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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Siegaue <LP Siegmündung> (SU-009)

Objektbezeichnung:

NSG Siegaue <LP Siegmündung>

Kennung:

SU-009

Ort: Niederkassel
Kreis: Rhein-Sieg-Kreis
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 536,00 ha
Offizielle Fläche: 535,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1983
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5208-0004
  • BK-5208-901
Kennung:

BK-5208-901

Objektbezeichnung:

NSG Siegaue

Link zur Karte: BK-5208-901
Objektbeschreibung: Das Gebiet stellt den Bereich der Siegaue und Siegmündung zwischen Sankt Augustin und Bonn dar. Es umfasst den Bereich der Aue, der innerhalb des Rhein-Sieg-Kreises liegt. Der nordöstliche Teil, zwischen dem Autobahndreieck St. Augustin und der Großkläranlage Müllekoven gelegen, wird beidseitig der Sieg von Grünland beherrscht. Das Gebiet ist durch Feldgehölze, Baumgruppen, Baumreihen und Einzelbäume reich gegliedert. Alte Flutmulden und Geländekanten mit kleinflächigem Feuchtgrünland und Gebüschen bereichern das Gelände. Herausragend in diesem Abschnitt ist der Sieglarer See, der eine hervorragende Bedeutung für Wat- und Wasservögel besitzt sowie Schlammlingsfluren mit seltenen Pflanzenarten aufweist (mdl. Auskunft Dr. Lopata, ULB Rhein-Sieg-Kreis). Darüberhinaus sind in diesem Bereich artenreiche Glatthaferwiesen und Magerweiden erhalten, die wertvolle Lebensräume für seltene Pflanzen (Peucedanum carvifolia, Dianthus deltoides, Betonica officinalis, Polygala vulgaris, Campanula patula, Trifolium aureum u.a.) sowie Insekten wie Tagfalter und Heuschrecken bilden. Südwestlich schließt sich ab dem "Schwarzen Pfuhl" bis zum Rhein waldreicheres Gebiet an. Hier sind größere, z.T. ständig wasserführende Altarme erhalten, die stellenweise von Weiden-Auenwaldresten begleitet werden. Ein großer Anteil des Waldes wird jedoch von Pappelforsten eingenommen, die im Unterwuchs von Impatiens glandulifera und Urtica dioica beherrscht werden. Zudem sind Flächen mit Bergahorn, Eschen und Erlen sowie Stieleichen und Hainbuchen aufgeforstet worden. Diese Bereiche stellen potentielle Hartholzauenwälder dar. Große Flächenanteile sind darüberhinaus brach gefallen. Es handelt sich um ehemaliges Grünland, dass nun von Brennnesseln und indischem Springkraut beherrscht wird sowie um Obstbaumkulturen, die von Hochstauden und Gebüschen (Hopfen, Brombeere) überwuchert werden. Laut mündlicher Mitteilung von Herrn Dr. Lopata sind die Wälder und Obstwiesenbrachen in diesem Bereich geophytenreich. Die Sieg ist in dem gesamten Abschnitt mit Steinpackungen befestigt. Auf diesem befestigtem Ufer hat sich ein schmaler Saum aus Phalaris und Hochstauden sowie Weidenufergehölzen angesiedelt. An den Gleithängen haben sich stellenweise naturnahe Abschnitte mit Phalarisröhricht und Weidensäumen ausgebildet, denen bei niedigem Wasserstand Kies- oder Schlammbänke mit typischen Annuellenfluren vorgelagert sind. Stellenweise und sporadisch treten flutende Wasserpflanzen auf (mdl. Auskunft Dr. Lopata). Die ständig wasserführenden Altarme südlich von Bergheim ("Diescholl") besaßen zur Zeit der Begehung (Juli 2002) keine Schwimmblatt- oder Unterwasservegetation, die laut Auskunft der ULB Rhein-Sieg-Kreis sporadisch auftreten. Die steilen Ufer bieten kaum Platz für die Ausbildung einer gewässertypischen Zonierung. Sie werden zudem durch Verkehrswege und Freizeitbeschäftigungen sehr stark beeinträchtigt. Die starke Frequentierung durch Erholungssuchende stellt auch im übrigen Gebiet einen merkliche Beeinträchtigung dar. Das Gebiet besitzt eine herausragende Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz: Zusammen mit dem südlich anschließenden Siegmündungsbereich auf dem Stadtgebiet Bonn (vgl. BK-5208-901) stellt das Gebiet die geomorphologisch am besten ausgebildete Flussmündung im mittleren Rheintal dar, in dem sich langfristig wieder naturnahe Auenlebensräume (Auenwälder) und artenreiche Grünländer entwickeln können. Das Gebiet ist landesweit bedeutsam als Brut-, Rast-, Nahrungs-, Durchzugs- und Überwinterungsbiotop für zahlreiche Vogelarten. Folgende Arten der Vogelschutzrichtlinie wurden nachgewiesen: Eisvogel, Knickente, Flussregenpfeifer, Zwergsäger, Schwarzmilan, Uferschwalbe, Teichrohrsänger, Löffelente, Knäkente, Nachtigall, Gänsesäger, Pirol, Zwergtaucher. Zudem besitzt die Siegaue als wichtiger Bestandteil des gesamten Siegfließgewässersystems eine hohe Bedeutung für seltene und gefährdete Fischarten wie Steinbeißer, Flussneunauge, Meerneunauge, Lachs, Groppe, Bachneunauge und Bitterling.
Kennung:

