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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Quellenhang in der Lintorfer Mark (MH-017)

Objektbezeichnung:

NSG Quellenhang in der Lintorfer Mark

Kennung:

MH-017

Ort: Muelheim an der Ruhr
Kreis: Muelheim an der Ruhr
Bezirksregierung: Düsseldorf
Digitalisierte Fläche: 103,90 ha
Offizielle Fläche: 104,00 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als NSG erfolgt gemaess Paragraph 20 a), b) und c) LG,
insbesondere

- Zur Erhaltung und Entwicklung eines vielfaeltig strukturierten und durch Quellen gepraegten
Waldgebietes wegen seiner lokalen Bedeutung fuer in NRW gefaehrdete oder bedrohte Tier-
und Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften,
- Zur Erhaltung des Auen- und Bruchwaldes wegen seiner Bedeutung fuer in NRW gefaehrdete
oder bedrohte Tier- und Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften,
- Zur Erhaltung der Hangquellen wegen ihrer wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und
erdgeschichtlichen Bedeutung.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4606-0005
Kennung:

BK-4606-0005

Objektbezeichnung:

Broich-Speldorfer Wald südlich des Golfplatzes

Link zur Karte: BK-4606-0005
Objektbeschreibung: Der "Broich-Speldorfer Wald" (südlich des Golfplatzes) stellt ein geschlossenes Waldgebiet auf zumeist sandigem Substrat dar. Es wird durch die Autobahn 3 in zwei Bereiche geteilt. Unter Ausschluss eines kleinen Eichen-Buchenwäldchens im Norden, entspricht die Fläche der NSG-Abgrenzung "Quellenhang in der Lintorfer Mark". Mehrere Gräben und einige temporär wasserführende Bäche entwässern das Gebiet nach Südwesten. Entsprechend der Standortverhältnisse setzen sich die Waldbestände sehr unterschiedlich zusammen. Auf Böden mit hohem Grundwasserstand finden sich überwiegend Erlen, Moorbirken und/oder Hainbuchen, während die grundwasserfernen Standorte zumeist von Buchenbeständen eingenommen werden. Örtlich sind Stiel-Eichen beigemischt oder Rot-Eichenbestände anzutreffen. Nur lokal . insbesondere im Nordwesten . treten verstärkt Nadelhölzer in Erscheinung. Eine Altlastenverdachtsfläche wurde hier vor längerer Zeit mit Lärchen aufgeforstet. Angrenzend befinden sich neben weiteren Lärchen- auch Kiefernforste. In weiten Teilen des Gebietes lassen sich Störzeiger wie Adlerfarn und Brombeere in der Krautschicht verzeichnen. So auch in einem kleinen Moorbirken-Bruchwald nahe der A3. Hervorzuheben sind einige kleinflächige Erlen-Sumpfwälder sowie der Einzugsbereich des "Tenter Grabens". Neben einem kleinen hallenwaldartigen Buchenbestand findet sich hier ein großflächiger Hainbuchen-Eichenwald mit zumeist gut ausgebildeter Krautschicht. Anhand der Artenkombinationen lässt sich der Bestand als Stellario-Carpinetum loniceretosum, also die nährstoff- und basenarme Ausbildung der Eichen-Hainbuchenwälder, charakterisieren. Im dicht besiedelten Ruhrgebiet stellt der "Broich-Speldorfer Wald" einen wertvollen Lebensraum für viele waldbewohnende Tier- und Pflanzenarten dar. Insbesondere dem Erhalt der naturnahen Eichen-Hainbuchen und Eichen-Buchenwälder kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Die Entwicklungsmaßnahmen sollten sich auf die Optimierung der Sumpf- und Bruchwälder sowie eine naturnahe Waldbewirtschaftung konzentrieren. Zur Steigerung der strukturellen Vielfalt, ist weiterhin eine Erhöhung der Tot- und Altholzanteile anzustreben. Das Gebiet hat für zahlreiche gefährdete Pflanzen- und Tierarten eine herausragende Bedeutung im Biotopverbund.
Lebensraumtypen:
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (14,40 ha)
  • Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum] <9160> (11,20 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (24,30 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moor- und Bruchwaelder (nicht FFH-LRT) <NAC0> (1,65 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Auenwaelder (nicht FFH-LRT) <NAX0> (2,51 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,02 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,12 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Auwaelder (1,35 ha)
  • Bruch- und Sumpfwaelder (2,46 ha)
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,12 ha)
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,02 ha)
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (5,60 ha)
  • Eichenwald <AB0> (3,00 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (6,70 ha)
  • Erlenwald <AC0> (10,00 ha)
  • Erlen-Sumpfwald <AC6> (0,05 ha)
  • Birkenwald <AD0> (4,50 ha)
  • Eichen-Birkenmischwald <AD1> (3,00 ha)
  • Birken-Bruchwald <AD4> (0,30 ha)
  • Pappelmischwald <AF1> (0,50 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (0,50 ha)
  • Fichtenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AJ1> (0,50 ha)
  • Kiefernwald <AK0> (11,00 ha)
  • Kiefernmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AK1> (2,20 ha)
  • Roteichenwald <AO0> (11,00 ha)
  • Hainbuchenwald <AQ0> (0,50 ha)
  • Eichen-Hainbuchenmischwald <AQ1> (1,00 ha)
  • Laerchenwald <AS0> (3,30 ha)
  • Kahlschlagflaeche <AT1> (1,00 ha)
  • Aufforstung <AU0> (8,90 ha)
  • Tuempel (periodisch) <FD1> (0,01 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (4,40 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <xAA1> (10,00 ha)
  • Hainbuchen-Eichenmischwald <xAB9> (11,20 ha)
  • Erlen-Bruchwald <yAC4> (2,46 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <yAC5> (1,35 ha)
  • Tuempel (periodisch) <yFD1> (0,02 ha)
  • Bach <yFM0> (0,12 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Behaarte Segge (Carex hirta)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echte Zaunwinde (Calystegia sepium)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flatter-Ulme (Ulmus laevis)
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fruehlings-Hainsimse (Luzula pilosa)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Hybridpappel-Kultursorte (Populus canadensis (cvar. marilandica))
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rot-Eiche (Quercus rubra)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Scharbockskraut (Ficaria verna)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Labkraut Sa. (Galium palustre s.l.)
  • Sumpf-Reitgras (Calamagrostis canescens)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
Tierarten:
  • Grasfrosch (Rana temporaria)
Schutzziele: Erhalt und Entwicklung grundwasserbeeinflusster Eichen-Hainbuchen- und Sumpfwälder.
Gefährdungen:
  • Entwaesserungsgraeben
  • Muellablagerung, Gartenabfall
  • Stoerungs-, Eutrophierungszeiger
  • Zerschneidung durch Strassenbau
Maßnahmen:
  • Entwaesserungsgraeben verfuellen, schliessen
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • kein Gewaesserausbau
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
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