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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Forstbachtal (MH-016)

Objektbezeichnung:

NSG Forstbachtal

Kennung:

MH-016

Ort: Muelheim an der Ruhr
Kreis: Muelheim an der Ruhr
Bezirksregierung: Düsseldorf
Digitalisierte Fläche: 34,49 ha
Offizielle Fläche: 34,60 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als NSG erfolgt gemaess Paragraph 20 a), b) und c) LG,
insbesondere

- Zur Erhaltung und Entwicklung des naturnahen Fliessgewaessers und seiner naturnahen
Quellgebiete,
- Zur Wiederherstellung eines durchgaengigen natuerlichen Gewaesserlaufes,
- Zur Erhaltung und Entwicklung der naturnahen und seltenen Feucht- und Nassstandorte
und der damit verbundenen, in NRW gefaehrdeten Biotoptypen,
- Zur Erhaltung und Wiederherstellung von naturnahen Laubwaeldern auf Hangflaechen,
- Wegen des Vorkommens von in NRW gefaehrdeten oder bedrohten Tier- und Pflanzenarten
und Pflanzengesellschaften,
- Wegen der Bedeutung des Gebietes fuer den lokalen Biotopverbund,
- Zur Erhaltung eines Reliktes baeuerlicher Kulturlandschaft.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4507-0067
Kennung:

BK-4507-0067

Objektbezeichnung:

NSG Forstbachtal

Link zur Karte: BK-4507-0067
Objektbeschreibung: Das Gebiet befindet sich im Osten Mülheims oberhalb der Ruhr. Es umfasst ein Bachsystem (GB), das in einem mäßig steilen Tal zur westlich gelegenen Ruhr hin entwässert. Ein kleiner Teil des Tales ist mit Buchenwald bestanden, der Rest ist grünlandgenutzt. Am Talgrund befinden sich Auenwaldreste sowie zwei Teiche. Im oberen Bereich des Tales liegen einige Flächen mit Feuchtgrünland (GB). Mehrere Quellbäche in schmales Seitentälchen münden in das Haupttal. Angrenzend liegen intensiv genutzte Ackerflächen. Wertbestimmend ist der gesamte Biotopkomplex mit seinem naturnahen Bachlauf im weitgehend grünlandgenutzten Tal, den Feucht- und Auenbereichen sowie den Waldresten als wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet ist daher hoch repäsentativ und somit schützenswert im Sinne der Schutzzielkonzeption für den Naturraum. Beeinträchtigungen sind durch intensive Beweidung, Düngerdrift von angrenzenden Flächen sowie durch Neophytenausbreitung zu erkennen. Das Gebiet hat wichtige Funktion im Verbund grünlandgenutzter Bachtäler am Unterlauf der Ruhr und hat als Vernetzungsbiotop für zahlreiche gefährdete Pflanzen- und Tierarten eine herausragende Bedeutung im Biotopverbund.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (2,00 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete waermeliebende Waelder (nicht FFH-LRT) <NAB0> (4,30 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Auenwaelder (nicht FFH-LRT) <NAX0> (6,48 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Gehoelzstrukturen <NB00-ung.> (0,02 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (0,30 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,21 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (14,64 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (1,48 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,25 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,07 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (1,65 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fels- und Rohbodenstandorte (nicht FFH) <NGA0-ung.> (0,21 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Obstbaumbestaende <NHK0> (6,48 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Bruch- und Sumpfwaelder (0,02 ha)
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,36 ha)
  • Quellbereiche (0,03 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (0,28 ha)
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (2,00 ha)
  • Eichenwald <AB0> (4,30 ha)
  • Pappelwald auf Auenstandort <AF2> (6,48 ha)
  • Baumgruppe <BF2> (0,30 ha)
  • Einzelbaum <BF3> (0,21 ha)
  • Fettweide <EB0> (12,54 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (1,20 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (2,10 ha)
  • Teich <FF0> (0,25 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <FK2> (0,04 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (1,29 ha)
  • natuerlicher Kalkfels <GA1> (0,21 ha)
  • Streuobstweide <HK3> (6,48 ha)
  • Ufergehoelz <yBE0> (0,02 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (0,28 ha)
  • Quelle, Quellbereich <yFK0> (0,03 ha)
  • Bach <yFM0> (0,36 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense (subsp. arvense))
  • Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis)
  • Birnbaum (Pyrus communis)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grau-Pappel (Populus canescens (P. alba x tremula))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Holz-Apfel (Malus sylvestris)
  • Japan-Staudenknoeterich (Fallopia japonica)
  • Knaeuel-Binse (Juncus conglomeratus)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
  • Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia)
  • Rot-Eiche (Quercus rubra)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Scharbockskraut (Ficaria verna)
  • Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris)
  • Schlank-Segge (Carex acuta)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Entwicklung eines naturnahen Bachtales als Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.
Gefährdungen:
  • Duengerdrift (LW)
  • Einwanderung, Ausbreitung Neophyten
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Trittschaeden
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Duengung
  • extensive Beweidung
  • Neophyten beseitigen
  • Vegetationskontrolle
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