BK-5208-0004

Objektbezeichnung:

Auf dem Eilaendchen am Mondorfer Yacht-Hafen

Link zur Karte: BK-5208-0004
Objektbeschreibung: Das Gebiet umfasst den nördlichen Bereich der Siegmündung, der sich auf dem Stadtgebiet Niederkassel befindet. Es besteht zum überwiegenden Teil aus einer Halbinsel, dem "Eiländchen", das von Pappelforsten und weiteren Laubholzbeständen sowie einem abgeschnittenen Altarm sowie von Grünflächen eingenommen wird. Der Mondorfer Yachthafen begrenzt die Fläche im Norden. Dort schließt sich eine zur Zeit intensiv durch Pferde beweidete Grünlandfläche an. An der südlichen Grenze fließen der Altarm "Diescholl" und die Sieg in den Rhein. Das Gebiet wird von alten, totholzreichen Pappelwäldern geprägt, die z.T. schon mit standortgerechten, einheimischen Baumarten unterpflanzt worden sind. Der abgeschnittene Altarm wird von z.T. alten Weiden und Pappeln gesäumt und zeichnet sich durch seinen naturnahen Charakter das Vorkommen von Spirodela polyrhiza als Schwimmblattvegetation aus. Das Rheinufer ist zwar durch Basaltsteinschüttung befestigt worden, es wird jedoch durch die kiesig-sandigen Ablagerungen geprägt, auf denen ruderalisierte Hochstauden- und ein lückiger Ufergehölzsaum wachsen. Hier sind Schwarz-Pappel und Flatterulme in einzelnen Expemplaren vertreten (BfG, 2010). Zudem sind insbesondere auf der Landbrücke zwischen Yachthafen und Diescholl mehrere Fledermausquartiere (Großer Abendsegler, Rauhhautfledermaus, Zwergfledermaus, Myotis-Art), Nachweise weiterer Arten (Wasserfledermaus, Myotis-Arten: Brandt- o. Kleine Bart- o. Teichfledermaus) und weitere wichtige Fledermaus-Habitatstrukturen im gesamten Gebiet nachgewiesen worden (Fledermausgutachten zur Verkehrsicherung 2008). Das Gebiet stellt eine Teilfläche des NSG "Siegaue" und grenzt unmittelbar an die FFH-Gebiete DE-4405-301 ( "Rhein-Fischschutzzonen zwischen Emmerich und Bad Honnef") und DE-5208-301 ("Siegaue und Siegmündung") an. Es stellt mit diesen Flächen zusammen eine überregional bedeutsame Auenwald- und Rheinuferzone im Biotopverbund entlang des Rheins dar. Es bildet ein Trittsteinbiotop zum nördlich gelegenen Rheidter Werth und ergänzt die ausgedehnte Auenlandschaft an der Siegmündung. Diese stellt eine der wenigen in der Bundesrepublik noch erhaltenen naturnahen Nebenfluss-Mündungen in den Rhein dar. Die Erhaltung von Waldflächen auf Auenstandorten sollte hohe Priorität haben. Durch den Umbau der Pappelwälder in standortgerechte, einheimische Hart- und Weichholzauenwälder kann eine erhebliche Aufwertung erfolgen. Zudem sollte durch extensive und fachgerechte Pflege die Reste der artenreichen Offenlandbiotope erhalten bzw. wiederhergestellt werden. (Vom BfG wurde im Bereich der Pferdeweiden eine artenreiche Glatthaferwiese kartiert, deren Zustand 2011 nicht überprüft werden konnte). Die Besucherlenkung und Koordinierung der unterschiedlichen Freizeitansprüche ist dabei von großer Bedeutung für die Entwicklung des Gebietes. Zudem ist eine an Naturschutzziele angepasste Grünlandnutzung (Extensivierung, angepasste Unterstände) anzustreben (Vom BfG wurde im Bereich der Pferdeweiden eine artenreiche Glatthaferwiese kartiert, deren Zustand 2011 nicht überprüft werden konnte).

