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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Auf dem Hahne (OE-001)

Objektbezeichnung:

NSG Auf dem Hahne

Kennung:

OE-001

Ort: Finnentrop
Kreis: Olpe
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 3,26 ha
Offizielle Fläche: 3,26 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2003
Inkraft: 2006
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4813-0076
Kennung:

BK-4813-0076

Objektbezeichnung:

NSG Auf dem Hahne

Link zur Karte: BK-4813-0076
Objektbeschreibung: Das NSG Auf dem Hahne, ein kleines, von Wohn- und Gewerbeflächen umgebenes Schutzgebiet bei Attendorn-Heggen, umfasst einen knapp 300 m über NN hohen Massenkalkhügel mit Kalkhalbtrockenrasen, Felsen und einer Karsthöhle. Der Kalkmagerrasen auf dem Hügelrücken wird gelegentlich von Schafen beweidet. Am Fuße einer bis 8 m hoch aufragenden Felswand liegt innerhalb eines Eschenmischwaldes die Wilhelmshöhle, deren Eingang durch einen Zaun versperrt ist. Trotz seiner bescheidenen Flächengröße besitzt das Schutzgebiet eine vielfältige und repräsentative Biotopausstattung für den Naturraum der Attendorn-Elsper-Doppelmulde. Der Kalkmagerrasen ist Habitat gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, durch Versauerung ist er zusätzlich artenreich. Der Rand-Felsen im Süden ragt markant über 20 m über der ehemaligen Steinbruchsohle empor, bewachsen mit typischer Felsvegetation. Kalkmagerrasen, Felsen und Höhle bilden einen repräsentativen Biotopkomplex innerhalb des FFH-Gebietes "Kalkbuchenwälder, Kalkhalbtrockenrasen und -felsen südl. Finnentrop". Erhalt des Kalkmagerrasens durch naturschutzorientierte Pflege und Beweidung und Schutz der Höhle und der Felsen haben in dem kleinen Schutzgebiet höchste Priorität.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (0,30 ha)
  • Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia)(* bes. Bestände mit bemerkenswerten Orchideen) <6210> (1,00 ha)
  • Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation <8210> (0,01 ha)
  • Nicht touristisch erschlossene Höhlen <8310> (0,01 ha)
  • Laubwälder ausserhalb von Sonderstandorten <NA00> (1,62 ha)
  • Schutzwürdige und gefährdete flächige Gebüsche und Baumgruppen <NBB0> (0,20 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eschenwald <AM0> (1,62 ha)
  • Feldgehoelz aus einheimischen Baumarten <BA1> (0,20 ha)
  • Hecke <BD0> (0,30 ha)
  • Kalkhalbtrockenrasen, Kalkmagerrasen <DD0> (1,00 ha)
  • natuerlicher Kalkfels <GA1> (0,01 ha)
  • Hoehle <GE1> (0,01 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Arznei-Thymian (Thymus pulegioides)
  • Aufgeblasenes Leimkraut (Silene vulgaris)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Platterbse (Lathyrus linifolius)
  • Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
  • Dreizahn (Danthonia decumbens)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echter Kreuzdorn (Rhamnus cathartica)
  • Echtes Labkraut Sa. (Galium verum agg.)
  • Eiche (Quercus spec.)
  • Englischer Ginster (Genista anglica)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Faerber-Ginster (Genista tinctoria)
  • Fichte (Picea abies)
  • Fieder-Zwenke (Brachypodium pinnatum)
  • Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera)
  • Geflecktes Johanniskraut (Hypericum maculatum)
  • Gemeiner Dost (Origanum vulgare)
  • Gemeiner Wundklee (Anthyllis vulneraria)
  • Gemeines Kreuzbluemchen (Polygala vulgaris)
  • Gemeines Zittergras (Briza media (subsp. media))
  • Gewoehnliche Akelei (Aquilegia vulgaris agg.)
  • Gewoehnliche Schlehe (Prunus spinosa)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
  • Grosses Schillergras (Koeleria pyramidata (subsp. pyramidata))
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Heide-Labkraut (Galium pumilum)
  • Jakobs Greiskraut (Senecio jacobaea)
  • Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga)
  • Kleiner Odermennig (Agrimonia eupatoria (subsp. eupatoria))
  • Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
  • Nesselblaettrige Glockenblume (Campanula trachelium (subsp. trachelium))
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Pfirsichblaettrige Glockenblume (Campanula persicifolia (subsp. persicifolia))
  • Purgier-Lein (Linum catharticum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)
  • Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa)
  • Stengellose Kratzdistel (Cirsium acaule (subsp. acaule))
  • Wiesen-Bocksbart Sa. (Tragopogon pratensis)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines naturraumtypischen Biotopkomplexes aus Felsen, Höhle und Kalkmagerrasen als Teil eines herausragenden FFH-Schutzgebietes entlang von Lenne und unterer Bigge.
Gefährdungen:
  • Isolationseffekt
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
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