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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Unterm Kreuz (SI-060)

Objektbezeichnung:

NSG Unterm Kreuz

Kennung:

SI-060

Ort: Burbach
Kreis: Siegen-Wittgenstein
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 40,55 ha
Offizielle Fläche: 40,50 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2002
Inkraft: 2003
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung des Naturschutzgebietes erfolgt zur Erhaltung und zur Wiederherstellungeines
reich strukturierten Abgrabungsgeländes als Lebensraum für zum Teil bedrohte Tier- und Pflanzen-
arten, insbesondere von

- Silikat-Trockenrasen
- Stillgewässern
einschließlich der Vorkommen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten der Magerwiesen
und Stillgewässer sowie zum Erhalt von geologischen Formation (tertiärer Basalt).
Die Festsetzung des Naturschutzgebietes erfolgt außerdem zur Erhaltung und Wiederherstellung
der Vorkommen des Haselhuhns als Art von gemeinschaftlichem Interesse
nach der Vogelschutz-Richtlinie.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5214-061
Kennung:

BK-5214-061

Objektbezeichnung:

Ehemalige Tongruben "Unterm Kreuz"

Link zur Karte: BK-5214-061
Objektbeschreibung: Sehr vielgestaltiges aufgelassenes Tongrubengelaende in Mittelhanglage. Im suedlichen Teil stehen senkrechte, bis 20 m hohe Felswaende an. In Norden befindet sich eine ebenso hohe Abraumhalde, so dass sich eine Ebene auf etwa 520 m ergibt. Auf dieser Ebene liegen aber Aufschuettungen, Felskuppen, Ruecken, Senken mit Flachwasser, Blockhalden, kleinere Abgrabungen und Hohlwege. Hieraus resultiert ein reich strukturierter Biotopkomplex mit Niederwaldresten, Gebuesch, Ueberhaeltern, eutrophen bis mageren Ruderalfluren, Magerrasen, Felsfluren und Saumbiotopen. Die einzelnen Biotope sind teils nur kleinflaechig ausgepraegt und gehen teils fliessend ineinander ueber. Lokal sind sie auch nur fragmentarisch vorhanden. Das Plateau, ueber das ein unbefestigter Fahrweg fuehrt, erstreckt sich von SO nach NW ueber ca. 1200 m bei einer durchschnittlichen Breite von bis zu 300 m. An beiden Endpunkten im NW und SO waren die Hauptgrabungsaktivitaeten. Im ca. 500 m langen mittleren Bereich ueberwiegen dagegen Niederwaelder und kleinere Fichtenforste.
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichenwald <AB0> (12,19 ha)
  • Sonstiger Laubwald aus einer einheimischen Laubbaumart <AG0> (4,88 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (3,25 ha)
  • Abgrabungsgewaesser <FG0> (0,41 ha)
  • Basaltsteinbruch <GC3> (19,50 ha)
  • Gebaeude, Mauerwerk, Ruine <HN0> (0,41 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
  • Arznei-Thymian (Thymus pulegioides)
  • Baerenschote (Astragalus glycyphyllos (subsp. glycyphyllos))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echtes Labkraut (Galium verum (subsp. verum))
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Faerber-Ginster (Genista tinctoria)
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Fruehlings-Fingerkraut (Potentilla neumanniana)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gebraeuchlicher Steinklee (Melilotus officinalis)
  • Gemeiner Natterkopf (Echium vulgare)
  • Gemeiner Tuepfelfarn (Polypodium vulgare)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Glieder-Binse (Juncus articulatus (subsp. articulatus))
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Kleiner Odermennig (Agrimonia eupatoria (subsp. eupatoria))
  • Nickende Distel (Carduus nutans)
  • Purgier-Lein (Linum catharticum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Steifer Augentrost (Euphrasia stricta)
  • Stengellose Kratzdistel (Cirsium acaule (subsp. acaule))
  • Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre)
  • Taumel-Kaelberkropf (Chaerophyllum temulum)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Rispengras (Poa chaixii)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis subsp. pratensis)
  • Wirbeldost (Clinopodium vulgare (subsp. vulgare))
Tierarten:
  • Schlingnatter (Coronella austriaca)
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung eines reich strukturierten
Abgrabungsgelaendes (Tongrube) als Lebensraum von z.T.
gefaehrdeten Tier- und Pflanzenarten
Gefährdungen:
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Niederwald abschnittsweise auf den Stock setzen
  • NSG-Ausweisung / vertragliche Regelung
  • Vegetationskontrolle
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