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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Weher Fledder (MI-010)

Objektbezeichnung:

NSG Weher Fledder

Kennung:

MI-010

Ort: Rahden
Kreis: Minden-Luebbecke
Bezirksregierung: Detmold
Digitalisierte Fläche: 66,76 ha
Offizielle Fläche: 67,08 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 1989
Inkraft: 2011
Außerkraft: 2031
Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt
a) zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung regional bedeutsamer Lebensräume und
Lebensstätten seltener und gefährdeter sowie landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzenarten,
insbesondere zur Erhaltung und Entwicklung vorhandenen Nass- und Feuchtgrünlandes und der
Gräben mit dem Vorkommen feuchtwiesentypischer Pflanzenarten und -gesellschaften sowie
teilweise artenreicher Vegetationsbestände und zum Erhalt dieses durch Baum und Gehölzreihen
geprägten, strukturreichen und gut ausgebildeten Biotopkomplexes mit hohem Entwicklungspo-
tential.
Insbesondere aufgrund der vorhandenen Grünlandflächen besitzt das Gebiet eine besondere
Funktion als Lebensraum und Trittsteinbiotop für Wiesenvögel und stellt damit einen wichtigen
Bestandteil des regionalen Biotopverbundes dar.
Weitergehende Zielsetzung der Unterschutzstellung ist eine Optimierung und Wiederherstellung
des Gebietes als Feuchtwiesengebiet mit artenreichen Lebensräumen.

b) aus wissenschaftlichen, landeskundlichen und naturgeschichtlichen Gründen, insbesondere
zur Erhaltung schutzwürdiger Gleye, Nassgleye und Anmoorgleye mit hohem Entwicklungspotential;

c) wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit dieses grünlandge-
prägten Gebietes innerhalb des Naturraums der Diepholzer Moorniederung, dessen Landschafts-
bild durch geradlinige verlaufende Baumreihen und Wassergräben einen besonderen Charakter
aufweist.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-3517-0063
Kennung:

BK-3517-0063

Objektbezeichnung:

NSG Weher Fledder

Link zur Karte: BK-3517-0063
Objektbeschreibung: Das NSG Weher Fledder liegt in der intensiv genutzen Kulturlandschaft nordöstlich von Wehe. Es beinhaltet überwiegend frisches und feuchtes Grünland, das meist intensiv genutzt wird und relativ artenarm ist. Im Osten liegen großflächige Weiden mit wenigen Feuchtezeigern. Im Südosten liegt eine weniger intensiv genutzte feuchte Weide mit Flutrasenresten. Das gesamte Gebiet wird von zahlreichen entwässernden Gräben mit z.T artenreicher Feuchtwiesenvegetation durchzogen. Straßen und z.T Gräben werden gesäumt von Pappeln, Erlen und Birken. Das Gebiet zeichnet sich durch überwiegend intensiv genutztes Grünland aus, das sich bei extensiverer Bewirtschaftung und verminderter Entwässerung zu artenreichem Grünland entwickeln kann. Das NSG ist ein wichtiger Teil des regionalen Biotopverbundes mit (feuchten) Grünlandflächen für die speziell hieran angepasste Vogelwelt.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,15 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (22,28 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (1,57 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Baumreihe <BF1> (0,15 ha)
  • Fettwiese, Neueinsaat <EA3> (7,00 ha)
  • Fettweide <EB0> (9,50 ha)
  • frische bis maessig trockene Maehweide <EB2> (15,00 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <EC1> (1,66 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (20,43 ha)
  • Flutrasen <EC5> (0,19 ha)
  • Graben <FN0> (1,21 ha)
  • Graben mit extensiver Instandhaltung <FN3> (0,36 ha)
  • Acker <HA0> (5,60 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Breit-Wegerich (Plantago major)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brennender Hahnefuss (Sa.) (Ranunculus flammula agg.)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden Sa. (Glyceria fluitans agg.)
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Gemeine Sumpfsimse (Eleocharis palustris)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gemeines Rispengras (Poa trivialis (subsp. trivialis))
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Hasenpfoten-Segge (Carex leporina)
  • Kletten-Labkraut Sa. (Galium aparine agg.)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi (subsp. flos-cuculi))
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rasen-Schmiele Sa. (Deschampsia cespitosa agg.)
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Spaetbluehende Traubenkirsche (Prunus serotina)
  • Sumpf-Blutauge (Comarum palustre)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Labkraut Sa. (Galium palustre s.l.)
  • Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Weisses Straussgras Sa. (Agrostis stolonifera agg.)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Wiesen-Lieschgras Sa. (Phleum pratense agg.)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesenfuchsschwanzgras (Sa.) (Alopecurus pratensis agg.)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Entwicklung des Grünlandes, Erhalt der strukturreichen Landschaft mit Baumreihen.
Gefährdungen:
  • Duengung, zu intensiv (LW)
  • Entkrautung zur Gewaesserunterhaltung
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Gruenlandbewirtschaftung, Mahd zu intensiv (LW)
  • Gruenlandbewirtschaftung, zu intensive Duengung (LW)
  • Pflegeumbruch (LW)
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Gruenland anlegen, wiederherstellen
  • keine Duengung
  • Wiedervernaessung
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