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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Viehstrasse (MG-006)

Objektbezeichnung:

NSG Viehstrasse

Kennung:

MG-006

Ort: Moenchengladbach
Kreis: Moenchengladbach
Bezirksregierung: Düsseldorf
Digitalisierte Fläche: 23,02 ha
Offizielle Fläche: 23,00 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1990
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4804-0018
Kennung:

BK-4804-0018

Objektbezeichnung:

NSG Viehstrasse

Link zur Karte: BK-4804-0018
Objektbeschreibung: Das Gebiet besteht aus zwei Teilflächen. Beide sind fast vollständig bewaldet und weisen zahlreiche Flachsrösten auf. Neben überwiegendem Eichenwald und Birken-Eichenwald mit mittlerem bis schwachem Baumholz stockt hier auch totholzreicher Birken-Pionierwald. Die südliche Teilfläche umfasst drei kleinere Offenlandbereiche: eine Fettweide im Westen, eine magere Feuchtgrünlandbrache mit einem mesotrophen ASG in der Mitte und eine z.T. neu abgeplaggte heidemoorähnliche Feuchtheide auf einer Stromleitungstrasse im Osten. Dazwischen gibt es noch einen feuchtheideähnlichen aufgelichteten Bereich im Birken-Eichenwald. In der nördlichen Teilfläche liegt eine große Konzentration von Flachsrösten im nördlichsten Waldstück. Diese sind jedoch von unsteter Wasserführung und vegetationsfrei. Die Flachsrösten im zentralen Bereich mit staufeuchtem Birken- und Birken-Eichenwald sind dauerhaft wasserführend. Hier finden sich an aufgelichteten Stellen Anklänge an Feuchtheidevegetation und Torfmoospolster. Das Gebiet erlangt eine besondere Bedeutung als Relikt nährstoffarmer und staufeuchter Vegetation, die sich noch in das angrenzende Militär-Depot hinein fortsetzt, welches die beiden Teilflächen des NSG verbindet. Daneben ist es eines der wichtigsten Amphibienvorkommen in Mönchengladbach und ein bedeutendes Kulturdenkmal (Flachsrösten). Im Rahmen der landesweiten Biotopvernetzung von Waldgebieten ist das Gebiet Bestandteil einer nördlich von Mönchengladbach verlaufenden Biotopverbundachse. Das Schutzziel ist der Erhalt und die ökologische Entwicklung eines naturnahen Eichen-Birken-Waldes auf nährstoffarmrem, z. T. staunassem Standort, der Erhalt und die Wiederherstellung der mageren Kernbereiche mit Feuchtheide sowie der Erhalt und die Verbesserung der Kleingewässerkomplexe.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (21,27 ha)
  • Dystrophe Seen und Teiche <3160> (0,02 ha)
  • Feuchte Heiden des nordatlantischen Raums mit Erica tetralix <4010> (0,19 ha)
  • Torfmoor-Schlenken (Rhynchosporion) <7150> (0,16 ha)
  • Feuchtheiden <NDB0> (0,38 ha)
  • Nass- und Feuchtgrünland incl. Brachen <NEC0> (0,25 ha)
  • Stillgewässer <NFD0> (0,55 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichenwald <AB0> (4,21 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (0,33 ha)
  • Birken-Eichenmischwald <AB2> (12,34 ha)
  • Birkenwald <AD0> (0,85 ha)
  • Eichen-Birkenmischwald <AD1> (1,53 ha)
  • Sonstiger Laubmischwald einheimischer Arten (ohne dominante Art) <AG2> (0,38 ha)
  • Roteichenwald <AO0> (0,18 ha)
  • Wald, Jungwuchs <AU1> (0,49 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,44 ha)
  • Zwergstrauch-Feuchtheide <DB1> (0,19 ha)
  • Pfeifengras-Feuchtheide <DB2> (0,38 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,16 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (0,25 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (0,54 ha)
  • Tuempel (periodisch) <FD1> (0,01 ha)
  • Moorblaenke, Moortuempel <FE2> (0,18 ha)
  • Acker <HA0> (0,02 ha)
  • Trockene Hochstaudenflur, flaechenhaft <LB2> (0,02 ha)
  • Feld-, Wirtschaftsweg, befestigt <VB1> (0,18 ha)
  • Rad-, Fussweg <VB5> (0,14 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Asch-Weide Sa. (Salix cinerea)
  • Aufsteigende Gelb-Segge (Carex demissa)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Blutbuche (Fagus sylvatica fo. purpurea)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Braunes Schnabelried (Rhynchospora fusca)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Echte Glockenheide (Erica tetralix)
  • Englischer Ginster (Genista anglica)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Sumpfsimse Sa. (Eleocharis palustris agg.)
  • Gemeiner Froschloeffel (Alisma plantago-aquatica)
  • Gemeiner Moor-Baerlapp (Lycopodiella inundata)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Glieder-Binse (Juncus articulatus (subsp. articulatus))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hasenpfoten-Segge (Carex leporina)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Hunds-Straussgras (Agrostis canina)
  • Kleinbluetiges Springkraut (Impatiens parviflora)
  • Kleine Wasserlinse (Lemna minor)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Knaeuel-Binse (Juncus conglomeratus)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Pillen-Segge (Carex pilulifera (subsp. pilulifera))
  • Rot-Eiche (Quercus rubra)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schmalblaettriger Rohrkolben (Typha angustifolia)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Schwimmendes Laichkraut (Potamogeton natans)
  • Sparrige Binse (Juncus squarrosus)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
  • Sumpfquendel (Peplis portula)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Weide unbestimmt (Salix spec.)
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
  • Zwiebel-Binse (Juncus bulbosus)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und ökologische Entwicklung eines naturnahen Eichen-Birken-Waldes auf nährstoffarmrem, z. T. staunassem Standort
Erhalt und Wiederherstellung der mageren Kernbereiche mit Feuchtheide
Erhalt und Verbesserung der Kleingewässerkomplexe
Gefährdungen:
  • Eutrophierung
  • Hochspannungsleitung
  • Muellablagerung
  • Umwandlung in Hochwald (FW)
Maßnahmen:
  • Auf den Stock setzen, abschnittsweise
  • Beseitigung von Muell
  • Entbuschen einer Flaeche
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
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