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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Auf dem Giebel (MK-019)

Objektbezeichnung:

NSG Auf dem Giebel

Kennung:

MK-019

Ort: Altena
Kreis: Maerkischer Kreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 4,87 ha
Offizielle Fläche: NaN ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 1949
Inkraft: 1968
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20a,c

- landschaftlich reizvoll,
- Heidevorkommen mit Wacholder, z.T. seltene Bodenpflanzen.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4612-901
Kennung:

BK-4612-901

Objektbezeichnung:

NSG Auf dem Giebel

Link zur Karte: BK-4612-901
Objektbeschreibung: Das NSG Auf dem Giebel liegt etwa 1 km noerdlich von Dahle. Es handelt sich um zwei in ihrer Vegetation stark unterschiedliche Teilgebiete. Das oestliche Teilgebiet ist eine degradierte Wacholderheide auf einem schwach nach Suedwesten geneigten Hang. Die Vegetationsdecke wird ueberwiegend aus azidophilen Gras- und Krautarten gebildet, in die einzelne Wacholder und kleinere Wacholdergebuesche eingebettet sind. Im Norden befinden sich kleinere Birkengruppen und jeweils eine aeltere Eiche und Buche. Der Laubholzanflug in der Heide ist noch gering. Um in dem dichten Gras-Krautfilz eine natuerliche Verjuengung des Wacholders zu foerdern, wurde an mehreren Stellen der Oberboden abgeschuerft. Das westliche Teilgebiet besteht aus einer von einem Trampelpfad durchzogenen Talmulde mit sanft nach Sueden bzw. Norden ansteigenden, bewaldeten Haengen. In Muldenlage stockt ein junger, teilweise abgestorbener Espenbestand, vereinzelt mit Feuchtezeigern im Unterwuchs. Am Suedhang waechst ein altersheterogener Eichen-Birkenmischwald mit lokal hoeheren Anteilen an Espen und Ebereschen. Im Unterwuchs dominiert die Drahtschmiele. Ein Bereich ist verlichtet und reich an Honiggras. Am Nordhang stockt ein Eichenmischwald im mittleren Baumholzalter. Beigemengt sind teils Waldkiefer oder Fichte, teils Birke und Eberesche. Der Unterwuchs ist unterschiedlich entwickelt. Nahe der Mulde waechst ein Wacholderstrauch. Am Ostrand des Gebietes befindet sich ein kleiner, torfmoosreicher Quellsumpf mit dem Sumpf-Veilchen. Im Gebiet liegen einige kleine, mit Laubstreu bedeckte Vertiefungen (Bombentrichter?), die vermutlich temporaer Wasser fuehren. Den Untergrund der beiden Gebiete bilden Schiefer und Grauwackensandsteine des Mitteldevons. Sie verwittern zu einem gelbgrauen, lehmigen aber naehrstoffarmen Boden. Alle Tierarten entstammen der Literatur bzw. aelteren Kartierungen. Biotoptypen nach Paragraph 20c BNatSchG: Quellsumpf / Wacholderheide
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
  • Quellbereiche (0,10 ha)
  • Zwergstrauch-, Ginster-, Wacholderheiden (0,96 ha)
Biotoptypen:
  • Eichenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AB3> (0,29 ha)
  • Nadelbaum-Eichenmischwald <AB5> (1,20 ha)
  • Eichen-Birkenmischwald <AD1> (1,92 ha)
  • Sonstiger Laubwald aus einer einheimischen Laubbaumart <AG0> (0,19 ha)
  • Baumgruppe <BF2> (0,05 ha)
  • Einzelbaum <BF3> (0,05 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (0,05 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Wacholder-Heide <yDA4> (0,96 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (0,10 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea (subsp. vitis-idaea))
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Siebenstern (Trientalis europaea)
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Veilchen (Viola palustris (subsp. palustris))
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Wacholder (Juniperus communis)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Weiches Honiggras (Holcus mollis (subsp. mollis))
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
Tierarten:
  • Amsel (Turdus merula)
  • Bergmolch (Triturus alpestris)
  • Buchfink (Fringilla coelebs)
  • Fadenmolch (Triturus helveticus)
  • Geburtshelferkroete (Alytes obstetricans)
  • Gemeine Erbsenmuschel (Pisidium casertanum)
  • Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)
  • Grasfrosch (Rana temporaria)
  • Quellerbsenmuschel (Pisidium personatum)
  • Teichmolch (Triturus vulgaris)
Schutzziele: Erhalt bzw. Wiederentwicklung einer Wacholderheide /
Sicherung eines Quellsumpfes
Gefährdungen:
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • dynamisches Altholzkonzept
  • keine Entwaesserung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • NSG-Erweiterung / vertragliche Regelung
  • Totholz erhalten
  • Vegetationskontrolle
  • Waldmantelentwicklung
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