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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Eringerfelder Wald-Sued (SO-040)

Objektbezeichnung:

NSG Eringerfelder Wald-Sued

Kennung:

SO-040

Ort: Ruethen
Kreis: Soest
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 211,50 ha
Offizielle Fläche: 211,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 2003
Inkraft: 2003
Außerkraft: 2023
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4416-027
  • BK-4416-321
Kennung:

BK-4416-027

Objektbezeichnung:

Wiesental an Westerschledde bei Eringerfeld

Link zur Karte: BK-4416-027
Objektbeschreibung: Viehweidenflaechen im Talgrund und auf einer Hangboeschung entlang eines etwa 900 m langen Abschnittes eines nur zeitweise wasserfuehrenden Baches (= Westerschledde). Am steinigen, schmalen Bachbett der Westerschledde, die im Sommer trockenfaellt, waechst ein schmales, sehr dichtes und stark beschattendes Ufergehoelz, das auf der Ostseite des Baches auch den Waldrand der sich anschliessenden groesseren Waldflaechen (u.a. Fichten) darstellt. Am abgezaeunten Rand des Ufers wachsen eutrophierungszeigende Hochstauden.
Kennung:

BK-4416-321

Objektbezeichnung:

NSG Eringerfelder Wald-Sued

Link zur Karte: BK-4416-321
Objektbeschreibung: Grosser Laubwaldkomplex auf Kalk im Bereich Eringerfeld. Das Gebiet umfasst die Waldflaechen suedlich der BAB 44 bis zum Oberlauf der Westerschledde und von Suedosten kommenden Nebenbaeches bis etwa 1 km noerdlich Langenstrasse. Die nur temporaer wasserfuehrenden Westerschledde durchfliesst das gesamte Gebiet von Sueden nach Norden. Im suedlichen Teil verlaeuft im Bereich des Talgrundes zunaechst eine viel befahrene Strasse, etwas oberhalb dann ein Forstweg. Durch einige (ueberwiegend rechtsseitige) Zufluesse und kleinere, tief eingeschnittene Kerbtaelchen, z. T. mit lehmigen Haengen werden die angrenzenden Talhaenge gegliedert. Der oestlich von Eringerfeld einmuendende ebenfalls nur zweitweise wasserfuehrende Ruethenbach weist noch einen stark maeandrierenden Verlauf auf. Die Bachsohlen bestehen haeufig aus freigespueltem Kalkstein, die Ufer aus lehmigen Steilwaenden unterschiedlicher Hoehe. Der Talgrund und die Haenge werden ueberwiegend von Laubwaeldern eingenommen. Die dominante Baumart ist hier die Buche, sie kommt meist als mittleres bis starkes Baumholz vor. Neben nahezu reinen Buchenbestaenden sind in der Regel Arten wie Stieleiche, Traubeneiche, Esche seltener auch Hainbuche oder Bergahorn in unterschiedlichen Mengenanteilen beigemischt. Einige Parzellen werden auch von Buchen-Eichenwaeldern eingenommen. Hier bilden dann haeufig alte Eichen (> 120 Jahre) die erste Baumschicht, waehrend die 2. Baumschicht aus juengeren Buchenbestaenden besteht (Schaftpflege fuer die Eiche). Daneben bestehen vor allem im Norden und an das beschriebene Gebiet angrenzend auch fast reine Eichenwaelder. Die Waelder in Bachnaehe werden ebenfalls oft von der Eiche dominiert oder sie erreicht einen hohen Anteil neben der Buche. Oft sind auch Eschen und Hainbuchen eingestreut, so dass diese Bestaende mit ihrer sehr artenreichen Krautschicht Uebergaenge zu den Eichen-Hainbuchenwaeldern aufweisen. Die Krautschicht in den Waeldern am Hang wird ueberwiegend von Arten der Waldmeister-Buchenwaelder gebildet. Hier sind z. B. Waldmeister, Perlgras, Waldzwenke oder Echte Nelkenwurz zu nennen. Etwas aermere Bereiche sind durch das Auftreten von Wald-Rispengras, Flattergras, Waldsimse oder Wurmfarn gepraegt und vermitteln zu den Flattergras-Buchenwaeldern. Je nach Beschattungsintensitaet kann die Krautschicht vollstaendig fehlen oder flaechendeckend vorhanden sein. In staerker aufgelichteten und durch Rueckearbeiten gestorten Bereichen sind Verlichtungszeiger wie das Waldreitgras und an verdichteten Stellen selten auch Binsenarten anzutreffen. Eine Strauchschicht fehlt haeufig. Die alte BK-Beschreibung (von BK-4416-026) weist auf ein moegliches Vorkommen von rchideen-Buchenwaeldern am oestlichen Talhang, suedoestlich Eringerfeld hin. Zur Arrondierung sind Fichtenbestaende einbezogen. Diese nehmen etwa ein Drittel der Flaeche ein und sollten in bodenstaendige Gehoelzbestaende ueberfuehrt werden. Oestlich von Eringerfeld umschliessen die Waelder einen Abschnitt des Taelchens, das hier von Gruenland eingenommen wird (eigene Beschreibung).

