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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Spoerkelnbruch <A> (ME-013)

Objektbezeichnung:

NSG Spoerkelnbruch <A>

Kennung:

ME-013

Ort: Haan
Kreis: Mettmann
Bezirksregierung: Düsseldorf
Digitalisierte Fläche: 12,41 ha
Offizielle Fläche: 12,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1984
Inkraft: 2012
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Im Gebiet ist folgender Lebensraumtyp nach Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie)
vom 21. Mai 1992 vertreten:

- Alte bodensaure Eichenwaelder auf Sandebenen (9190).

Das Gebiet hat darueber hinaus Bedeutung fuer folgende Arten des Anhang I der Richtlinie
79/409/ EWG (Vogelschutzrichtlinie) vom 2. April 1979:

- Schwarzspecht,
- Wespenbussard.

Die Festsetzung des NSG erfolgt gemaess Paragraph 23 Abs. 1 Nr. 1, 2 und 3 BNatSchG,
insbesondere

- Wegen der Lage des Gebietes innerhalb des FFH-Gebietes "Hilden-Spoerkelnbruch" (DE-4807-302)
- Zur Erhaltung, Optimierung und Wiederherstellung von Lebensraeumen und zur Foerderung von
Arten, die in den Anhaengen der FFH-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie aufgefuehrt sind,
- Zur Erhaltung des Bruchwaldes,
- Zur Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensstaetten und -gemeinschaften seltener
und gefaehrdeter Arten,
- Zur Erhaltung und Wiederherstellung strukturreicher Waldbestaende,
- Zur Erhaltung des feuchten und nassen Gruenlandes (Orchideenstandort),
- Zur Erhaltung des Quellsumpfes,
- Als Standort fuer stark gefaehrdete oder vor der Vernichtung stehende Biotoptypen,
insbesondere: Bruchwaelder, Quellsuempfe, Feucht- und Nass-gruenland,
bodensaure Eichenwaelder,
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4807-0126
Kennung:

BK-4807-0126

Objektbezeichnung:

NSG Spörkelnbruch

Link zur Karte: BK-4807-0126
Objektbeschreibung: Das NSG ist ein Biotopkomplex aus Bruchwald, feuchtem Eichen-Birkenwald und anderen Laubwäldern sowie zumeist feuchten und nassen Grünlandflächen zwischen dem Hildener Stadtwald und Haan. Die nördlich eines von West nach Ost verlaufenden Weges liegenden Feucht- und Nasswiesen sind sehr arten- sowie seggen- und binsenreich. Südlich und östlich der Feuchtwiesen befinden sich Wälder. Diese sind zum Teil Erlenbruchwälder mit einem hohen Anteil an Moorbirken. In anderen Waldbereichen befinden sich trockenere Erlenwälder, Eichen- Birkenwälder und Bereiche mit standortfremden Gehölzen. Der nördlich des Weges gelegene artenreiche Bruchwald ist von einem quelligen Rinnsal durchzogen. Drei Stillgewässer liegen in einer der Nasswiesen und in dem Wald nördlich des Weges. Ein Massenvorkommen des Gefleckten Knabenkrautes in den Feuchtwiesen gehört mit zu den bedeutendsten rheinischen Vorkommen dieser Art. Die Feuchtwiesen bilden einen bedeutenden Lebensraum für das Klee-Widderchen (Zygaena trifolii). Weiterhin befinden sich große Vorkommen des seltenen Königsfarns in Erlenbruchwäldern nördlich des Weges. Ein etwa 1 ha großer Bereich eines Birken- Eichenwaldes zeichnet sich durch einen hohen Altholzanteil aus. Das Gebiet ist eine Teilfläche von mehreren Naturschutzgebieten mit Moor- und Bruchwäldern, feuchten Eichen- Birkenwäldern, naturnahen Sandbächen, Feuchtheiderelikten und Trockenheide. Es bildet mit der Ohligser Heide und dem Further Moor einen Biotopverbund auf der Bergischen Heideterrasse, die sich bis zur Wahner Heide erstreckt. Die bedeutenden Feuchtwiesen sollen durch Mahd erhalten werden. Ein hoher Alt- und Totholzanteil in den Wäldern soll gefördert sowie einer Entwässerung der feuchten Wälder entgegengewirkt werden. Standortfremde Gehölz sollten entnommen werden.
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (0,56 ha)
  • Nadelbaum-Buchenmischwald <AA4> (0,80 ha)
  • Birken-Eichenmischwald <AB2> (1,00 ha)
  • Erlenwald <AC0> (1,10 ha)
  • Erlenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AC1> (3,70 ha)
  • Nadelbaum-Erlenmischwald <AC3> (0,10 ha)
  • Erlen-Bruchwald <AC4> (3,70 ha)
  • Birkenwald <AD0> (1,30 ha)
  • Eichen-Birkenmischwald <AD1> (0,50 ha)
  • Pappelwald <AF0> (1,35 ha)
  • Pappelmischwald <AF1> (0,45 ha)
  • Roteichenwald <AO0> (0,70 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,70 ha)
  • Ufergehoelz <BE0> (0,30 ha)
  • Fettwiese <EA0> (0,90 ha)
  • Fettweide <EB0> (0,23 ha)
  • Nass- und Feuchtgruenland <EC0> (2,30 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <EC1> (0,40 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (0,20 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (0,03 ha)
  • Garten, Baumschule <HJ0> (0,20 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Echte Zaunwinde (Calystegia sepium)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae)
  • Gaense-Fingerkraut (Potentilla anserina)
  • Geflecktes Knabenkraut i.w.S. (Dactylorhiza maculata agg.)
  • Gelb-Segge Sa. (Carex flava agg.)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
  • Kanadische Pappel (Populus canadensis (P. deltoides x nigra))
  • Kleines Helmkraut (Scutellaria minor)
  • Koenigsfarn (Osmunda regalis)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi (subsp. flos-cuculi))
  • Laerche unbestimmt (Larix spec.)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Rot-Eiche (Quercus rubra)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sauerampfer (Rumex acetosa (subsp. acetosa))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Sumpf-Veilchen (Viola palustris (subsp. palustris))
  • Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Wasserlinse unbestimmt (Lemna spec.)
  • Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris)
  • Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Optimierung eines Biotopkomplexes mit artenreichen und feuchten Grünlandflächen, Bruchwäldern und feuchten Laubmischwäldern sowie sickerquelligen Bereichen. Erhöhung des Alt- und Totholzanteils in den Wäldern.
Gefährdungen:
  • Beseitigung alter Baeume
  • Entwaesserungsgraeben (LW)
  • Eutrophierung
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
  • unerwuenschte Sukzession
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Einstellung der Bewirtschaftung
  • Entnahme nicht bodenstaendig-standortgerechter Gehoelze
  • Entwaesserungsgraeben verfuellen, schliessen
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • Erhoehung des Altholzanteils
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
  • Vermeidung Eutrophierung
  • Waldumwandlung nicht bodenstaendigen in bodenstaendigen Wald
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