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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Luehlingsbach-Nettetal (PB-040)

Objektbezeichnung:

NSG Luehlingsbach-Nettetal

Kennung:

PB-040

Ort: Wuennenberg
Kreis: Paderborn
Bezirksregierung: Detmold
Digitalisierte Fläche: 38,40 ha
Offizielle Fläche: 37,00 ha
Flächenanzahl: 3
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1994
Inkraft: 2007
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4517-907
Kennung:

BK-4517-907

Objektbezeichnung:

NSG Luehlingsbach-Nettetal

Link zur Karte: BK-4517-907
Objektbeschreibung: Das Gebiet umfasst Teile der Nette-Aue sowie die Teile der Luehlings- bachaue, die innerhalb des Kreises Paderborn liegen und bereits als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurden. Nach Austritt aus dem Wuennenberger Wald durchfliesst die Nette oestlich der B 480 ein feuchtes Wiesental, das an seinem oestlichen Rand eine Fischteichanlage (intensiv genutzt) aufweist. Die maeandrierende Nette gliedert das Tal mit einem dichten Ufergehoelz. Am suedlichen Auenrand waechst eine maechtige Stieleiche. Nach Kreuzung der B480 fliesst die Nette in einer ca. 100 m breiten nach Westen ausgerichteten Talsohle. Sie besitzt weiterhin einen maeandrierenden Verlauf. Das Bachbett, dass aus Schottern aufgebaut ist, hat sich etwa 1,0 - 1,5 m tief in das Gelaende eingeschnitten. Fast durchgehend wird sie von einem Erlensaum begleitet. In der Talaue dominiert Gruenland auf feuchten bis nassen Standorten, welches zum groessten Teil beweidet wird. Kleinflaechig treten Feuchtgruenlandgesellschaften wie z.B. Knickfuchsschwanzrasen auf. Am noerdlichen Rand des Gebietes "Am Koenigskamp" ist ein groesserer Sumpf-Seggen-Bestand kartiert worden (siehe Gutachten zum Wald-NSG "Leiberger Wald"). Mit Ausnahme kleiner Flaechen wird das das Gebiet der Luehlingsbachaue beweidet. In den Hangbereichen entfaellt der groesste Flaechenanteil auf Fettweiden, die zumindest teilweise durch Entwaesserung ehemaliger Feuchtflaechen gewonnen wurden. Der Bach ist ca. 1-2m breit, maeandrierend und wenig eingeschnitten. Er wird von einem lueckigen Ufergehoelzsaum aus Erlen begleitet. Die mehrstaemmigen Erlen erreichen einen Stammdurchmesser von bis zu 30cm. Die angrenzenden Weideflaechen werden von wenigen seitlichen Zufluessen durchzogen. Auf der Talsohle kommen neben Fettweiden auch grosse Bereiche mit Nassweiden vor. Die einzelnen Bereiche sind seggenreich und weichen in der Artenzusammensetzung nicht wesentlich voneinander ab. Sie unterscheiden sich vor allem in den dominanten Arten, die sich in Abhaengigkeit von der Lage der Flaechen zum Grundwasser und der Beweidungsintensitaet einstellen. Nicht alle Feuchtflaechen werden beweidet, dort bilden sich lokal Grosseggenriede. Der Bachlauf ist weitestgehend fuer das Weidevieh unzugaenglich. Ein Wochenendhaus, Teichanlagen und eine Fichtenparzelle im Tal sind aus der Abgrenzung herausgelassen. Diese Bereiche sollten unbedingt aus der Nutzung genommen werden. Nach Norden hin bildet ein Gebueschsaum streckenweise die Abgrenzung zum Weg. Ausserdem ist im Gebiet eine kleine Pappelreihe enthalten.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (NaN ha)
  • <FFH-LRT> (9,76 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Bachbegleitender Erlenwald <AC5> (3,40 ha)
  • Baumreihe <BF1> (0,42 ha)
  • Fettweide <EB0> (13,58 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (18,25 ha)
  • Fischteich <FF2> (0,42 ha)
  • Bachmittellauf im Mittelgebirge <FM2> (6,37 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Breit-Wegerich (Plantago major)
  • Breitblaettriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Feld-Hainsimse (Luzula campestris (subsp. campestris))
  • Fichte (Picea abies)
  • Fieberklee (Menyanthes trifoliata)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys subsp. chamaedrys)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
  • Grau-Segge (Carex canescens)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Hasenpfoten-Segge (Carex leporina)
  • Hirse-Segge (Carex panicea)
  • Hohe Schluesselblume (Primula elatior)
  • Hunds-Straussgras (Agrostis canina)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Knaeuel-Binse (Juncus conglomeratus)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Kohl(-Kratz)distel (Cirsium oleraceum)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kuemmel-Silge (Selinum carvifolia)
  • Moor-Labkraut (Galium uliginosum)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Quell-Sternmiere (Stellaria alsine)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rotschwingel (Festuca rubra)
  • Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris)
  • Schild-Ehrenpreis (Veronica scutellata)
  • Schmalblaettriger Merk (Berula erecta)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
  • Sumpf-Pippau (Crepis paludosa)
  • Sumpf-Reitgras (Calamagrostis canescens)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Sumpf-Veilchen (Viola palustris (subsp. palustris))
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile)
  • Teufelsabbiss (Succisa pratensis)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Trauben-Trespe (Bromus racemosus)
  • Vielbluetige Hainsimse (Luzula multiflora (subsp. multiflora))
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wasserstern unbestimmt (Callitriche spec.)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Widertonmoos (Polytrichum spec.)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Knoeterich (Bistorta officinalis (subsp. officinalis))
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
  • Baumpieper (Anthus trivialis)
  • Bekassine (Gallinago gallinago)
  • Dorngrasmuecke (Sylvia communis)
  • Goldammer (Emberiza citrinella)
  • Neuntoeter (Lanius collurio)
  • Raubwuerger (Lanius excubitor)
  • Rohrammer (Emberiza schoeniclus)
  • Waldohreule (Asio otus)
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung eines Vielfaeltig durch Feucht- und
Nasswiesen, Grasseggenrieder, Krautfluren, Ufergehoelze, Laubwaelder
und Maeander strukturierten Bachtales mit den an diese Lebensraeume
gebundenen seltenen Tier- und Pflanzenarten
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Duengung
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Trittschaden an Vegetation
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • keine Aufforstung
  • keine Beweidung
  • keine Biozidanwendung
  • keine Duengung
  • keine Entwaesserung
  • Vegetationskontrolle
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