Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Aggeraue zwischen Lohmar und Siegburg (SU-092)

Objektbezeichnung:

NSG Aggeraue zwischen Lohmar und Siegburg

Kennung:

SU-092

Ort: Lohmar
Kreis: Rhein-Sieg-Kreis
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 258,90 ha
Offizielle Fläche: 259,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2007
Inkraft: 2007
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt gemäß § 20 Satz 1 Buchstabe a LG
- zur Erhaltung folgender, wildlebender Tierarten von gemeinschaftlichem Interesse gemäß Anhang II der Richtlinie 92/43/ EWG:
- Bachneunauge (Lampetra planen)
- Flussneunauge (Lampetra fluvialis)
- (Born bina variegata)
sowie zur Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Lebensräurne;
- zur Wiederherstellung von Lebensräurnen und stabilen überlebensfähigen Populationen folgender wildlebender Tierarten gemäß Anhang II der Richtlinie (92/43/EWG):
- Kammmolch (Triturus cristatus)
- zur Erhaltung folgender, wildlebender Vogelarten gernäß Anhang 1 der Vogelschutzrichtlinie 79/409/EWG:
- Schwarzspecht (Drycopus martius)
- Neuntäter (Lanius collurio)
- Wespenbussard (Pernis apivorus)
- Mittelspecht (Picoides (Dendrocopus) medius)
sowie zur Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Lebensräume;
- zur Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensräumen und stabilen überlebensfähigen Populationen folgender Zugvögel gemäß Artikel 4 Abs. 2 der Vogelschutzrichtlinie 79/409/EWG:
- Wiesenpie per (Anthus pratensis)
- Raubwürger (Lanius excubitor)
- Nachtigall (Luscinia megarhynchos)
- Pirol (Oriolus oriolus)
- Schwarzkehlchen (Saxicola torquata)
- Flußregenpfeifer (Charadrius dubius)
- Zwergtaucher (Podiceps ruficollis)
- Wasserralle (Rallus aquaticus)
- zur Wiederherstellung von Lebensräumen und stabilen überlebensfähigen Populationen folgender Zugvögel gemäß Artikel 4
Abs. 2 der Vogelschutzrichtlinie 79/409/EWG:
- Bekassine (Gallinago gallinago)
- zur Erhaltung folgender Arten:
- Eisvogel (Alcedo atthis)
- Rotmilan (Milvus milvus)
- Laubfrosch (Hyla arborea)
sowie zur Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Lebensräume;
gemäß § 20 Satz 1 Buchstabe a und Satz 2 LG
- zur Erhaltung und Wiederherstellung folgender natürlicher Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse gemäß Anhang 1 der Richtlinie 92/43/EWG:
- 31 50 natürliche eutrophe Seen und Altarme
- 3270 Flüsse mit Schlammbänken und einjähriger Vegetation
- 6430 feuchte Hochstaudenfluren
- 6510 Glatthafer- und WiesenknopfsiIgenwiesen
- 91 E0 Erlen-, Eschen- und Weichholz Auenwälder (prioritärer Lebensraum)
- 9110 Hainsimsen Buchenwald
- 91 60 Sternmieren- , Eichen-, Hainbuchenwald
- 91 F0 Hartholz Auenwälder
zur Erhaltung und Wiederherstellung eines Abschnittes der durchgehenden, weitgehend naturnahen Flusslandschaft der Agger als Hauptachse eines Biotopverbundes von landesweiter Bedeutung mit spezieller Funktion als Bindeglied zwischen der Siegaue, der Wahner Heide und der oberen Aggeraue;
- zur Erhaltung und für die Entwicklung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstätten bestimmter, zum Teil stark gefährdeter oder vom Aussterben bedrohter, wildlebender Pflanzen- und Tierarten;
- zur Erhaltung und für die Entwicklung der Agger als naturnahem Tieflandfluss
- mit einer guten Wasserqualität, einer naturnahen Fließgewässerdynamik einschließlich hierfür charakteristischer Gewässerstrukturen wie naturnahen Steil- und Flachufern, Uferabbrüchen, Totholz im Gewässer und Auskolkungen,
