende ist jedoch eine Zone mit gut entwickelter Schwimmblattvegetation und größeren Röhrichten vorhanden (u.a. Froschbiss). Die westliche Uferböschung wird von Gehölzen eingenommen, bei denen es sich teilweise um Erlen-Ufergehölze, lokal mit Beimischung von Pappeln, teilweise um ein Böschungsgehölz aus Stieleichen handelt (hier Vorkommen von Winter-Schachtelhalm). Am östlichen Ufer grenzt Laubwald an (als eigenes Biotop/NSG). Vor allem am Westufer finden sich immer wieder kleine Röhrichte und Seggenrieder. Durch zahlreiche Angelstellen teils mit Stegen und Trittschäden sind die Uferzonen lokal beeinträchtigt. Der ca. 70 m lange Graben, welcher die Bislicher Ley mit der Langen Renne verbindet, weist einen arten- und strukturreichen Bewuchs mit Röhrichten, Hochstauden, Wasserpflanzen auf. Das Altwasser stellt einen wertvollen Bestandteil des Biotopverbundes auentypischer Lebensräume in der Unteren Rheinniederung dar, als Vernetzungselement liegt es zwischen der Bislicher Ley im Süden und dem Bellinghover und Hagener Meer im Norden. Entwicklungsziele sind Erhalt und Optimierung eines Altwassers.
Lebensraumtypen:
  • Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions <3150> (0,92 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,60 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Ufergehoelze (nicht FFH-LRT) <NBE0> (0,50 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (9,88 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,07 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,92 ha)
Biotoptypen:
  • Gehoelzstreifen <BD3> (0,60 ha)
  • Erlen-Ufergehoelz <BE2> (0,50 ha)
  • Altarm, Altwasser <FC0> (9,88 ha)
  • Graben mit extensiver Instandhaltung <FN3> (0,07 ha)
  • Altarm, Altwasser <zFC0> (0,92 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Arznei- Engelwurz (Angelica archangelica)
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Echte Zaunwinde (Calystegia sepium)
  • Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae)
  • Gelbe Teichrose (Nuphar lutea)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gemeiner Tuepfelfarn (Polypodium vulgare)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Schlehe (Prunus spinosa)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Kalmus (Acorus calamus)
  • Kanadische Pappel (Populus canadensis (P. deltoides x nigra))
  • Kratzbeere (Rubus caesius)
  • Nuttalls Wasserpest (Elodea nuttallii)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schein-Zypergras-Segge (Carex pseudocyperus)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schlangenwurz (Calla palustris)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzfruechtiger Zweizahn (Bidens frondosa)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Ziest (Stachys palustris)
  • Ufer-Segge (Carex riparia)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
  • Weiches Honiggras (Holcus mollis (subsp. mollis))
  • Winter-Schachtelhalm (Equisetum hyemale)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Optimierung eines Altwassers
Gefährdungen:
  • Angelsport, Fischerei
  • nicht bodenstaendige Gehoelze
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Entnahme nicht bodenstaendig-standortgerechter Gehoelze
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