Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Bamenohl (OE-024)

Objektbezeichnung:

NSG Bamenohl

Kennung:

OE-024

Ort: Finnentrop
Kreis: Olpe
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 2,13 ha
Offizielle Fläche: 2,10 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 2004
Inkraft: 2004
Außerkraft: 2024
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4813-0075
Kennung:

BK-4813-0075

Objektbezeichnung:

NSG Bamenohl (zzgl. Randflächen des FFH-Gebietes)

Link zur Karte: BK-4813-0075
Objektbeschreibung: Das NSG Bamenohl, ein gut 2 ha großes Schutzgebiet auf einem Massenkalk-Bergrücken am Ortsrand von Finnentrop-Bamenohl, wird von einem Hainbuchen-Niederwald bestanden. In der Südhälfte gedeiht ein Kalkhalbtrockenrasen. Der Hainbuchenwald wird von Kleinfelsen durchsetzt. Es dominieren mehrtriebige Stockausschläge mit einem Brusthöhendurchmesser von 0,2 bis 0,25 m. Der angrenzende, langhalmige und artenreiche Kalkmagerrasen weist Übergänge und Durchdringungen zur trockenen Glatthaferwiese auf, durchsetzt von aufkommenden Gehölzen. Die steile Hangzone unterhalb eines Kreuzes ist massiv abgezäunt. Hier stehen einzelne Wacholdersträucher. Hainbuchenwald und Kalkmagerrasen sind naturraumtypische und artenreiche Lebensräume innerhalb der Kalksenken von Attendorn und Elspe. Sie sind weiterhin Zeugen der historischen Landnutzung. Der Kalkmagerrasen beherbergt gefährdete Pflanzenarten wie Gemeiner Wundklee, Gemeines Zittergras und Gewöhnliches Sonnenröschen. Der Wald-Magerrasen-Biotopkomplex des Naturschutzgebietes Bamenohl ist trotz seiner geringen Flächengröße ein bedeutsames und repräsentatives Biotopelement innerhalb des FFH-Gebietes "Kalkbuchenwälder, Kalkhalbtrockenrasen und-felsen südl. Finnentrop". Erhalt des Kalkmagerrasens durch naturschutzzentrierte Pflege und Erhalt des historischen Niederwald-Waldbildes haben in dem kleinen Schutzgebiet höchste Priorität. (s. Allgemeine Bemerkungen)

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia)(* bes. Bestände mit bemerkenswerten Orchideen) <6210> (0,49 ha)
  • Nieder- und Mittelwälder <NAW0> (1,50 ha)
  • Schutzwürdige und gefährdete Gehölzstrukturen <NB00-ung.> (0,11 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Hainbuchenwald <AQ0> (1,50 ha)
  • Gebuesche und Strauchgruppen mit vorwiegend heimischen Straucharten <BB11> (0,11 ha)
  • Kalkhalbtrockenrasen, Kalkmagerrasen <DD0> (0,49 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aehrige Teufelskralle (Phyteuma spicatum)
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Arznei-Thymian (Thymus pulegioides)
  • Aufrechte Trespe (Sa.) (Bromus erectus agg.)
  • Baeren-Lauch (Allium ursinum (subsp. ursinum))
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Breitblaettrige Stendelwurz (Epipactis helleborine)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Dornige Hauhechel Sa. (Ononis spinosa agg.)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Gelb-Segge Sa. (Carex flava agg.)
  • Gemeiner Dost (Origanum vulgare)
  • Gemeiner Wundklee (Anthyllis vulneraria)
  • Gemeines Zittergras (Briza media (subsp. media))
  • Gewoehnliche Akelei (Aquilegia vulgaris agg.)
  • Gewoehnliche Schlehe (Prunus spinosa)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Gewoehnliches Sonnenroeschen (Helianthemum nummularium)
  • Grosses Schillergras Sa. (Koeleria pyramidata agg.)
  • Grosses Zweiblatt (Listera ovata)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Heide-Labkraut (Galium pumilum)
  • Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga)
  • Kleiner Klappertopf (Rhinanthus minor)
  • Kleiner Odermennig (Agrimonia eupatoria (subsp. eupatoria))
  • Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)
  • Mittlerer Wegerich (Sa.) (Plantago media agg.)
  • Rauher Loewenzahn (Leontodon hispidus)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sanikel (Sanicula europaea)
  • Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa)
  • Stattliches Knabenkraut (Orchis mascula)
  • Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wacholder (Juniperus communis)
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wiesen-Margerite Sa. (Leucanthemum vulgare agg.)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines naturraumtypischen Biotopkomplexes aus Kalkmagerrasen und Hainbuchenwald und sensible Pflege durch naturschutzkonforme Nutzung unter Wahrung der historischen Wald- und Vegetationsbilder.
Gefährdungen:
  • Freizeitaktivitaet
  • Isolationseffekt
  • unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Niederwald abschnittsweise auf den Stock setzen
  • Vegetationskontrolle
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.