mit offenen Sand- und Kiesablagerungen, Ausbuchtungen und Seitenarmen, Rauschen sowie einer strukturreichen, feinsedimentarmen Gewässersohle und vielfältigen Strömungsmustern,
als Teil eines zusammenhängenden, du rchwanderbaren Gewässersystems für die Fließgewässerfauna, insbesondere für einen der Größe und Beschaffenheit der Gewässer angepassten heimischen, sich selbst reproduzierenden Fischbestand einschließlich hinsichtlich der Lebensraumqualität anspruchsvoller Fischarten und Rundmäuler wie Lachs, Meerforelle, Nase, Schneider und Elritze sowie Neunaugen,
als Ganz- oder Teillebensraum (z.B. Nahrungshabitat, Winterrastgebiet) für charakteristische Tierarten dieser Fließgewässer und ihrer Auen wie Flussregenpfeifer, Flussuferläufer, Eisvogel, Gebirgsstelze, Wasseramsel, Gänsesäger, Uferschwalbe, Teichhuhn, Knäkente, Prachtlibellen und Gemeiner Keiljungfer,
sowie als Wuchsort charakteristischer Fließgewässerröhrichte, Laichkraut- und Schwimmblattgesellschaften sowie von Uferhochstaudenfluren und natürlicher Pioniervegetation mit typischen Pflanzenarten der Fließgewässer und ihrer Uferbereiche;
- zur Erhaltung und für die Entwicklung natürlicher eutropher Seen sowie von Altgewässern und Altarmen mit ihrer typischen Vegetation;
- zur Erhaltung und Wiederherstellung von Ufergehälzen, Weich- und Hartholz sowie von Bachauenwäldern und deren Fragmenten, von Feucht-, Sumpf- und Bruchwäldem und sonstigen naturnahen Laubwäldem einschließlich der wertvollen Altholzbestände sowie der strukturreichen Waldmäntel mit ihrem charakteristischen Pflanzen- und Tierarteninventar wie Schwarzpappel und Flatterulme, Kleinspecht, Grünspecht, Waldkauz, Hohltaube, Pirol, Blaukehlchen, Schwarzmilan, Graureiher, Nachtigall,Beutelmeise, Wasserfledermaus, Großer Abendsegler, Kleiner Eisvogel und Großer Eichenbock;
- zur Sicherung und Weiterentwicklung der regionalen und überregionalen Biotopverbundfunktionen zwischen Wahner Heide, Aggeraue und den Stallberger Teichen;
- zur Erhaltung und Entwicklung artenreicher Glatthafer- und Wiesenknopfsilgenwiesen und zur Förderung und Vermehrung der mageren Flachlandwiesen auf geeigneten Standorten;
- zur Erhaltung und Wiederherstellung von artenreichen oder gut ausgeprägten Grünlandgesellschaften der Frischwiesen und -weiden (einschließlich der trockenen und feuchten Ausprägungen), der Feucht- und Nasswiesen und -weiden sowie der Flut-
rasen und Riedwiesen in zusammenhängenden Grünlandkomplexen einschließlich von Brachen u.a. als (Teil)Lebensraum (z.B. Nahrungshabitat, Winterrastgebiet) für gefährdete Pflanzen- und Tierarten wie z.B. Kiebitz, Wiesenpieper, Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Feldschwirl, Schafstelze, Wachtelkänig, Feldhase, Schwarzblauer Bläuling, Große Goldschrecke, Sumpf- schrecke sowie Kurz- und Langflügelige Schwertschrecke;
- zur Erhaltung und Wiederherstellung stä- rungsarmer, naturnaher Lebensräume in der Flussaue für stärungsempfindliche Tierarten;
- zur Erhaltung und Wiederherstellung natürlicher Überschwemmungsgebiete der Agger mit auentypischen Gelände- und Lebensraumstrukturen (Flutrinnen und Flutmulden, Totholz, Sedimentablagerun- gen), mit einer auenverträglichen Nutzung in Teilbereichen;
- zur Erhaltung und Entwicklung eines östlich der ehemaligen Eisenbahntrasse gelegenen naturnahen Tieflandbaches mit typischen, vielfältigen Sohl- und Uferstrukturen als Lebensraum für Tierarten kleiner Fließgewässer.
