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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Eschmecke-Hueckenstein (MK-008)

Objektbezeichnung:

NSG Eschmecke-Hueckenstein

Kennung:

MK-008

Ort: Werdohl
Kreis: Maerkischer Kreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 29,47 ha
Offizielle Fläche: 28,50 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 2004
Inkraft: 2004
Außerkraft: 2024
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4712-0004
  • BK-4712-0006
Kennung:

BK-4712-0004

Objektbezeichnung:

Ergänzungsflächen zum FFH-Gebiet "Schluchtwälder im Lennetal" südwestlich Werdohl

Link zur Karte: BK-4712-0004
Objektbeschreibung: Die Biotopkatasterfkläche umfasst drei Teilbereiche, angrenzend an das FFH-Gebiet "Schluchtwälder im Lennetal". Die mittlere Fläche umfasst dabei einen Teil des NSG "Eschmecke-Hückenstein". Die dem NSG zugehörige Teilfläche wird von einem naturnahen Quellbach geprägt, der lokal von Gehölzen gesäumt wird. Beeinträchtigt wird dieser durch einen den Verlauf querenden Weg. Ein bodensaurer Hainsimsen-Buchenwald, der sich im FHH-Gebiet weiter fortsetzt, stockt in der westlich gelegenen Teilfläche. Die östliche Teilfläche wird in der Grundkarte als Nadelbaum-Laubmischwald dargestellt. Im Zuge der Erhaltungszustandskartierung im Wald innerhalb der FFH-Gebiete wurde dieser Bereich nicht begutachtet (s. Bemerkung). Die Flächen stellen als Teilgebiet eines bestehenden Naturschutzgebietes mit naturnahem Quellbach sowie mit bodensaurem Buchenwald als FFH-Lebensraumtyp eine wertvolle Ergänzung zum angrenzenden FFH-Gebiet dar. Naturnahe Waldbewirtschaftung unter Ausrichtung auf die natürliche Waldgesellschaft einschließlich ihrer Nebenbaumarten sowie auf alters- und strukturdiverse Bestände und Förderung der Naturverjüngung aus Arten der natürlichen Waldgesellschaft.
Kennung:

BK-4712-0006

Objektbezeichnung:

NSG Eschmecke-Hückenstein - Lennehang und Bachtal bei Uetterlingsen-Werdohl

Link zur Karte: BK-4712-0006
Objektbeschreibung: Das südwestlich von Werdohl gelegene Gebiet umfasst das NSG "Eschmecke-Hückenstein" sowie eine Teilfläche des FFH-Gebietes "Schluchtwälder im Lennetal". Der nach Norden bis Nordosten exponierte und sehr steile Prallhang der Lenne ist überwiegend mit kleinflächig wechselnden Laub-, Nadel- und Laub-Nadel-Mischwäldern bestockt, die teils von Fichten, von Lärchen, von Buchen oder von Edellaubhölzern dominiert werden. Am Hang treten vereinzelt kleinere Felsköpfe und -rippen hervor. Sie sind teilweise von Schlucht-/Hangmischwäldern aus Bergahorn, Sommerlinde, Esche, Bergulme u.a. umgeben. Innerhalb der Fläche existieren im Ostteil zwei Forstwege, die aufgrund der Hangneigung rasch enden. Im Mittelteil gibt es einige hangabwärts verlaufenden Windwurf-Schneisen. Im Westen der Fläche befindet sich ein etwa 1km langer Bachlauf mit Nebenarm, der in NO Richtung fließt und bei Werdohl in die Lenne mündet. Das Bachbett ist insbesondere im Unterlauf tief eingeschnitten und von z.T. sehr steilen Ufern begleitet. An Aufweitungen stehen vereinzelt etwa 100 Jahre alten Buchen und Stieleichen sowie meist mehrstämmige, aus dem Stock treibende Schwarzerlen, Hainbuchen und Eschen. Das anstehende Gestein besteht aus Sandstein und Grauwacke. Das Bachbett wechselt zwischen relativ geraden Strecken im festen Gestein und mäandrierendem Lauf in Sedimenten. Entlang des Baches ist der Hang in unterschiedlichen Anteilen bestanden mit Laub- bzw. Laub-Misch- und z.T. Fichtenkulturen. Der Bach wird über weite Strecken beidseitig von einem geschotterten Forstweg begleitet. Der Komplex aus bodensauren Buchenwäldern, gefährdeten, von Felsen durchsetzten Schlucht- und Hangmischwäldern sowie der naturnahen Quellbäche, ist in seiner engen Verzahnung und gutem Erhaltungszustand von überregionaler Bedeutung. Naturnahe Waldbewirtschaftung unter Ausrichtung auf die natürliche Waldgesellschaft einschließlich ihrer Nebenbaumarten sowie auf alters- und strukturdiverse Bestände und Förderung der Naturverjüngung aus Arten der natürlichen Waldgesellschaft.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (16,09 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald <9110> (5,38 ha)
  • Schlucht- und Hangmischwälder <9180> (2,23 ha)
  • Erlen-Eschen- und Weichholz-Auenwälder <91E0> (3,05 ha)
  • Laubwälder ausserhalb von Sonderstandorten <NA00> (1,47 ha)
  • Fließgewässer <NFM0> (0,53 ha)
  • Felsen <NGA0> (0,33 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (4,74 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (0,64 ha)
  • Eichenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AB3> (1,47 ha)
  • Sonstiger Laubwald aus einer einheimischen Laubbaumart <AG0> (2,09 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (11,00 ha)
  • Bachbegleitender Eschenwald <AM2> (3,05 ha)
  • Ahorn-Schlucht- bzw. Hangschuttwald <AR2> (2,23 ha)
  • Windwurfflaeche <AT2> (2,70 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,29 ha)
  • Bach <FM0> (0,53 ha)
  • natuerlicher Silikatfels <GA2> (0,33 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Baumhasel (Corylus colurna)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ulme (Ulmus glabra)
  • Bergfarn (Thelypteris limbosperma)
  • Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Buchenfarn (Phegopteris connectilis)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fichte (Picea abies)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gemeiner Tuepfelfarn (Polypodium vulgare)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schoenes Frauenhaarmoos (Polytrichum formosum)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Sommer-Linde (Tilia platyphyllos)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Trauben-Eiche (Sa.) (Quercus petraea agg.)
  • Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Schwingel (Festuca altissima)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Wechselblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium)
  • Weide unbestimmt (Salix spec.)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz und Pflege eines naturnahen Baches. Entwicklung eines tot- und altholzreichen Hainsimsen-Buchenwaldes als Repräsentant der potentiell natürlichen Vegetation.Schutz und Pflege eines naturnahen Baches mit bachbegleitendem Erlen-Eschenwald. Entwicklung eines artenreichen Hangmischwaldes mit natürlichen Felsbildungen.
Gefährdungen:
  • Muellablagerung
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • Beseitigung von Muell
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • kein Kahlschlag
  • lebensraumtypische Baumarten foerdern
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Naturverjuengung nicht lebensraumtypischer Gehoelze entnehmen
  • Vermeidung Eutrophierung
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