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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Broeggel (SO-021)

Objektbezeichnung:

NSG Broeggel

Kennung:

SO-021

Ort: Lippetal
Kreis: Soest
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 118,54 ha
Offizielle Fläche: 119,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1956
Inkraft: 2006
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4314-074
  • BK-4314-902
Kennung:

BK-4314-902

Objektbezeichnung:

NSG Broeggel

Link zur Karte: BK-4314-902
Objektbeschreibung: Ca. 6ha grosser, ebener Eichen-Hainbuchenwald auf staunassem Lehmboden noerdlich des Lippetals. Das bestehende, vom ausgebauten Broeggelbach im Sueden begrenzte Naturschutzgebiet beherbergt eine artenreiche und dicht geschlossene Krautschicht mit grossen Bestaenden von Baerlauch, Eisenhut und Lerchensporn. An den Randzonen wuchert dichtes Brennessel-Gierschgestruepp, in Bachnaehe erschwert undurchdringliches Traubenkirschengebuesch den Zugang. Der Bach weist nur geringes Gefaelle auf. Entlang des Baches zeigen die Waelder Uebergaenge zu Bach-Eschenwaeldern, in denen einige auch einige alte Ulmen zu finden sind. Die nach seinem Ausbau vom Lauf abgetrennten Altarme sind stark verschlammt und mit Laub verfuellt. Am suedlichen Waldrand liegt eine etwa 100 mal 200m grosse Doppelringwallanlage mit temoraer wasserfuehrenden Wassergraeben, die sogenannte Broeggelburg. Hier fand man Scherben aus dem 9. bis 12. Jahrhundert. Zun den suedlich angrenzenden Nutzflaechen sollte ein breiter Puferstreifen angelegt, der Bach renaturiert werden. Im Norden grenzt ein ausgedehnter Wald an das NSG an.
Kennung:

BK-4314-074

Objektbezeichnung:

Naturschutzgebiet Bröggel- Wald in Lippetal

Link zur Karte: BK-4314-074
Objektbeschreibung: Das Gebiet befindet sich nördlich der Lippeaue an den Ausläufern der Beckumer Berge. Es handelt sich um ein ca. 110 ha größeres, artenreiches Waldgebiet, auf nahezu ebenem und (wechsel-)feuchtem und staunassem Lehmboden aus. Auf fast 80 ha dominieren artenreiche Eichen- Hainbuchenwälder. Diese sind alte (ehemalige) Mittelwaldbestände mit häufig starken, alten Eichen. Die Bestände weise teilweise einen hohen Anteil an Eschen, seltener auch an Buchen auf. Parzellenweise dominieren auch gutwüchsige, strauchreiche Eschenbestände. Die Strauchschicht erreicht in den meist lichten, dominierenden Eichen-Hainbuchen- oder Eschenbeständen höhere Deckung (bis 40%). Die Krautschicht ist lückig, überwiegend auch bodendeckend ausgebildet. Sie weist je nach Standort typische Arten des artenreichen oder artenarmen Eichen-Hainbuchenwaldes auf. In diese überwiegend naturnahen Waldbestände sind Parzellen mit einer Bestockung aus Pappel-, Lärchen oder Fichten eingestreut. Im Nordosten des Gebietes grenzen größere Pappelforste an das Gebiet. Das Gebiet hat internationale Bedeutung für den Biotopverbund. Erhaltung und Optimierung eines großen, bodenständigen und naturnahen Eichen-Hainbuchenwaldes.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (NaN ha)
  • Stieleichen-Hainbuchenwald <9160> (77,88 ha)
  • <FFH-LRT> (5,31 ha)
  • Laubwälder ausserhalb von Sonderstandorten <NA00> (11,04 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichenwald <AB0> (2,21 ha)
  • Pappelwald <AF0> (5,52 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (1,17 ha)
  • Eschenwald <AM0> (11,16 ha)
  • Eichen-Hainbuchenmischwald <AQ1> (83,19 ha)
  • Ahornmischwald <AR1> (3,31 ha)
  • Laerchenmischwald <AS1> (2,21 ha)
  • Altarm, Altwasser <FC0> (0,31 ha)
  • Tieflandbach <FM5> (0,31 ha)
  • Graben <FN0> (0,12 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Bach-Nelkenwurz (Geum rivale)
  • Baeren-Lauch (Allium ursinum (subsp. ursinum))
  • Behaarte Karde (Dipsacus pilosus)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Geflecktes Knabenkraut i.w.S. (Dactylorhiza maculata agg.)
  • Gelber Eisenhut (Aconitum lycoctonum subsp. vulparia)
  • Gelbes Windroeschen (Anemone ranunculoides)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Goldschopf-Hahnenfuss Sa. (Ranunculus-auricomus-Gruppe)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hohe Schluesselblume (Primula elatior)
  • Hohler Lerchensporn (Corydalis cava (subsp. cava))
  • Laerche unbestimmt (Larix spec.)
  • Nestwurz (Neottia nidus-avis)
  • Osterluzei (Aristolochia clematitis)
  • Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Rot-Eiche (Quercus rubra)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Stattliches Knabenkraut (Orchis mascula)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Traubenkirsche (Prunus padus)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Goldstern (Gagea lutea)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
  • Blindschleiche (Anguis fragilis)
  • Grasfrosch (Rana temporaria)
  • Grauschnaepper (Muscicapa striata)
  • Waldeidechse (Lacerta vivipara)
Schutzziele: Erhaltung und Optimierung eines sehr artenreichen, naturnahen Waldbereiches mit Eichen-Hainbuchenwaeldern und
Vorkommen seltener und gefaehrdeter Pflanzen / Wiederherstellung eines naturnahen BachesErhaltung und Optimierung eines großen, bodenständigen und naturnahen Eichen-Hainbuchenwaldes.
Gefährdungen:
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Entwaesserungsgraeben
  • Eutrophierung
  • Gewaesserausbau
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Verlandung als unerwuenschte Sukzession
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Entschlammung
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • naturnahe Gewaessergestaltung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Verbesserung der Wasserqualitaet
  • Vermeidung Eutrophierung
  • Waldmantelentwicklung
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