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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Klief (MK-138)

Objektbezeichnung:

NSG Klief

Kennung:

MK-138

Ort: Nachrodt-Wiblingwerde
Kreis: Maerkischer Kreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 25,68 ha
Offizielle Fläche: 27,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2001
Außerkraft: 2021
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4611-0075
Kennung:

BK-4611-0075

Objektbezeichnung:

Naturschutzgebiet Lennesteilhang Im Klief

Link zur Karte: BK-4611-0075
Objektbeschreibung: Die Steilhänge der Lenne zwischen Nachrodt und Iserlohn Letmathe als Teil der Großlandschaft Sauer- und Siegerland gehören naturräumlich zum Märkischen Oberland. Das "Lennegebirge" wird von sauren Sand- und Tonsteinen der mitteldevonischen Brandenberger Schichten gebildet. Der ostexponierte steile Hangschuttwald oberhalb der Bahnstrecke Siegen-Hagen entlang des Lennetals und des Straßenverlaufes der B236 mit mehreren hervortretenden, den Hang in Abschnitte gliedernden Felsrippen wird von einem von Buchen, Eichen, Hainbuchen und Birken dominierten Mischwald mit Niederwaldcharakter gebildet. Auch Bergahorn und Esche sind vorhanden. Lokal sind einzelne kleine Fichtenparzellen zu finden. Der Niederwaldcharakter zeichnet sich durch mehrstämmige Hainbuchenbestände aus. Stellenweise wechselt der Anteil an Buchen in der Baumschicht. Die Baumschicht ist durch die Niederwaldnutzung und die damit verbundene Förderung der Hainbuche überprägt. Ältere Buchenparzellen sowie eine Buchen-Windwurffäche sind nahe der Kuppenlage vorhanden. Auf den eingestreuten Felsen dominiert die Drahtschmiele die Krautschicht. Stellenweise findet sich in der Krautschicht Waldschwingel sowie Dorniger Wurmfarn, die zu den Hangschuttwäldern vermitteln. Die arten- und strukturreichen, kulturhistorisch wertvollen, durchgewachsenen Niederwaldbereiche dieses Abschnittes der Lennesteilhänge, mit den typisch erhaltenen Felsbildungen sind gemeinsam mit den umgebenden Buchenwaldkomplexen zwischen Letmathe und Altena auch für den Biotopverbund von besonderer Bedeutung. Der Hangwald sollte als naturnaher und strukturreicher Laubmischwald mit zahlreichen Niederwaldrelikten und als Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten erhalten und gefördert werden. Die Nadelholzparzellen sollten in einen Laubholzbestand mit lebensraumtypischen Baumarten umgewandelt werden. Alt- und Totholz sollten im Bestand verbleiben.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (4,45 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald <9110> (10,99 ha)
  • kein LRT <kein LRT> (10,24 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (1,64 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (8,47 ha)
  • Nadelbaum-Buchenmischwald <AA4> (0,87 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (4,45 ha)
  • Fichtenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AJ1> (0,36 ha)
  • Eichen-Hainbuchenmischwald <AQ1> (9,88 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ulme (Ulmus glabra)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Dornfarn Sa. (Dryopteris carthusiana agg.)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Fichte (Picea abies)
  • Fingerkraut unbestimmt (Digitalis spec.)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Trauben-Eiche (Sa.) (Quercus petraea agg.)
  • Wald-Schwingel (Festuca altissima)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Widertonmoos (Polytrichum spec.)
  • Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
  • Wurmfarn Sa. (Dryopteris filix-mas agg.)
Tierarten:
  • Hohltaube (Columba oenas)
Schutzziele: Erhaltung und natürliche Weiterentwicklung der artenreichen und stufigen Laubmischwälder der nach Osten zur Lenne hin exponierten, fels- und klippenreichen Steilhänge
Gefährdungen:
  • Entnahme Altholz (FW)
  • Entnahme Totholz (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Totholz erhalten
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