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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Menkhauser Bachtal mit Schopketal (LIP-065)

Objektbezeichnung:

NSG Menkhauser Bachtal mit Schopketal

Kennung:

LIP-065

Ort: Oerlinghausen
Kreis: Lippe
Bezirksregierung: Detmold
Digitalisierte Fläche: 7,93 ha
Offizielle Fläche: 4,60 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2004
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4017-331
  • BK-4017-336
Kennung:

BK-4017-336

Objektbezeichnung:

Buchenwald am Westhang des Menkhauser Berges

Link zur Karte: BK-4017-336
Objektbeschreibung: Charakteristisch ausgeprägter Hainsimsen-Buchenwald aus überwiegend starken Baumholz auf dem westlich exponierten Mittelhang des Menkhauser Berges. Der Hainsimsen-Buchenwald zeichnet sich durch eine typisch ausgebildete Kraut- und Moosschicht aus. Als Folge einer Einzelbaumentnahme haben sich in den entstandenen Lichtungen teilweise brennesselreiche Krautfluren eingestellt. Der naturnahe Buchenwald ist ein vernetzendes Element zwischen dem großflächigen FFH-Gebiet "Östlicher Teutoburger Wald" und dem als NSG ausgewiesenen Bachtal "Menkhauser Bachtal und Schopketal". Im Rahmen einer naturnahen Waldbewirtschaftung ist die Förderung von älteren Entwicklungsstadien und die Erhöhung des Alt- und Totholzanteiles anzustreben. Die in südlicher Richtung angrenzenden Nadel- und Nadelmisch-Forsten (außerhalb der BK-Abgrenzung) sollten unter Vermeidung von Kahlschlägen in bodenständige Laubwälder umgewandelt werden.
Kennung:

BK-4017-331

Objektbezeichnung:

NSG "Menkhauser Bachtal mit Schopketal"

