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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Auf der Humpfert (MK-054)

Objektbezeichnung:

NSG Auf der Humpfert

Kennung:

MK-054

Ort: Iserlohn
Kreis: Maerkischer Kreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 3,73 ha
Offizielle Fläche: 3,90 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1995
Inkraft: 1997
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4611-0180
Kennung:

BK-4611-0180

Objektbezeichnung:

NSG Humpfert

Link zur Karte: BK-4611-0180
Objektbeschreibung: Nördlich der Ansiedlung Schälk, westlich der B 236, im Nordosten von Iserlohn-Letmathe, befindet sich das NSG Humpfert, direkt an der Grenze des Märkischen Kreises zur Stadt Hagen gelegen. Das Naturschutzgebiet setzt sich in Hagen fort. Dort trägt es die Bezeichnung NSG Henkhauser- und Hasselbachtal. Naturräumlich gehört das Gebiet zum Niedersauerland. Auf einem Richtung west- bis südwest exponierten Hang stockt ein Stieleichen-Buchenmischbestand, der Pflanzensoziologisch im Kuppenbereich als Hainsimsen-Buchenwald angesprochen werden kann. Weiter südlich nimmt das Gefälle zu. Hier ist ein großes Vorkommen des Schwertblättrigen Waldvögeleins anzutreffen. Die Anzahl der blühenden Triebe variieren von Jahr zu Jahr stark. Im Jahr 2012 wurden ca. 50 blühende Exemplare, aber mit sehr wenigen Blüten gezählt. Durchschnittlich sind 50-100 blühende Triebe zu finden. Der Buchen-Hochwald weist stellenweise eine dichte Buchen-Naturverjüngung auf, die beginnt die Orchideenstandorte stark zu beschatten. Die Buchen und Eichen bilden einen altersheterogenen Bestand. Auf den karbonischen Gesteinen des Kulm-Plattenkalks und Kulm-Kieselkalks hat sich eine Braunerde entwickelt, der Boden ist z. T. laubstreubedeckt, stellenweise ist die Laubstreu abgeweht. In der spärlich entwickelten Strauchschicht wachsen Buchen, Hülse und Berg-Ahorn. Der Deckungswert der Strauchschicht schwankt von fast fehlend bis üppig entwickelt. Durch das mit Totholz und Baumstubben ausgestattete Gebiet ziehen zwei Trampelpfade. Es handelt sich um eines der größten Vorkommen des Schwertblättrigen Waldvögeleins in NRW und hat daher landesweite Bedeutung. Durch zurückliegende Auflichtung/ Durchforstung ist in dem Kerngebiet die Naturverjüngung stark gefördert worden, die jetzt wiederum die Orchideenstandorte beschatten. Eine vorsichtige Auflichtung der Naturverjüngung ist für die Erhaltung des Standortes der Orchideen erforderlich.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (0,55 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald <9110> (1,44 ha)
  • Orchideen-Kalk-Buchenwald <9150> (1,47 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (1,24 ha)
  • Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AA2> (0,56 ha)
  • Orchideen-Buchenwald <AA5> (1,47 ha)
  • Pappelwald <AF0> (0,19 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Bastard-Wald-Veilchen (Viola bavarica (V. reichenbachiana x riviniana))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Bleiche Segge (Carex pallescens)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Geflecktes Johanniskraut (Hypericum maculatum)
  • Gemeine Waldrebe (Clematis vitalba)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Gartenform) (Lamium galeobdolon var. variegatum)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa)
  • Langblaettriges Waldvoegelein (Cephalanthera longifolia)
  • Mauerlattich (Mycelis muralis)
  • Nestwurz (Neottia nidus-avis)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Trauben-Eiche (Sa.) (Quercus petraea agg.)
  • Wald-Ehrenpreis (Veronica officinalis)
  • Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Veilchen (Sa.) (Viola reichenbachiana agg.)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Weissdorn unbestimmt (Crataegus spec.)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung eines naturnahen Laubwaldes auf Kalk mit gefährdeten Pflanzenarten
Gefährdungen:
  • Beschattung, zu stark
Maßnahmen:
  • Auflichten des Vorwaldes
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