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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Lesmicker-Siepen (MK-102)

Objektbezeichnung:

NSG Lesmicker-Siepen

Kennung:

MK-102

Ort: Meinerzhagen
Kreis: Maerkischer Kreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 6,39 ha
Offizielle Fläche: 6,39 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2000
Inkraft: 2001
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess LG Paragraph 20,
- zur Erhaltung eines gefaehrdeten landschaftstypischen Bachtales
mit naturnahem Bachlauf und bodenstaendiger Laubwaldbestockung
als Lebensraum gefaehrdeter Pflanzen- und Tiergemeinschaften
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4912-0033
Kennung:

BK-4912-0033

Objektbezeichnung:

NSG Lesmicker-Siepen

Link zur Karte: BK-4912-0033
Objektbeschreibung: Zwischen Lesmicke und Badinghagen fliesst der Lesmicker Siepen durch ein bewaldetes Bachtal. Er entsteht in der Hauptsache aus dem Zusammenfluss zweier Quellbaeche, die typische Kerbtaelchen ausgeformt haben. Der Hauptbach fliesst maessig maeandrierend mit geringer Wasserfuehrung und schmaler Sohle durch einen 60- bis 90jaehrigen, farnreichen Eichen-, Hainbuchen-, Erlen-, Ahorn-Mischbestand. Der suedliche Quellbach ist von einem Eichenmischwald mit viel Bergahorn bestockt. Im Quellbereich hat hier ein Fischteich den natuerlichen Wasseraustritt ersetzt. Der noerdliche Quellbach ist ebenfalls mit einem Eichenmischwald bewachsen, Hainbuche und Rotbuche besitzen hier noch groessere Anteile. Er wird von zwei Quellbereichen gespeist, einmal inmitten von Weidegruenland suedwestlich von Lesmicke aus einer kleinen Gelaendemulde, zum anderen in einem noerdlich gelegenen Buchen-Eichenwald aus zwei kleinen Quellkesseln mit eigenen Kerbtaelchen. In dem Kerbtal sind zwei Fischteiche angelegt worden, wobei der oberste nicht mehr genutzt wird und im Begriff ist, zu verlanden. Ebenfalls Verlandungstendenzen zeigt ein weiter talabwaerts liegender, nicht mehr genutzter Fischteich. a = naturnaher Bach mit begleitendem Erlenwald b = Quellkessel mit Sickerquellen
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Bachbegleitender Erlenwald <AC5> (9,10 ha)
  • Grossseggenried <CD0> (0,10 ha)
  • Fettweide <EB0> (0,30 ha)
  • Teich <FF0> (0,20 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (0,10 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,10 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Sumpfsimse (Eleocharis palustris)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Quell-Sternmiere (Stellaria alsine)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
  • Sumpf-Pippau (Crepis paludosa)
  • Sumpf-Reitgras (Calamagrostis canescens)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
  • Dunkers Quellschnecke (Bythinella dunkeri)
  • Waldlaubsaenger (Phylloscopus sibilatrix)
Schutzziele: Erhaltung eines gefaehrdeten und landschaftstypischen Bachtales
als Lebensraum zahlreicher, z.T. gefaehrdeter Tier- und Pflanzenarten
Gefährdungen:
  • Fischerei, Teichbau (FI)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Einstellung der Bewirtschaftung
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
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