gemäß § 20 Satz 1 Buchstabe b LG aus wisse nschaftl iche n, natu rgesch ichtl iche n und landeskundlichen Gründen, insbesondere
- zur wissenschaftlichen Begleitung des Wanderfischprogramms im Rheinsystem;
- als ein Gebiet mit zahlreichen kulturhistorischen Bau- und Bodendenkmälern sowie sonstigen Kulturlandschaftsbestandteilen;
- zur Erhaltung von auentypischen Biotop- und Geländestrukturen der ehemaligen
Natu rlandschaft;
- zur Erhaltung schutzwürdiger Böden.
gemäß § 20 Satz 1 Buchstabe c LG wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit
der vielfältigen, naturnahen Landschaft mit Auenwäldern, Brachen und Stillgewässern sowie des naturnahen Flusslaufes der
Agger in seiner charakteristischen Ausbildungsform als Tieflandfluss mit einer flachwelligen, weiten Aue;
der Vorkommen von charakteristischen Biotopausbildungen wie Ufergehölze, Kleingewässer, Hochstaudenfluren und Brachen, die eine auffallend große Strukturvielfalt aufweisen sowie der großen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5108-905
  • BK-5109-009
  • BK-5109-013
  • BK-5109-024
  • BK-5109-145
Kennung:

BK-5108-905

Objektbezeichnung:

NSG-Wahner Heide <SU>

Link zur Karte: BK-5108-905
Objektbeschreibung: Das NSG Wahner Heide im Rhein-Sieg-Kreis wird von den belgischen Streitkraeften militaerisch genutzt. Lediglich 71 ha befinden sich auf dem Betriebsgelaende des Koeln/Bonner Flughafens. Dieser Bereich ist z.T. mit Birken-Pionierwaeldern und niederwaldartigen Aufforstungen bestockt, ueberwiegend jedoch waldfrei. Die Flaechen um die suedliche Anflugbefeuerung der Grossen Parallelbahn werden regelmaessig gemaeht. Hier befinden sich grossflaechige Magerrasen sowie Feucht- und Trockenheiden. Im Bereich Roonhuegel und Entenbach sind stark entwaesserte Heidemoor-Reste erhalten geblieben. Das NSG ausserhalb des Flughafens gliedert sich in drei Hauptraeume: Der naehrstoffarmen Mittelterrassen-Ebene im Zentrum, dem tertiaeren und devonischen Huegelland im Sueden und Osten und der Aggeraue. Die Mittelterrassen-Ebene steigt nach Osten sanft an, wo sie flache Huegel aus tertiaeren Kiesen und Tonen einschliesst. Die Mittelterrassen-Sedimente sind ueberwiegend mit einer unterschiedlich maechtigen Schicht Flugsand bedeckt, der in mehreren Bereichen zu Duenen aufgeworfen ist. Die Ebene wird in Ost-West-Richtung vom Scheuerbach durchflossen, in den zahlreiche Drainagegraeben und Seitenbaeche entwaessern. Die Flaeche ist zu rund 70% bewaldet. Die Freiflaechen sind eher inselartig in den Wald eingestreut. Der Wald besteht ueberwiegend aus gleichfoermigen, 30-50 jaehrigen Birken- Pionierbestaenden, denen zumeist Eichen, daneben auch Erlen und Kiefern beigemischt sind. Kleinflaechig hat die Eiche bereits die Birke als vorherrschende Baumart verdraengt. In der Krautschicht dominiert je nach Feuchtigkeit Pfeifengras oder Land-Reitgras, z.T. mit Adlerfarn oder Brombeere. Auf groesseren Flaechen sind bereits naturnahe Eichen- Birkenwaelder ausgebildet. Mit Schwerpunkt im Osten sind Kiefern-Pionierwaelder und Kiefernforsten vorhanden. Im Nordosten wurden kleine