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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Piusberg (SO-074)

Objektbezeichnung:

NSG Piusberg

Kennung:

SO-074

Ort: Warstein
Kreis: Soest
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 8,45 ha
Offizielle Fläche: 8,30 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 2000
Inkraft: 2000
Außerkraft: 2020
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20

- Zur Erhaltung, Entwicklung bzw. Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften oder
Biotopen bestimmter wildlebender Tier- und Pflanzenarten, insbesondere der Felsklippen
mit ihren typischen Lebensgemeinschaften sowie der Pflanzengesellschaften der Kalk-
Halbtrockenrasen, der wechselfeuchten Kalkmagerrasen und der Schlehen-Weissdorn-
gebuesche,
- Aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, erdgeschichtlichen und landeskundlichen
Gruenden, insbesondere zur Erhaltung der ehemaligen Hutungsflaechen,
- Wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schoenheit dieses
Landschaftsbestandteils.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4516-0140
Kennung:

BK-4516-0140

Objektbezeichnung:

Piusberg

Link zur Karte: BK-4516-0140
Objektbeschreibung: Das Gebiet befindet sich südöstlich von Warstein und erstreckt sich in West-Ost-Ausdehnung. Es grenzt im Süden an einen Steinbruch, im Nordosten an das Stadtgebiet von Warstein und ansonsten an Grünland. Das Gebiet umfaßt einen steilen Felskomplex aus Kalkstein, der nach Norden hin fast senkrecht abfällt. Nach Süden ist der Neigungswinkel flacher, hier findet sich Magerwiese auf flachgründigem Boden (Rendzina). Das Gebiet fällt nach Osten hin leicht ab, die steile Nordkante ist mit Gebüsch bestanden. Einzelbüsche und Heckenstrukturen unterteilen hier die Magerwiesen. Wertbestimmend sind die Felsstandorte, die Hecken- und Gebüschstrukturen sowie die die artenreichen Magerwiesen. Der Biotopkomplex ist in seiner Gesamtheit hoch repräsentativ und daher schützenswert im Sinne der Schutzzielkonzeption für den Naturraum. Leichte Beeinträchtigungen sind durch Trittschäden zu erkennen. Vegetationskundlich wertvoll sind die artenreichen Magerwiesen. Das Gebiet ist ein wertvolles Trittsteinbiotop im Verbund der Feldgehölze und der Magerstandorte.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Gehoelzstrukturen <NB00-ung.> (0,08 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (1,20 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (0,30 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Magergruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NED0> (4,19 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fels- und Rohbodenstandorte (nicht FFH) <NGA0-ung.> (1,60 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Einzelstrauch <BB2> (0,08 ha)
  • Hecke <BD0> (1,20 ha)
  • Einzelbaum <BF3> (0,08 ha)
  • Kalkhalbtrockenrasen, Kalkmagerrasen <DD0> (0,09 ha)
  • Fettweide <EB0> (0,80 ha)
  • Magergruenland <ED0> (4,10 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,30 ha)
  • natuerlicher Kalkfels <GA1> (1,60 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • ()
  • Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
  • Ackerwinde (Convolvulus arvensis)
  • Arznei-Thymian (Thymus pulegioides)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
  • Echtes Labkraut (Galium verum (subsp. verum))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Gemeines Kreuzbluemchen (Polygala vulgaris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Heil-Ziest (Betonica officinalis (subsp. officinalis))
  • Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum)
  • Huflattich (Tussilago farfara)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Nickendes Leimkraut (Silene nutans (subsp. nutans))
  • Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Spitzlappiger Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea subsp. jacea)
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wilde Moehre (Daucus carota (subsp. carota))
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Optimierung eines steilen Felskomplex aus Kalkstein mit Magerwiese auf einer flachgründigen Rendzina; Schutz einer artenreichen, vegetationskundlich wertvollen Magerwiese mit Arten der Roten Liste; Schutz eines wertvollen, typischen Komplexes aus Felsstandorten, Hecken- und Gebüschstrukturen und Magerwiesen; Schutz eines Biotopkomplexes als wertvolle Biotope wärmeliebender Arten sowie von Hecken- und Gebüschbrütern;
Gefährdungen:
  • Trittschaeden
Maßnahmen:
  • Schilder aufstellen, Absperren (betreten unterbinden)
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