Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Stelborner Klippen (OE-013)

Objektbezeichnung:

NSG Stelborner Klippen

Kennung:

OE-013

Ort: Kirchhundem
Kreis: Olpe
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 2,94 ha
Offizielle Fläche: 3,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 2003
Inkraft: 2004
Außerkraft: 2024
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4814-0045
Kennung:

BK-4814-0045

Objektbezeichnung:

Stelborner Klippen

Link zur Karte: BK-4814-0045
Objektbeschreibung: Vier Felsen mit umgebenden, z.T. auf Blockschutt stockenden Buchen-Eichenwäldern am östlichen Dorfrand von Stelborn. Im Südwesten stehen zwei senkrecht abfallende, bis 10 m hohe Felsen, die von einem kleinen Laubwaldgürtel umgeben sind. Daran schließt sich Fichtenwald an. Oberhalb des querenden Waldweges befindet sich ein z.T. auf Blockschutt stockender Buchen-Eichenwald mit zwei weiteren Felsen. Im Norden ist der Buchenanteil größer, im Osten überwiegen Eichen mit mittlerem bis starkem Baumholz. Am westlich gelegenen Felsen wächst ein Vorkommen des Nordischem Streifenfarnes an südexponierten Felspartien. Nach mdl. Mitt. von Dr. Carsten Schmidt kommt an den Felsen das stark gefährdete Moos Racomitrium obtusum vor, neben der Normalform fo. obtusum (unbegrannt) selten auch die begrannte Form (Racomitrium obtusum fo. trichophorum Frisvoll). Es handelt sich um wertvolle Felsen mit typischer Felsvegetation von internationaler Bedeutung innerhalb strukturreicher, teilweise auf Blockschutt wachsender Eichenmischwälder. Die Biotopfläche gehört zum Biotopverbund des Hundem-Quellbachsystem an dessen Nordrand. Die Wälder sollten naturnah unter Förderung der Eiche bewirtschaftet werden. Die Felsen müssen vor Beschattung geschützt werden, Bäume sind fallweise zu entfernen.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation <8220> (0,21 ha)
  • Laubwälder ausserhalb von Sonderstandorten <NA00> (2,71 ha)
  • Block- und Schutthalden <NGB0> (0,02 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (2,71 ha)
  • natuerlicher Silikatfels <GA2> (0,21 ha)
  • Blockschutt- / Feinschutthalde <GB0> (0,02 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Eiche (Quercus spec.)
  • Fichte (Picea abies)
  • Gemeiner Tuepfelfarn Sa. (Polypodium vulgare agg.)
  • Gemeines Weissmoos (Leucobryum glaucum)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Noerdlicher Streifenfarn (Asplenium septentrionale (subsp. septentrionale))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schafschwingel Sa. (Festuca ovina agg.)
  • Schoenes Kranzmoos (Rhytidiadelphus loreus)
  • Stumpfblatt-Zackenmuetze (Racomitrium obtusum)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Wimpern-Hedwigsmoos (Hedwigia ciliata)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines markanten Fels-Wald-Biotopkomplexes.
Gefährdungen:
  • Beschattung
  • Freizeitaktivitaeten
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
  • Vegetationskontrolle
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.