Flaechen mit Roteichen und Robinien aufgeforstet. Entlang des Scheuerbaches sind naturnahe Erlen- Eschen-Auenwaelder und ein Erlenbruchwald entwickelt. Die aeltesten Baumbestaende der Mittelterrassen-Ebene stellen kleine Eichen-Hudewaeldchen dar. Aus der starken Streuung heben sich vier Freiflaechenschwerpunkte ab: Im Bereich Hirzenbachmoor/Unterer Scheuerbach, zwischen Sallbachhuegel und Dachsberg, um den Schwarzenberg und in der Altenrather Tongrube. In enger Verzahnung und mit fliessenden Uebergaengen dominieren auf den Freiflaechen Pfeifengras-Wiesen und Feuchtheiden, degenerierte und intakte Heidekraut-Heiden, Schlagfluren und Adlerfarnbestaende, Straussgrasrasen und Heidemoore. Eingestreut sind diverse Gewaessertypen, Roehrichte, Seggenriede und Grossbinsenbestaende, Ruderalfluren und Wildaecker, Zwergbinsen-Gesellschaften und Sandtrockenrasen, extensives Gruenland und Besenginster- Heiden. Z.T. sind die Freiflaechen mit Birken stark verbuscht. Groessere Flaechen sind zudem durch die militaerischen Gelaendeuebungen vegetationsfrei. Auf den tertiaeren Randhuegeln im Sueden (Telegraphen- und Ravensberg) und den devonischen Randhuegeln im Osten des NSG (Lohmar-, Guelden- und Fliegenberg) befindet sich eine nahezu geschlossene Forstflaeche. Die dominanten Baumarten sind Kiefern, Eichen und Buchen. Als Nebenbaumarten treten in den Kiefernbestaenden vorwiegend Eichen und Birken, in den Eichenbestaenden Birken und Buchen und in den Buchenbestaenden Eichen auf. Die Eichen- und Buchen-Bestaende stellen z.T. naturnahe Waldgesellschaften dar. Aufgrund seines Alters (rund 200 Jahre) und seiner Naturnaehe hervorzuheben ist der Hainsimsen-Buchenwald auf dem Gueldenberg. Im Suedosten, wo das Gelaende zur Agger abfaellt, stocken ausgedehnte Erlenbestaende, darunter naturnahe Bruchwaelder im Bereich Leyenweiher. Ein breiter Heidestreifen zieht sich suedlich des Fliegenberg nach Osten zur Aggeraue und ein anderer von Norden auf den Telegraphenberg hinauf. Im Suedosten schliesst das NSG einen grossen Teil der Aggeraue ein. Sie ist ueberwiegend Gruenland und wird militaerisch und landwirtschaftlich (Schafweide) genutzt. Kleinflaechig eingestreut sind Roehrichte, Grossbinsenbestaende, Ruderal- und Schlagfluren sowie Brombeergebuesche. Entlang der z.T. wasserfuehrenden Altarme sind Reste der Hart- und Weichholzaue erhalten. Alte Erlen- und Weidenbestaende ziehen sich, den Flussarmen folgend, kulissenartig und mit gewundenen Raendern durch das Gruenland. Die Agger selbst ist an ihren Ufern befestigt, hat sich jedoch bereits an zwei Stellen dieser Einengung entledigt. Folgende Biotoptypen kommen in der Katasterflaeche kleinflaechig (< 1%) vor: AA0, ta-tb / AA3 / AB0, ta-tb / AB7, ta-tb / AD1 / AF0 / AJ3 / AK2 / AM0 / AM3 / AN0 / AN1 / AR0 / AS0 / AS1 / BA / BB, sq / BD0 / BE0 / BF1, ta-tb / BF2, ta-tb / BF3, ta-tb / BG1 / BG3, ta-tb / CA1, th-tt / EE2 / EE4 / FN, tg-wh / GC2 / GD1 / HA1 / HC0 / HC3 / HE1 / HF0 / HG2 / HH1 / HK9 / HN. - Binnenduene ( AA4 (<1%), AB2, AD1, AK0, AK1, AO0 (<1%), AR1 (<1%)) - Auenwald (AB7(<1%), AE2, AM3(<1%), AP1) - Bruchwald (AC4, AE3 (<1%)) - Erlenbestand (AC5, tb(>1%), BE2(<1%)) - Weidenbestand (BB, sq (<1%), BE1 (<1%)) - Uebergangsmoor (CA0, CA1(<1%), CB1, tn (<1%)) - Seggenried (CC1(<1%), CD (<1%)) - Roehrichtbestand (CF(<1%)) - Heide (DA1, DA2, DA3, DB1, DB2) - Silbergrasflur (DC2, ra-ti-tt) - Straussgrasrasen (DC3, ra-tt) - Borstgrasrasen (DF) - Nass- und Feuchtguenland (EC0) - Altwasser mit Roehrichtsaum (FC, wk (<1%)) - stehende Gewaesser (FD, wb-wg-wh-wl-wn (<1%), FE (<1%), FF, wa-wd-wf-wg-wh-wk-wl-wm-wn-wo (<1%), FG, wa-wd-wf-wg-wh-wk-wl-wm-wn (<1%) - Sumpfquelle (FK2 (<1%)) - Fliessgewaesser (FM4 wf-wh-wk-wl-wn (<1%), FM5, wf-wg-wh (<1%))
Lebensraumtypen:
  • Trockene Sandheiden mit Calluna und Genista [Dünen im Binnenland] <2310> (1,10 ha)
  • Uebergangs- und Schwingrasenmoore <7140> (2,11 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Hochmoore, Uebergangsmoore und Torfstiche (nicht FFH-LRT) <NCA0> (4,87 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Moore (6,98 ha)
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,10 ha)
  • Zwergstrauch-, Ginster-, Wacholderheiden (1,10 ha)
Biotoptypen:
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (74,46 ha)
  • Birken-Eichenmischwald <AB2> (104,25 ha)
  • Nadelbaum-Eichenmischwald <AB5> (14,89 ha)
  • Erlenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AC1> (59,57 ha)
  • Birkenwald <AD0> (14,89 ha)
  • Nadelbaum-Birkenmischwald <AD3> (29,78 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (14,89 ha)
  • Fichtenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AJ1> (14,89 ha)
  • Kiefernwald <AK0> (59,57 ha)
  • Kiefernmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AK1> (104,25 ha)
  • Roteichenmischwald <AO1> (14,89 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (29,78 ha)
  • Fettweide <EB0> (29,78 ha)
  • Magerweide <ED2> (14,89 ha)
  • Verkehrsbrache, ohne Brachen der Bahngelaende <HW6> (14,89 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <yAB1> (14,89 ha)
  • Birken-Eichenmischwald <yAB2> (14,89 ha)
  • Erlen-Bruchwald <yAC4> (14,89 ha)
  • Eichen-Birkenmischwald <yAD1> (446,76 ha)
  • Weiden-Auenwald <yAE2> (14,89 ha)
  • Kiefernwald <yAK0> (14,89 ha)
  • Ulmenmischwald auf Auenstandort <yAP1> (14,89 ha)
  • Schlagflur <yAT0> (59,57 ha)
  • Ufergehoelz <yBE0> (14,89 ha)
  • Hochmoor, Uebergangsmoor <yCA0> (34,66 ha)
  • Calluna-Heide <yDA1> (14,89 ha)
  • Degenerierte Calluna-Heide <yDA2> (59,57 ha)
  • Besenginster-Heide <yDA3> (14,89 ha)
  • Zwergstrauch-Feuchtheide <yDB1> (14,89 ha)
  • Pfeifengras-Feuchtheide <yDB2> (44,68 ha)
  • Silikattrockenrasen <yDC0> (14,89 ha)
  • Borstgrasrasen <yDF0> (14,89 ha)
  • Nass- und Feuchtgruenland <yEC0> (14,89 ha)
  • Altarm, Altwasser <yFC0> (14,89 ha)
  • Bach <yFM0> (14,89 ha)
  • Graben mit intakter Stillgewaesservegetation <yFN2> (0,10 ha)
  • Tieflandfluss <yFO2> (29,78 ha)
  • Uebergangs-, Zwischenmoor, Quellmoor <zCA3> (2,11 ha)
  • Calluna-Heide <zDA1> (1,10 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kleinling (Anagallis minima)
