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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Lingese-Tal (MK-133)

Objektbezeichnung:

NSG Lingese-Tal

Kennung:

MK-133

Ort: Kierspe
Kreis: Maerkischer Kreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 5,66 ha
Offizielle Fläche: 5,66 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2003
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-MK-00030
  • BK-MK-00033
Kennung:

BK-MK-00033

Objektbezeichnung:

NSG Lingese-Tal

Link zur Karte: BK-MK-00033
Objektbeschreibung: Südlich von Kierspe erstreckt sich zwischen den beiden Siedlungen Lingese und Höhlen ein offenes und feuchtes bis nasses Wiesental, in dem größtenteils naturnah die Lingese fließt. Neben nassen und feuchten Wiesen, Weiden und Brachflächen mit einigen quelligen Bereichen und typischer Vegetation ist der Bach in Teilbereichen von Ufergehölzen geprägt. Der Bach mit seinen Unterwassermoosen hat nationale Bedeutung. Die Nass- und Feuchtgrünländer mit quelligen und sumpfigen Bereichen sind selten und durch die zunehmende Eutrophierung der Landschaft stark gefährdet. Das NSG Lingese-Tal stellt im Rahmen der landes- und kreisweiten Biotopvernetzung von feuchten und nassen grünlandgeprägten Wiesentälern ein wichtiges Element im südlichen Nordrhein-Westfalen dar. Als Hauptentwicklungsziele des Gebietes sind der Erhalt und die Optimierung eines wertvollen Wiesentales mit wertvollen nassen und feuchten Grünlandflächen und Brachen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen sowie des überwiegend naturnahen Mittelgebirgsbaches mit seiner einzigartigen Unterwasservegetation zu sehen. Eine mögliche Eutrophierung des Gebietes ist zu unterbinden. Am Gewässerverlauf sollte der teils vorhandene Uferverbau entfernt werden.
Kennung:

BK-MK-00030

Objektbezeichnung:

NSG Lingese-Tal (siehe unter Allg. Bemerkungen)

