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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Fredlar (SI-041)

Objektbezeichnung:

NSG Fredlar

Kennung:

SI-041

Ort: Bad Berleburg
Kreis: Siegen-Wittgenstein
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 7,68 ha
Offizielle Fläche: 7,70 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1997
Inkraft: 2013
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung des Naturschutzgebietes erfolgt

1. zur Sicherung der natürlichen Weiterentwicklung der Lebensgemeinschaften auf
den Flächen des ehemaligen Steinbruchs von mitteldevonischem Schiefer, insbesondere
der zum Teil noch offenen Schutthalden, der Geröllfelder, der Natursteinmauern,
der Simse und der Felsen;

2. zur Erhaltung der Lebensstätten hier vorkommender, besonders geschützter Pflanzen-
und Tierarten;

3. zur Sicherung eines kulturhistorischen Dokumentes der wittgensteiner Wirtschaftsgeschichte.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4916-047
Kennung:

BK-4916-047

Objektbezeichnung:

NSG Grube Fredlar

Link zur Karte: BK-4916-047
Objektbeschreibung: Der Westhang des Fredlarberges faellt steil nach Westen ab in das Meckhaeuser Tal. Am Unterhang befindet sich ein aufgelassener Tagebau (Steinbruch) des um die Jahrhundertwende betriebenen Dachschieferbergbaus mit bis zu 30 m hohen Felswaenden. Ein Stollen ist durch Sprengung verschlossen. Rings um den Steinbruch, vorwiegend am Hangfuss, finden sich Halden mit Lockergestein. Kennzeichnend fuer den Sekundaerbiotop ist ein Vegetationsmosaik aus Einzelbaeumen, Baumgruppen, Vorwald und Pionier- und Ruderalfluren mit unterschiedlichen Deckungsgraden. Floristisch auffallende Art der offenen Pionierflur ist das Gewimperte Perlgras. Neben ihrer Bedeutung als Sekundaerbiotop kommt der ehemaligen Schiefergrube auch geowissenschaftliche Bedeutung zu. In der hinteren Steinbruchwand sind grauschwarze Tonschiefer (Berleburger Schichten) mit ausgepraegter, steilste- hender Schieferung aufgeschlossen
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (0,63 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (0,70 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (1,39 ha)
  • Fels, Felswand, -klippe <GA0> (0,07 ha)
  • Vegetationsarme Kies- und Schotterflaechen <GF1> (2,78 ha)
  • Halde, Aufschuettung <HF0> (1,39 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Alpen-Ziest (Stachys alpina)
  • Arznei-Thymian (Thymus pulegioides)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Feld-Klee (Trifolium campestre)
  • Fichte (Picea abies)
  • Gemeine Goldrute (Solidago virgaurea)
  • Gemeiner Tuepfelfarn (Polypodium vulgare)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Golddistel (Carlina vulgaris (subsp. vulgaris))
  • Grau-Erle (Alnus incana (subsp. incana))
  • Hasen-Klee (Trifolium arvense (subsp. arvense))
  • Kleinbluetige Koenigskerze (Verbascum thapsus)
  • Kleiner Klee (Trifolium dubium)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Quendelblaettriges Sandkraut (Arenaria serpyllifolia)
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sand-Schaumkresse (Arabidopsis arenosa)
  • Schafschwingel Sa. (Festuca ovina agg.)
  • Schweden-Klee (Trifolium hybridum)
  • Spring-Schaumkraut (Cardamine impatiens)
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Wacholder (Juniperus communis)
  • Wald-Platterbse (Lathyrus sylvestris)
  • Wimper-Perlgras (Melica ciliata)
Tierarten:
  • Schlingnatter (Coronella austriaca)
Schutzziele: Sicherung eines durch Dachschieferbergbau
entstandenen Steinbruchs als vielfaeltig strukturierter
Sekundaerbiotop insbesondere fuer Pionier-Lebensgemeinschaften
und als kulturhistorisches Dokument der Wirtschaftsgeschichte
im Siegerland
Gefährdungen:
  • Freizeitaktivitaeten
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Rekultivierung, unsachgemaess
Maßnahmen:
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • keine Aufforstung
  • Vegetationskontrolle
  • weiterhin keine Bewirtschaftung
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