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Aehren-Tausendblatt (Myriophyllum spicatum)
  • Aehrige Teufelskralle (Phyteuma spicatum)
  • Alpen-Laichkraut (Potamogeton alpinus)
  • Asch-Weide (Salix cinerea subsp. cinerea)
  • Bauernsenf (Teesdalia nudicaulis)
  • Beinbrech (Narthecium ossifragum)
  • Berg-Gabelzahnmoos (Dicranum montanum)
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Birke unbestimmt (Betula spec.)
  • Blasen-Segge (Carex vesicaria)
  • Borsten-Schmiele (Deschampsia setacea)
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Braunes Schnabelried (Rhynchospora fusca)
  • Breitblaettriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Cladonia spec. (Cladonia spec.)
  • Deutsche Rasenbinse (Trichophorum germanicum)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Duftendes Mariengras (Hierochloe odorata (subsp. odorata))
  • Echte Glockenheide (Erica tetralix)
  • Echte Hundszunge (Cynoglossum officinale)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Eingeschnittenes Bartkelchmoos (Calypogeia fissa)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Einseitswendiges Torfmoos (Sphagnum subsecundum)
  • Faden-Segge (Carex lasiocarpa)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Feder-Torfmoos (Sphagnum subnitens)
  • Feld-Hainsimse Sa. (Luzula campestris agg.)
  • Fieberklee (Menyanthes trifoliata)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Floh-Segge (Carex pulicaris)
  • Flutende Moorbinse (Isolepis fluitans)
  • Fruehlings-Spoergel (Spergula morisonii)
  • Gebraeuchliche Ochsenzunge (Anchusa officinalis)
  • Geflecktes Knabenkraut i.w.S. (Dactylorhiza maculata agg.)
  • Gemeine Sumpfsimse (Eleocharis palustris)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Froschloeffel (Alisma plantago-aquatica)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gemeiner Moor-Baerlapp (Lycopodiella inundata)
  • Gemeines Ferkelkraut (Hypochaeris radicata (subsp. radicata))
  • Geoehrtes Torfmoos (Sphagnum denticulatum)
  • Gewoehnliche Ackerroete (Sherardia arvensis)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Schlehe (Prunus spinosa)
  • Gewoehnlicher Wasserschlauch (Utricularia vulgaris)
  • Goldenes Frauenhaar (Polytrichum commune)
  • Grau-Segge (Carex canescens)
  • Grossblaettriges Wurzelsternmoos (Rhizomnium magnifolium)
  • Grosses Flohkraut (Pulicaria dysenterica (subsp. dysenterica))
  • Haar-Schafschwingel (Festuca filiformis)
  • Hirschsprung (Corrigiola litoralis (subsp. litoralis))
  • Hirse-Segge (Carex panicea)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Hunds-Straussgras (Agrostis canina)
  • Hunds-Veilchen (Viola canina)
  • Kahle Gaensekresse (Turritis glabra)
  • Kammfarn (Dryopteris cristata)
  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella)
  • Kleiner Wasserschlauch (Utricularia minor)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Kleines Helmkraut (Scutellaria minor)
  • Kleines Schuppenzweigmoos (Lepidozia reptans)
  • Kleinfruechtiger Acker-Frauenmantel (Aphanes australis (subsp. australis))
  • Knabenkraut (Dactylorhiza spec.)
