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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Wierlauke <LP> (SO-070)

Objektbezeichnung:

NSG Wierlauke <LP>

Kennung:

SO-070

Ort: Lippetal
Kreis: Soest
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 23,59 ha
Offizielle Fläche: 24,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2006
Inkraft: 2006
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Beschreibung:
Das Schutzgebiet befindet sich südwestlich von Heintrop, angrenzend an das Naturschutzgebiet
Ahsewiesen. Es handelt sich um einen arten- und strukturreichen Wald auf grundwasserbeein-
flussten Standorten mit umliegenden Grünlandflächen, die durch Gehölzstreifen reich strukturiert
sind. Neben Eichen-Hainbuchenwald treten Eschen- und Erlen-Niederwald sowie Erlenstangen-
holzforste und Fichtendickungen auf. Vereinzelt sind Altbuchen und alte Kopfbäume mit Höhlen
eingestreut. Der Wald ist sehr unterholzreich, hat eine lockere artenreiche Krautschicht und einen
meist dicht geschlossenen Waldmantel.

Schutzzweck und Schutzziel:
Die Unterschutzstellung erfolgt

1.- zur Erhaltung, Wiederherstellung und Entwicklung eines größeren, naturnahen Laubmischwald-
komplexes in der waldarmen, überwiegend ackerbaulich genutzten Hellwegbörde in seinen ver-
schiedenen Entwicklungsstufen und Altersphasen mit naturnahen Gewässersystemen und angren-
zender extensiven Grünlandnutzung.

2.- wegen der Seltenheit, der besonderen Eigenart und der hervorragenden Schönheit des Gebietes
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4314-009
Kennung:

BK-4314-009

Objektbezeichnung:

Waldgebiet "Wierlauke" suedwestlich Heintrop

Link zur Karte: BK-4314-009
Objektbeschreibung: Großflächiger Waldkomplex, in dem Pappel-, Eichen und vor allem Eschenwälder das Bild bestimmen. Lokal lassen sich kleine Buchen- und Erlenwälder verzeichnen. Letztere wurden teilweise als Niederwald genutzt. Aber auch in den übrigen Waldbeständen finden sich vereinzelt alte Niederwaldreste in Form von Esche, Hainbuche, Linde oder Feld-Ahorn. Das leicht nach Süden geneigte Gelände besteht aus Kalkmergel und wird von einem umfangreichen Entwässerungssystem durchzogen. In der artenreichen Krautschicht herrschen zumeist Carpinion-Arten vor. Feucht-nasse Senken werden von der Sumpf-Segge eingenommen. Örtlich sind Schwertlilie und Wolfstrapp beigemischt. Mehrere durch Hecken gegliederte Grünlandparzellen befinden sich im Gebiet. Eine Bewirtschaftung erfolgt hauptsächlich mit Rindern. Kleinere Bereiche werden als Mähwiese genutzt. An den Waldrändern hat sich vielfach ein dichter Waldmantel ausgebildet. Das Gebiet ist nicht durch ein Wegenetz erschlossen. Das heterogen strukturierte und zudem großflächige Waldgebiet "Wierlauke" stellt in der weitgehend ausgeräumten und ackerbaulich intensiv genutzten Hellwegbörde für viele Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum dar. Im Rahmen einer naturnahen Waldbewirtschaftung sollten sich die Entwicklungsmaßnahmen auf den Umbau der Pappelwälder in einen Bestand mit standortgerechter Waldgesellschaft (Carpinion) konzentrieren. Zur Wiederherstellung der ursprünglichen Standortverhältnisse ist weiterhin ein Verschluss der Entwässerungsgräben empfehlenswert.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (41,92 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,72 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (15,18 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (2,89 ha)
  • Eichenwald <AB0> (8,67 ha)
  • Erlenwald <AC0> (4,34 ha)
  • Pappelwald <AF0> (0,72 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (0,72 ha)
  • Eschenmischwald <AM1> (26,02 ha)
  • Aufforstung <AU0> (1,45 ha)
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (0,72 ha)
  • Fettwiese <EA0> (3,61 ha)
  • Fettweide <EB0> (11,57 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Eiche (Quercus spec.)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gewoehnliche Schlehe (Prunus spinosa)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hohe Schluesselblume (Primula elatior)
  • Kanadische Pappel (Populus canadensis (P. deltoides x nigra))
  • Kratzbeere (Rubus caesius)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Maigloeckchen (Convallaria majalis)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Traubenkirsche (Prunus padus)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Klee (Trifolium pratense)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wilde Moehre (Daucus carota (subsp. carota))
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Optimierung eines heterogen strukturierten Waldgebietes als Lebensraum für viele waldbewohnende Tier- und Pflanzenarten in der ansonsten weitgehend ausgeräumten und intensiv ackerbaulich genutzten Hellwegbörde
Gefährdungen:
  • Entwaesserungsgraeben
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Entwaesserungsgraeben verfuellen, schliessen
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • NSG-Erweiterung / vertragliche Regelung
  • Totholz erhalten
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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