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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Bahlenbachseifen (SI-131)

Objektbezeichnung:

NSG Bahlenbachseifen

Kennung:

SI-131

Ort: Neunkirchen
Kreis: Siegen-Wittgenstein
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 48,94 ha
Offizielle Fläche: 48,80 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2012
Inkraft: 2012
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5214-150
  • BK-SI-00088
Kennung:

BK-5214-150

Objektbezeichnung:

Tal des Bahlenbachseifen nordoestlich von Zeppenfeld (s. Allgem. Bem,)

Link zur Karte: BK-5214-150
Objektbeschreibung: Tal des Bahlenbachseifen mit Seitental "Volkersbach" nordoestlich von Zeppenfeld. Es handelt sich um ein weitgehend naturnahes, unverbautes Fliessgewaesser mit begleitendem Erlenufergehoelz. Unmittelbar an den Bachlauf grenzen Feuchtwiesen, -weiden und -brachen an. Im Oberlauf des Bahlenbachseifen sind in Bachnaehe einige kleine Ferienhaeuser errichtet worden. Der Quellbereich befindet sich suedoestlich von Unterwilden im Bereich "Kalteborn" (DGK Baudenberg). Die Quelle und der obere Bachabschnitt liegen ausserhalb der BK-Flaeche in einem Eichen-Nieder- wald, der partiell mit Fichtenforsten durchsetzt ist (BK-5213-119). Im Gebiet kommen Biotoptypen nach Par. 62 LG vor: - Brachgefallenes Nass- und Feuchtguenland (EE3) - Erlen-Ufergehoelz (BE2) - Nass- und Feuchtgruenland (EC0) - naturnaher Bach (FM0)
Kennung:

BK-SI-00088

Objektbezeichnung:

NSG Bahlenbachseifen

Link zur Karte: BK-SI-00088
Objektbeschreibung: Das 43 ha große NSG liegt östlich Zeppenfeld (Neunkirchen). Der Bahlenbach präsentiert sich als naturnaher Bachlauf mit steinig-kiesiger Gewässersohle, kleineren Uferabbrüchen und wechselnden Strömungsverhältnissen sowie Mäandern und ist Lebensraum für bedrohte Arten wie Eisvogel und Bachneunauge. Die zum Teil schmale Talaue wird von arten- und blütenreiche Nass- und Feuchtgrünländern, sowie von bachbegleitenden Erlen-Gehölzen eingenommen. Im Osten des Gebietes stocken Fichtenbestände. Der südliche und nördliche Gebietsteil wird von alten strukturreichen Buchenwäldern eingenommen. Die Buchen stocken im mittleren Baumholzstärken; teilweise ist liegendes und stehendes in unterschiedlichen Stärken und Zersetzungsgraden vorhenden. Der naturschutzfachliche Wert des Gebietes liegt zum einem in den gut ausgebildeten Buchenbeständen, die für die spezialisierten Artgemeinschaft der Buchenwälder auf saurem Ausgangsgestein einen hervorragenden Refugial- und Ausbreitungsraum im stark durch Fichtenforste geprägten Naturraum Siegen-Wittgenstein sind. Zum anderen ist das Gebiet für die Erhaltung von extensiven Nass- und Feuchtgrünländern von hohe Erhaltungswert Das Gebiet stellt für die spezialisierte Flora und Fauna der extensiv genutzten Grünländer im räumlich - funktionalen Zusammenhang mit den angrenzen NSGs Mischebachtal und Hellertal im einen bedeutenden Refugial- und ggf. Ausbreitungsraum dar und ist im Rahmen des landesweiten Biotopverbundes ein hervorragendes Gebiet für die Erhaltung der typische Lebensgemeinschaften der genannten Lebensräume im Kreis Siegen-Wittgenstein. Weiterhin ist das Gebiet ein wichtiges Element im Biotopverbund von naturnahen Fließgewässern im Gewässersystem der Eder. Primäres Schutzziel ist die Erhaltung und Förderung der Grünländer durch eine weiterhin extensive landwirtschaftliche Nutzung. Die Fließgewässer sind in ihrem naturnahen Zustand zu belassen.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <LRT-ID > (NaN ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (15,21 ha)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (0,17 ha)
  • noch kein LRT <kein LRT> (25,69 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (0,28 ha)
  • Kleingehölze (Alleen, linienförmige Gehölzstrukturen, Einzelbäume, Ufergehölze, flächige Gebüsche, Baumgruppen und Feldgehölze) (NB00) <NB00> (1,07 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (3,52 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,00 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,49 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (10,22 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (4,98 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (0,28 ha)
  • Schwarzerlenwald <AC0> (0,17 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (11,45 ha)
  • Aufforstung, Pionierwald <AU0> (2,00 ha)
  • Gebüsche und Strauchgruppen mit vorwiegend heimischen Straucharten <BB11> (0,17 ha)
  • Erlen-Ufergehölz <BE2> (2,67 ha)
  • Ufergehölz aus heimischen Laubbaumarten <BE5> (0,89 ha)
  • Baumreihe <BF1> (0,02 ha)
  • Fettwiese <EA0> (18,37 ha)
  • Fettweide <EB0> (5,63 ha)
  • Nass- und Feuchtgrünland <EC0> (8,02 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <EC1> (1,93 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (0,52 ha)
  • Nass- und Feuchtgrünlandbrache <EE3> (3,74 ha)
  • Teich <FF0> (0,27 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle, Helokrene <FK2> (0,00 ha)
  • Bach <FM0> (1,34 ha)
  • Mittelgebirgsbach <FM6> (0,49 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Arznei-Baldrian Sa. (Valeriana officinalis agg.)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara subsp. amara)
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Mädesüss (Filipendula ulmaria)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Flutender Schwaden Sa. (Glyceria fluitans agg.)
  • Gegenblättriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Frauenmantel Sa. (Alchemilla vulgaris agg.)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gewöhnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris s.l.)
  • Gewöhnliche Weißliche Hainsimse (Luzula luzuloides subsp. luzuloides)
  • Gewöhnlicher Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus subsp. europaeus)
  • Glieder-Binse (Juncus articulatus)
  • Grosser Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Segge (Carex otrubae)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Heil-Ziest (Betonica officinalis)
  • Hunds-Straussgras (Agrostis canina)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Knäuel-Binse (Juncus conglomeratus)
  • Kohl(-Kratz)distel (Cirsium oleraceum)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi)
  • Moor-Labkraut (Galium uliginosum)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Pillen-Segge (Carex pilulifera)
  • Rasen-Schmiele Sa. (Deschampsia cespitosa agg.)
  • Rauhhaariger Kälberkropf (Chaerophyllum hirsutum)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica)
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)
  • Sal-Weide (Salix caprea)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schönes Frauenhaarmoos (Polytrichum formosum)
  • Silber-Weide (Salix alba)
  • Spitzblütige Binse (Juncus acutiflorus)
  • Spreizendes Wasser-Greiskr. (Senecio erraticus)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur)
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Labkraut i.w.S. (Galium palustre s.l.)
  • Sumpf-Pippau (Crepis paludosa)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre)
  • Sumpf-Veilchen (Viola palustris)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Teufelsabbiss (Succisa pratensis)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Wald-Schaumkraut (Cardamine flexuosa)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wiesen-Knöterich (Bistorta officinalis)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)
Tierarten:
  • Erdkröte (Bufo bufo)
Schutzziele:
  • Erhaltung und Optimierung (Gewaesserrenaturierung,
    Gruenlandextensivierung) von Wiesentaelern als Lebensraum
    fuer eine artenreiche Fauna und Flora
  • Erhaltung und Förderung der Grünländer durch eine weiterhin extensive landwirtschaftliche Nutzung. Die Fließgewässer sind in ihrem naturnahen Zustand zu belassen.
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Duengung
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Freizeitaktivitaeten
  • Gewaesserausbau
  • Gewaesserbegradigung (WA)
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • intensive Beweidung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Erhaltung der Gewaesser
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Freistellen der Ufer von beschattenden Gehoelzen
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • kein Ausbau von Quellen
  • kein Gewaesserausbau
  • kein Umbruch
  • keine Aufforstung
  • keine Duengung
  • keine Entwaesserung
  • keine Fischteichanlage
  • LSG-Ausweisung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Verbot der Anwendung von Bioziden
  • Wiederherstellung von Biotopen
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