Link zur Karte: BK-4017-331
Objektbeschreibung: Ca. 5,5 km langer, überwiegend in südsüdwestlicher Richtung abfallender Abschnitt des Menkhauser Bachtales im östlichen Teutoburger Wald. Die Talaue wird durch naturnahe Feuchtwälder und brachgefallenem Nassgrünland geprägt, während der mittlere Bereich stark anthropogen überformt ist. Der Schopkebach wird von einer permanent schüttenden Sickerquelle mit typischer Quellvegetation gespeist. Der Quellbereich ist durch wasserbauliche Einrichtungen (Brunnen, kurze Verrohrung) und Schuttablagerungen z.T. beträchtlich gestört. Der Bach fließt in südöstlicher Richtung durch ein Kerbtal mit einem fragmentarisch ausgebildeten Erlensaum, das sich im unteren Teil zu einem Kerbsohlental aufweitet und von einem Erlenauwald eingenommen wird. Der naturnahe Bachlauf ist gestreckt bis stark geschwungen, das Sohlsubstrat besteht vornehmlich aus kantigen Steinen. Das Menkhauser Bachtal setzt sich in südwestlicher Richtung fort und weist streckenweise die regionaltypische Kastenform eines Sieks auf. Im Bereich des Menkhauser Berges sind die steilen Talhänge mit Buchen- und Buchenmischwäldern bestanden, die bis an den Bach reichen und dort von schmalen Eschen-Erlen-Wäldern abgelöst werden. Südlich der Menkhauser Mühle ist die Talaue durch Fischteichkaskaden stark überformt, welche die Durchgängigkeit des Bachaue beeinträchtigen und zu einer organischen Belastung des Fließgewässers führen. Der anschließende Talabschnitt zwischen Hellweg und Kindsgrab wird vorwiegend von frischen Grünland bestimmt. Der Bach wird von einem durchgehenden Eschen-Erlengehölz begleitet und lokal haben sich feuchte Ufer-Hochstaudensäume entwickelt. Südlich folgt ein sehr naturnaher Talbereich mit Erlenbrüchern unterschiedlicher Trophie- und Feuchtestufen und einer Nassgrünlandbrache. Der nördliche, wechselfeuchte bis feuchte Erlenbruchwald zeichnet sich durch torfmoos- und seggenreiche Talrandversumpfungen mit Anklängen an ein Caricetum fuscae polytrichetosum aus. Die talabwärtigen, z.T. lichten Erlenbrücher sind deutlich nasser. Hier üben querende Wegdämme einen wasserstauenden Effekt aus und erlauben das Betreten nur in Teilbereichen. Das brachgefallene Nassgrünland besteht aus einem Mosaik aus Großseggenriedern und Röhrichtbeständen. Der naturnahe Bach fließt in diesem Abschnitt auf einen sandigen, nur vereinzelt von Pflanzen besiedelten Untergrund und hat wiederholt Sandaufschüttungen mit typischen Rippelmarken ausgebildet. Nahe dem südwestlichen Gebietsrand wurde der Bach zu einem Teich mit Schwimmblattvegetation und Verlandungszonen angestaut. An der östlichen Teichseite streichen die letzten Ausläufer einer mit Kiefern bestandenen Binnendüne aus (außerhalb der NSG-Abgrenzung; eigene BK-Beschreibung). Das NSG "Menkhauser Bachtal mit Schopketal" zeichnet sich durch einen naturnahen, abschnittsweise unterbrochenen Komplex aus Feuchtwäldern und nassen Grünlandbrachen aus und ist wesentlicher Bestandteil im regionalen Biotopverbund innerhalb des östlichen Teutoburger Waldes.
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (2,84 ha)
  • Erlen-Bruchwald <AC4> (1,20 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <AC5> (1,21 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (0,77 ha)
  • Teich <FF0> (1,75 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <FK2> (0,06 ha)
  • Bach <FM0> (1,11 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Baeumchenartiges Leitermoos (Climacium dendroides)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Eibenblaettriges Spaltzahnmoos (Fissidens taxifolius)
  • Einseitwendiges Kleingabelzahnmoos (Dicranella heteromalla)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Froschloeffel (Alisma plantago-aquatica)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gemeiner Tuepfelfarn (Polypodium vulgare)
  • Gewelltblaettriges Kriechsternmoos (Plagiomnium undulatum)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel Sa. (Galeobdolon luteum agg.)
  • Goldenes Frauenhaar (Polytrichum commune)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Grosses Muschelmoos (Plagiochila asplenioides)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Japanische Laerche (Larix kaempferi)
  • Kahnblaettriges Torfmoos (Sphagnum palustre)
  • Kanadische Pappel (Populus canadensis (P. deltoides x nigra))
  • Kleinbluetiges Springkraut (Impatiens parviflora)
  • Kleine Wasserlinse (Lemna minor)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kohl(-Kratz)distel (Cirsium oleraceum)
  • Kriechender Arznei-Baldrian (Valeriana excelsa subsp. excelsa)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
  • Punktiertes Wurzelsternmoos (Rhizomnium punctatum)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Schlank-Segge (Carex acuta)
  • Schmalblaettriger Merk (Berula erecta)
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Schoenes Frauenhaarmoos (Polytrichum formosum)
  • Schwanenhals-Sternmoos (Mnium hornum)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzfruechtiger Zweizahn (Bidens frondosa)
  • Spaetbluehende Traubenkirsche (Prunus serotina)
  • Sparriges Torfmoos (Sphagnum squarrosum)
  • Spiessmoos (Calliergonella cuspidata)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stern-Segge (Carex echinata)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
  • Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Sumpf-Veilchen (Viola palustris (subsp. palustris))
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Tamarisken Thujamoos (Thuidium tamariscinum)
  • Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris)
  • Wasserpfeffer-Knoeterich (Persicaria hydropiper)
  • Wechselblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Weisse Seerose (Nymphaea alba)
  • Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis var. pratensis)
  • Wimper-Segge (Carex pilosa)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz und Erhalt eines naturnahen Buchenwaldes als verbindender Bestandteil zwischen einem großflächigen Waldgebiet und einem naturnahen Bachtal; ökologische Optimierung durch Förderung von bodenständigen Gehölzbeständen und Erhöhung des Tot- und Altholzanteiles.Erhalt und Optimierung eines naturnahen Bachtales mit streckenweise charakteristischer Morphologie eines Sieks und einem vielfältigen Biotopkomplex aus teilweise naturbelassenen Bachläufen, wertvollen Feuchtwäldern und nassen Grünlandbrachen.
Gefährdungen:
  • Eutrophierung
  • Fischerei, Teichbau (FI)
  • Freizeitaktivitaeten
  • Gewaesserverunreinigung (SP)
  • intensive Forstwirtschaft (FW)
  • Muellablagerung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • nicht einheimische Arten
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • dynamisches Altholzkonzept
  • Entnahme nicht bodenstaendig-standortgerechter Gehoelze
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • keine Fischteichanlage
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Verbesserung der Wasserqualitaet
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