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (NaN ha)
  • <FFH-LRT> (75,25 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (27,17 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (10,45 ha)
  • Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AA2> (39,71 ha)
  • Buchenmischwald mit gebietsfremden Laubbaumarten <AA3> (4,18 ha)
  • Nadelbaum-Buchenmischwald <AA4> (4,18 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (31,35 ha)
  • Eichenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AB3> (10,45 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (52,26 ha)
  • Eschenwald <AM0> (10,45 ha)
  • Ahorn-/Lindenwald <AR0> (10,45 ha)
  • Laerchenmischwald <AS1> (4,18 ha)
  • Ufergehoelz <BE0> (0,49 ha)
  • Fettweide <EB0> (4,16 ha)
  • Tieflandbach <FM5> (4,28 ha)
  • Obstanlage <HK0> (0,15 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Apfelbaum unbestimmt (Malus spec.)
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ehrenpreis (Veronica montana)
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Blut-Ampfer (Rumex sanguineus)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Buchenfarn (Phegopteris connectilis)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Dreinervige Nabelmiere (Moehringia trinervia)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbeere (Paris quadrifolia)
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fruehlings-Hainsimse (Luzula pilosa)
  • Garten-Apfel (Malus domestica)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa)
  • Laerche unbestimmt (Larix spec.)
  • Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos)
  • Mauerlattich (Mycelis muralis)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Quirl-Weisswurz (Polygonatum verticillatum)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Stattliches Knabenkraut (Orchis mascula)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Wald-Knaeuelgras (Dactylis polygama)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weide unbestimmt (Salix spec.)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Rispengras (Poa pratensis)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Winter-Linde (Tilia cordata)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
  • Baumpieper (Anthus trivialis)
  • Buchfink (Fringilla coelebs)
  • Feldschwirl (Locustella naevia)
  • Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)
  • Grauspecht (Picus canus)
  • Kleiber (Sitta europaea)
  • Nachtigall (Luscinia megarhynchos)
  • Pirol (Oriolus oriolus)
  • Ringeltaube (Columba palumbus)
  • Rotmilan (Milvus milvus)
  • Schwarzspecht (Dryocopus martius)
  • Zilpzalp (Phylloscopus collybita)
Schutzziele: Schutz eines periodisch trockenfallenden Baches und Erhaltung des Wiesentalabschnittes zwischen groesseren Waldflaechen als suedliche Verlaengerung des naturschutzwuerdigen WesterschleddentalesErhaltung und Entwicklung eines grossen geschlossenen Laubwaldkomplexes aus bodenstaendig-standortgerechten Baumarten und wertvoller Trockentaeler mit naturnahen, temporaer wasserfuehrenden Bachlaeufen
Gefährdungen:
  • Eutrophierung
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Rodung (FW)
  • Strassenbau
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Waldmantelentwicklung
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