  • Knoeterich-Laichkraut (Potamogeton polygonifolius)
  • Koenigsfarn (Osmunda regalis)
  • Kurzblaettriges Torfmoos (Sphagnum angustifolium)
  • Laerche unbestimmt (Larix spec.)
  • Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos)
  • Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Moos-Widertonmoos (Polytrichum strictum)
  • Moosbeere (Vaccinium oxycoccos)
  • Muellers Bartkelchmoos (Calypogeia muelleriana)
  • Nadel-Sumpfsimse (Eleocharis acicularis)
  • Oesterreichische Sumpfsimse (Eleocharis mamillata subsp. austriaca)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Pfeifengras Sa. (Molinia caerulea agg.)
  • Pillen-Segge (Carex pilulifera (subsp. pilulifera))
  • Pillenfarn (Pilularia globulifera)
  • Quendel-Kreuzbluemchen (Polygala serpyllifolia)
  • Quirlige Knorpelmiere (Illecebrum verticillatum)
  • Reisquecke (Leersia oryzoides)
  • Rispen-Segge (Carex paniculata (subsp. paniculata))
  • Roetliches Kleinkopfsprossmoos (Cephaloziella rubella)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rosmarinheide (Andromeda polifolia)
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rundblaettriger Sonnentau (Drosera rotundifolia)
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Binse (Juncus tenageia (subsp. tenageia))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Savoyer Habichtskraut (Hieracium sabaudum)
  • Schabenkraut (Verbascum blattaria)
  • Schafschwingel (Festuca ovina)
  • Schild-Ehrenpreis (Veronica scutellata)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schmalblaettriges Wollgras (Eriophorum angustifolium)
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Siebenstern (Trientalis europaea)
  • Spiess-Torfmoos (Sphagnum cuspidatum)
  • Spitzblaettriges Torfmoos (Sphagnum capillifolium)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Steife Segge (Carex elata)
  • Stern-Segge (Carex echinata)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Straussfarn (Matteuccia struthiopteris)
  • Strohgelbes Schoenmoos (Calliergon stramineum)
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Sumpf-Bartkelchmoos (Calypogeia sphagnicola)
  • Sumpf-Blutauge (Comarum palustre)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Johanniskraut (Hypericum elodes)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Rispengras (Poa palustris)
  • Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
  • Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris)
  • Sumpf-Streifensternmoos (Aulacomnium palustre)
  • Sumpf-Veilchen (Viola palustris (subsp. palustris))
  • Sumpffarn (Thelypteris palustris)
  • Teichlinse (Spirodela polyrhiza)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Torfmoos-Knabenkraut (Dactylorhiza sphagnicola)
  • Truegerisches Torfmoos (Sphagnum fallax)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Untergetauchtes Torfmoos (Sphagnum denticulatum var. inundatum)
  • Verschiedenblaettriges Kammkelchmoos (Lophocolea heterophylla)
  • Vielspaltiges Riccardimoos (Riccardia multifida)
  • Vielstengelige Sumpfsimse (Eleocharis multicaulis)
  • Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wald-Laeusekraut (Pedicularis sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Warziges Torfmoos (Sphagnum papillosum)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Wasserfeder (Hottonia palustris)
  • Wasserfenchel (Oenanthe aquatica)
  • Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Weisse Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria (subsp. hirundinaria))
  • Weisse Seerose (Nymphaea alba)
  • Weisses Schnabelried (Rhynchospora alba)
  • Wiesen-Kuemmel (Carum carvi)
  • Winter-Schachtelhalm (Equisetum hyemale)
  • Zartes Torfmoos (Sphagnum tenellum)
  • Zierliches Tausendgueldenkraut (Centaurium pulchellum (subsp. pulchellum))
  • Zierliches Widertonmoos (Polytrichum longisetum)
  • Zindelkraut (Cicendia filiformis)
  • Zweispitziges Kopfsprossmoos (Cephalozia bicuspidata)
  • Zweizaehniges Kammkelchmoos (Lophocolea bidentata)
  • Zwerg-Igelkolben (Sparganium natans)
  • Zwerg-Laichkraut (Potamogeton pusillus)
  • Zwerg-Lein (Radiola linoides)
  • Zwiebel-Binse (Juncus bulbosus)
Tierarten:
  • Baumfalke (Falco subbuteo)
  • Bekassine (Gallinago gallinago)
  • Dorngrasmuecke (Sylvia communis)
  • Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)
  • Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)
  • Gruenspecht (Picus viridis)
  • Habicht (Accipiter gentilis)
  • Heidelerche (Lullula arborea)
  • Hohltaube (Columba oenas)
  • Kleinspecht (Dryobates minor)
  • Mittelspecht (Dendrocopos medius)
  • Nachtigall (Luscinia megarhynchos)
  • Neuntoeter (Lanius collurio)
  • Pirol (Oriolus oriolus)
  • Rebhuhn (Perdix perdix)
  • Rotmilan (Milvus milvus)
  • Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola)
  • Schwarzspecht (Dryocopus martius)
  • Sperber (Accipiter nisus)
  • Steinschmaetzer (Oenanthe oenanthe)
  • Teichrohrsaenger (Acrocephalus scirpaceus)
  • Waldschnepfe (Scolopax rusticola)
  • Wasserralle (Rallus aquaticus)
  • Wendehals (Jynx torquilla)
  • Wespenbussard (Pernis apivorus)
  • Wiesenpieper (Anthus pratensis)
  • Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus)
  • Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis)
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung eines grossflaechigen,
reichstrukturierten Biotopkomplexes mit herausragender
Artenschutzfunktion im Landschaftsraum Wahner Heide. Erhaltung
und Optimierung von Freiraumfunktionen fuer Erholung, Klima,
Immissionsschutz, Wasserretention
Gefährdungen:
  • Abbau Sand und Kies
  • Abbau Ton
  • Aufforstung
  • Aufschuettung
  • Beseitigung alter Baeume
  • Biozideinsatz
  • Drainage
  • Duengung
  • Entwaesserungsgraeben
  • Eutrophierung
  • Fischerei, Teichbau (FI)
  • Freizeitaktivitaeten
  • Gewaesserausbau
  • Gewaesserverunreinigung (SP)
  • Grundwasserabsenkung
  • Jagd
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • Muellablagerung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
  • Rekultivierung, unsachgemaess
  • Strassenbau
  • Umbruch, Umwandlung von Gruenland in Acker
  • Umwandlung in Hochwald (FW)
  • Verfuellung
  • Verkehr
  • Wegebau
  • Zerschneidung durch Strassenbau
Maßnahmen:
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • dynamisches Altholzkonzept
  • Einstellung der Bewirtschaftung
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Ueberschwemmungsdynamik
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • kein Gewaesserausbau
  • kein Kahlschlag
  • keine Aufforstung
  • keine Biozidanwendung
  • keine Duengung
  • keine Entwaesserung
  • Kopfbaumpflege
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Vermeidung Eutrophierung
  • Wasserstand regeln
  • weiterhin keine Bewirtschaftung
  • Wiedervernaessung
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.