Link zur Karte: BK-MK-00030
Objektbeschreibung: Der Lingese-Bach ist ein abschnittsweise (besonders im unteren Bereich) stark maeandierender, naturnaher Mittelgebirgsbach. Seine Sohle ist steinig, stellenweise haben sich in seinem bis zu 4 m breitem Bachbett Steilufer und Kiesbaenke ausgebildet. Darauf wachsen Wasserpfeffer-Knoeterich, Sumpf-Wasserstern, Bachbunge, Kroetenbinse und Sumpf-Vergissmeinnicht. Das Ufer ist steil, die Uferboeschungen sind meist von Gehoelzen bestockt. Am oestlichen Rand der Biotopflaeche zwischen Hoehlen und Oberhof finden sich in einer grossflaechigen flachen Quellmulde ausgedehnte, binsenreiche Feuchtwiesen und -weiden sowie Feuchtgruenlandbrachen, die teilweise mit Weihnachtsbaeumen aufgeforstet worden. Westlich Oberhof waechst auf der schmalen Talsohle eine Feucht- brache, auf deren suedoestlich angrenzender Boeschung ein Gehoelzstreifen stockt. Unterhalb davon stockt kleinflaechig auf dem Talboden ein Fichtenforst. Im anschliessenden Abschnitt verlaeuft der Bach naturnah am rechten Talrand und wird von einem schmalen Erlenwald begleitet. Die angrenzenden Weiden sind hier stark vernaesst. Oestlich der Ortschaft Lingese wird der Bach mit einer Uferbefestigung aus Holz an drei Fischteichen in einem ca. 1 m tiefen Graben vorbei- gefuehrt. Die Fischteiche weisen in ihrem Randbereich kleinflaechig feuchtnasse Hochstaudenfluren auf. Am steilen rechten Talhang findet sich hier eine Magerweide, die in Teilbereichen stark mit Ginster verbuscht ist und, wie auch die Weiden im Talgrund, intensiv mit Pferden beweidet wird. Das Bachtal suedwestlich der Ortschaft Lingese bis zum Klaerwerk wird duch die grossflaechig auftretenden Fettwiesen und -weiden in seinem Charakter bestimmt. Entlang der Strassenboeschung beim Huetteberg stockt ein Gehoelzstreifen, der stellenweise unterbrochen ist. Suedlich des Heedtberges findet sich umgeben von Gruenland und einer Erlenaufforstung eine nicht mehr bewirtschaftete Nassstelle mit einem kleinflaechigen quelligen Flutrasen. Der Talraum oberhalb der Klaeranlage wird ueberwiegend von Erlen- wald bzw. Erlenaufforstungen auf einer Anschuettung eingenommen. Der Bach verlaeuft hier sehr naturnah und wird neben den Erlenwaeldern teilweise auch von feuchten Hochstaudenfluren und Rohrglanzgras- Roehrichten begleitet.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (NaN ha)
  • Fließgewässer mit Unterwasservegetation <3260> (NaN ha)
  • Laubwälder ausserhalb von Sonderstandorten <NA00> (0,16 ha)
  • Sumpf-, Moor- und Bruchwälder <NAC0> (0,45 ha)
  • Auenwälder <NAX0> (0,46 ha)
  • Nass- und Feuchtgrünland incl. Brachen <NEC0> (3,20 ha)
  • Magergrünland incl. Brachen <NED0> (0,24 ha)
  • Fließgewässer <NFM0> (NaN ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • <> (0,46 ha)
  • Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AA2> (0,16 ha)
  • Erlenwald <AC0> (0,17 ha)
  • Erlenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AC1> (0,45 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (0,08 ha)
  • Eschenwald <AM0> (0,06 ha)
  • Kahlschlagflaeche <AT1> (0,18 ha)
  • Gehoelzstreifen <BD3> (0,13 ha)
  • Fettwiese <EA0> (1,13 ha)
  • Fettweide <EB0> (2,99 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <EC1> (2,32 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (0,04 ha)
  • Magerwiese <ED1> (0,24 ha)
  • Magerweide <ED2> (0,34 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (0,83 ha)
  • Teich <FF0> (0,23 ha)
  • Quellbach <FM4> (NaN ha)
  • Mittelgebirgsbach <FM6> (NaN ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Minze (Mentha arvensis)
  • Arznei-Baldrian Sa. (Valeriana officinalis agg.)
  • Asch-Weide (Salix cinerea subsp. cinerea)
  • Aufrechter Igelkolben (Sparganium erectum)
  • Aufsteigende Gelb-Segge (Carex demissa)
  • Bach-Spatenmoos (Scapania undulata)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Bleiche Segge (Carex pallescens)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Buchenfarn (Phegopteris connectilis)
  • Doldiges Habichtskraut (Hieracium umbellatum)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Faden-Binse (Juncus filiformis)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Feld-Hainsimse (Luzula campestris (subsp. campestris))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gaense-Fingerkraut (Potentilla anserina)
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys subsp. chamaedrys)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Gemeine Goldrute (Solidago virgaurea)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
  • Gemeiner Frauenmantel Sa. (Alchemilla vulgaris agg.)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gemeines Ferkelkraut (Hypochaeris radicata (subsp. radicata))
  • Gewelltblaettriges Kriechsternmoos (Plagiomnium undulatum)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Habichtskraut spec. (Hieracium sublactucaceum)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hasenpfoten-Segge (Carex leporina)
  • Hirse-Segge (Carex panicea)
  • Hunds-Straussgras (Agrostis canina)
  • Hunds-Straussgras Sa. (Agrostis canina agg.)
  • Klappertopf (Rhinanthus spec.)
  • Kleinbluetiges Weidenroeschen (Epilobium parviflorum)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Knaeuel-Binse (Juncus conglomeratus)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi (subsp. flos-cuculi))
  • Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Pellia unbestimmt (Pellia spec.)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rippenfarn (Blechnum spec.)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sauerampfer (Rumex acetosa (subsp. acetosa))
  • Schein-Zypergras-Segge (Carex pseudocyperus)
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Spitzlappiger Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stern-Segge (Carex echinata)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Stumpfblaettriger Ampfer (Rumex obtusifolius)
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
  • Sumpf-Pippau (Crepis paludosa)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Sternmiere (Stellaria palustris)
  • Sumpf-Veilchen (Viola palustris (subsp. palustris))
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile)
  • Teufelsabbiss (Succisa pratensis)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Vogel-Wicke (Vicia cracca)
  • Wacholder (Juniperus communis)
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasserpfeffer-Knoeterich (Persicaria hydropiper)
  • Weiches Honiggras (Holcus mollis (subsp. mollis))
  • Weide unbestimmt (Salix spec.)
  • Weissdorn unbestimmt (Crataegus spec.)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Widertonmoos (Polytrichum spec.)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris)
  • Wiesen-Klee (Trifolium pratense)
  • Wiesen-Knoeterich (Bistorta officinalis (subsp. officinalis))
  • Wiesen-Labkraut (Galium mollugo)
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Wiesen-Margerite Sa. (Leucanthemum vulgare agg.)
  • Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis)
  • Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
  • Zittergras-Segge (Carex brizoides)
  • Zwiebel-Binse (Juncus bulbosus)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Entwicklung einer wertvollen Bachtalung mit naturnahem Bach und wertvollen Feucht- und NassgruenlandErhalt und Entwicklung einer wertvollen Bachtalung mit naturnahem Bach und Feucht- und Nassgruenland
Gefährdungen:
  • Angelsport, Fischerei
  • Aufforstung
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Gewaesserausbau
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Muellablagerung
  • Uferbefestigung (WA)
  • Verfuellung
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • kein Gewaesserausbau
  • keine Entwaesserung
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