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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Oberes Hasselbachtal (MK-057)

Objektbezeichnung:

NSG Oberes Hasselbachtal

Kennung:

MK-057

Ort: Iserlohn
Kreis: Maerkischer Kreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 2,73 ha
Offizielle Fläche: 4,70 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1995
Inkraft: 1997
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4611-0181
Kennung:

BK-4611-0181

Objektbezeichnung:

NSG Oberes Hasselbachtal

Link zur Karte: BK-4611-0181
Objektbeschreibung: Nördlich der Ansiedlung Schälk, westlich der B 236, im Nordosten von Iserlohn-Letmathe, befindet sich das NSG Oberes Hasselbachtal. Der Bachlauf verlässt nach ca. 600 m Länge den Märkischen Kreis und setzt auf dem Stadtgebiet von Hagen im NSG Henkhauser- und Hasselbachtal seinen Lauf fort. Naturräumlich gehört das Gebiet zum Niedersauerland. Der Quellbereich des Hasselbaches befindet sich in einem tiefen Quellsiepen. Er besteht aus mehreren kleinen Quellaustritten. Die Quellfluren werden vom Gegenblättrigen Milzkraut dominiert. Der naturnahe Bachlauf wird in dem engen Kerbtal von einem schmalen bachbegleitenden Erlen-Eschenwald mit typisch ausgeprägtem Unterwuchs begleitet. An den Hangflanken des Kerbtals stocken größtenteils Laubmischwälder mit Eichen und Buchen. Eine Eschenaufforstung sowie eine alte, lichte Fichtenparzelle weisen Ahorn-Naturverjüngung auf. Alte Buchen- und Eichenbestockung sind stellenweise noch ausgeprägt. Im Norden an der Grenze zur Stadt Hagen befindet sich in der weniger stark eingeschnittenen, sich aufweitenden Aue ein Fichtenforst. Auf der Kreisgrenze mündet ein von Süden kommender Siepen in den Hasselbach, der wiederum Quellvorkommen aufweist. Für den Naturraum Niedersauerland ist das NSG Oberes Hasselbachtal ein typischer Bachoberlauf in einem Mittelgebirgskerbtal. Dieser Lebensraum hat lokale Bedeutung. Die Erhaltung und Wiederherstellung eines naturnahen Fließgewässers in einem bewaldeten Kerbtal haben einen hohen Stellenwert Der Quellbereich des Hasselbaches befindet sich an einer Forstwegegabelung, die auch als Holzlagerplatz genutz wird, nahe eines Wanderparkplatzes. Alte Reisig-, Hausmüll- und Bauschuttablagerungen haben im Naturschutzgebiet für eine Eutrophierung der quellnahen Hangbereiche geführt. Die Entfernung des eingebrachten Materials steht daher im Vordergrund der Optimierungsmaßnahmen. Die Umbestockung der Nadelwandflächen in einen bodenständigen Laubgehölzbestand wird angeraten.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (1,66 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald <9110> (0,13 ha)
  • Erlen-Eschen- und Weichholz-Auenwälder <91E0> (0,92 ha)
  • Quellbereiche <NFK0> (0,01 ha)
  • Fließgewässer <NFM0> (0,01 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (0,13 ha)
  • Eichenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AB3> (0,27 ha)
  • Erlenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AC1> (0,17 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <AC5> (0,92 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (0,51 ha)
  • Fichtenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AJ1> (0,46 ha)
  • Eschenmischwald <AM1> (0,26 ha)
  • Quelle, Quellbereich <FK0> (0,00 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <FK2> (0,00 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (0,01 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Bach-Spatenmoos (Scapania undulata)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Tuepfelfarn (Polypodium vulgare)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Japan-Staudenknoeterich (Fallopia japonica)
  • Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rotschwingel (Festuca rubra)
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schoenes Johanniskraut (Hypericum pulchrum)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Seidelbast (Daphne mezereum)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
  • Trauben-Eiche (Sa.) (Quercus petraea agg.)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
  • Crenobia alpina (Crenobia alpina)
  • Dunkers Quellschnecke (Bythinella dunkeri)
Schutzziele: Erhaltung und Wiederherstellung eines naturnahen Fliessgewässers in einem bewaldeten Kerbtal,
Erhaltung der Quellen und Quellfluren
Gefährdungen:
  • Eutrophierung
  • Muellablagerung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze
  • Verfuellung
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Entfernung von Muellablagerungen
  • Entnahme nicht bodenstaendig-standortgerechter Gehoelze
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Vermeidung Eutrophierung
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