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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Inhalt:

Naturschutzgebiet (NP-5304-001)

Objektbezeichnung:

Nationalpark Eifel

Kennung:

NP-5304-001

Ort:
Kreis: Aachen
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 10.871,80 ha
Offizielle Fläche: 10.700,00 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 2004
Inkraft: 2004
Außerkraft: 2024
Schutzziel: (1) Der Nationalpark repraesentiert die fuer die noerdliche Eifel typischen natuerlichen
und naturnahen Lebensraeume und Lebensgemeinschaften auf bodensauren Standorten
von der kollinen bis zur montanen Hoehenstufe zwischen 200 m und 600 m. Dies sind
insbesondere unterschiedliche Laubwaelder, Quellgebiete, Fliessgewaesser,
Offenlandbiotope und Felsbildungen.

Schutzzweck ist:

1. Die natuerlichen oder naturnahen Oekosysteme einschliesslich der Boeden und Gesteine
und der sich daraus ergebenden natuerlichen Vielfalt an Lebensraeumen, Tieren und Pflanzen
sowie geomorphologischen Erscheinungsformen zu erhalten oder zu entwickeln und insbesondere
einen vom menschlichen Eingreifen weitgehend ungestoerten Ablauf der natuerlichen Entwicklung
zu gewaehrleisten. In diesem Sinne dient der Nationalpark auch als Referenzflaeche fuer die
Umweltbeobachtung. Ausserdem sind die Voraussetzungen fuer die Selbstregulationsfaehigkeit
der Oekosysteme zu verbessern. Hierzu sind die bisher forstwirtschaftlich gepraegten Waelder
unter Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse kurz- bis mittelfristig einer natuerlichen
Entwicklung zuzufuehren,
2. Die Voraussetzungen fuer eine natuerliche Wiederbesiedlung zwischenzeitlich aus dem Gebiet
ganz oder weitgehend verdraengter Pflanzen- und Tierarten zu schaffen,
3. Die besonders schutzwuerdigen Offenlandbiotope gemaess Nationalparkkarte (Paragraph 2)
zu erhalten und zu pflegen.
(3) Der Nationalpark soll auch

1. Die besondere Eigenart, landschaftliche Schoenheit, Ruhe und Ungestoertheit des Gebietes erhalten,
entwickeln oder wiederherstellen,
2. Die Landschaft wegen ihrer besonderen Bedeutung fuer naturnahe Erholung und das Naturerlebnis
erhalten und entwickeln und dabei die Interessen des Naturschutzes und des Tourismus zusammenfuehren,
3. Wildlebende Tierarten und wildwachsende Pflanzenarten fuer die Nationalparkbesucher erlebbar machen,
4. Kulturhistorisch sowie zeitgeschichtlich wertvolle Flaechen und Denkmaeler erhalten und erlebbar machen,
soweit der Schutzzweck gemaess Absatz 2 nicht entgegensteht.
(4) Weiterer Schutzzweck ist auf der Grundlage von Paragraph 48c Abs. 1 Satz 1, Abs. 2, 3 LG die Bewahrung
oder Wiederherstellung eines guenstigen Erhaltungszustandes im Sinne der Richtlinie 92/43/EWG
(FFH-Richtlinie) der nachfolgend aufgefuehrten natuerlichen Lebensraeume und wildlebenden Tier-
und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse in den in Anlage 3 dargestellten Gebieten von
gemeinschaftlicher Bedeutung:

1. Prioritaere Lebensraumtypen:

- Erlen-Eschen- und Weichholz-Auenwaelder (91E0),
- Schlucht- und Hangmischwaelder (9180),
- Borstgrasrasen im Mittelgebirge (6230),
- Moorwaelder (91 D0).

2. Weitere Lebensraumtypen:

- Hainsimsen-Buchenwald (9110),
- Waldmeister-Buchenwald (9130),
- Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald (9170),
- Fliessgewaesser mit Unterwasservegetation (3260),
- Feuchte Hochstaudenfluren (6430),
- Glatthaferwiesen (6510),
- Berg-Maehwiesen (6520),
- Pfeifengraswiesen (6410),
- Kieselhaltige Schutthalden der Berglagen (8150),
- Silikatfelsen mit ihrer Pioniervegetation (8230),
- Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation (8220),
- Trockene Heidegebiete (4030),
- Moorschlenken-Pioniergesellschaften (7150).

3. Tier- und Pflanzenarten der Anhaenge II und IV der FFH-Richtlinie, wie insbesondere Wildkatze,
Biber, Grosses Mausohr, Wasserfledermaus, Kleine Bartfledermaus, Braunes Langohr,
Mauereidechse, Schlingnatter und Praechtiger Duennfarn, Groppe, Bachneunauge.

(5) Schutzzweck ist darueber hinaus auf der Grundlage von Paragraph 48c Abs. 1 Satz 2 i.V.m. Abs. 3 LG,
fuer die unter die Richtlinie 79/409/EWG (EG-Vogelschutzrichtlinie) fallenden Vogelarten die
Lebensstaetten und Lebensraeume zu erhalten und wiederherzustellen, insbesondere fuer:

- Uhu,
- Wespenbussard,
- Schwarzmilan,
- Rotmilan,
- Schwarzspecht,
- Grauspecht,
- Mittelspecht,
- Neuntoeter,
- Eisvogel.

(6) Weiterer Schutzzweck ist die Erhaltung und Entwicklung der Gewaesser inklusive ihrer Ufer und hier
insbesondere des Urftstausees als Brut-, Ueberwinterungs- und Nahrungshabitat und als wichtiger
Rastplatz fuer stoerungsempfindliche Wat- und Wasservoegel bei ihrem Zug ueber die Mittelgebirge
sowie die Gewaehrleistung der grossraeumigen Wanderbewegungen des Rotwildes.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
Tierarten:
Schutzziele:
Gefährdungen:
Maßnahmen:
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