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (383,19 ha)
  • Natürliche eutrophe Seen und Altarme <3150> (1,77 ha)
  • Erlen-Eschen- und Weichholz-Auenwälder <91E0> (1,77 ha)
  • Hartholz-Auenwälder <91F0> (1,26 ha)
  • <FFH-LRT> (62,49 ha)
  • Auenwälder <NAX0> (7,58 ha)
  • Ufergehölze <NBE0> (1,26 ha)
  • Fließgewässer <NFM0> (7,58 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Hainbuchen-Eichenmischwald <AB9> (4,46 ha)
  • Erlenwald <AC0> (8,93 ha)
  • Weiden-Auenwald <AE2> (10,69 ha)
  • Pappelwald auf Auenstandort <AF2> (25,43 ha)
  • Eschenwald <AM0> (8,93 ha)
  • Eschenwald auf Auenstandort <AM3> (4,46 ha)
  • Eichen-Hainbuchenmischwald <AQ1> (17,85 ha)
  • Ahorn-/Lindenwald <AR0> (4,46 ha)
  • Ahornmischwald <AR1> (1,26 ha)
  • Feldgehoelz <BA0> (17,85 ha)
  • Bruchgebuesch <BB5> (4,46 ha)
  • Ufergehoelz <BE0> (19,12 ha)
  • Weiden-Ufergehoelz <BE1> (4,46 ha)
  • Baumgruppe, Baumreihe <BF0> (17,85 ha)
  • Grossseggenried <CD0> (4,46 ha)
  • Bachroehricht <CF4> (4,46 ha)
  • Fettwiese <EA0> (44,64 ha)
  • Fettwiese, Flachlandausbildung (Glatthaferwiese) <EA1> (13,39 ha)
  • Fettweide <EB0> (87,33 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <EC1> (4,46 ha)
  • Magerweide <ED2> (4,46 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (17,85 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (4,46 ha)
  • Altwasser (abgebunden) <FC2> (6,23 ha)
  • Altarm (angebunden, nicht durchstroemt) <FC3> (13,39 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (4,46 ha)
  • Teich <FF0> (4,46 ha)
  • Abgrabungsgewaesser <FG0> (17,85 ha)
  • Graben <FN0> (4,46 ha)
  • Fluss <FO0> (7,58 ha)
  • Tieflandfluss <FO2> (35,71 ha)
  • Acker <HA0> (8,93 ha)
  • Hochwasserdamm, Deich <HE0> (4,46 ha)
  • Obstanlage <HK0> (4,46 ha)
  • Streuobstbrache <HK9> (8,93 ha)
  • Gebaeude <HN1> (4,46 ha)
  • Sport- und Erholungsanlage mit geringem Versiegelungsgrad <HU2> (1,26 ha)
  • Verkehrsstrassen <VA0> (4,46 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Acker-Witwenblume Sa. (Knautia arvensis agg.)
  • Ampfer-Knoeterich (Persicaria lapathifolia)
  • Arznei-Baldrian Sa. (Valeriana officinalis agg.)
  • Arznei-Thymian (Thymus pulegioides)
  • Aufrechter Igelkolben (Sparganium erectum)
  • Aufrechtes Fingerkraut (Potentilla recta)
  • Behaarte Segge (Carex hirta)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ulme (Ulmus glabra)
  • Blasen-Segge (Carex vesicaria)
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Blumen-Esche (Fraxinus ornus)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Bruch-Weide Sa. (Salix fragilis agg.)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Dunkle Koenigskerze (Verbascum nigrum (subsp. nigrum))
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echte Zaunwinde Sa. (Calystegia sepium agg.)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perfoliatum)
  • Echtes Labkraut Sa. (Galium verum agg.)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Echtes Tausendgueldenkraut (Centaurium erythraea)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feinblaettrige Wicke (Vicia tenuifolia (subsp. tenuifolia))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Feld-Mannstreu (Eryngium campestre)
  • Feld-Ulme (Ulmus minor)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Ulme (Ulmus laevis)
  • Floh-Knoeterich (Persicaria maculosa)
  • Fuchs-Segge Sa. (Carex vulpina agg.)
  • Gaenzefuss unbestimmt (Chenopodium spec.)
  • Gamander-Ehrenpreis Sa. (Veronica chamaedrys)
  • Garten-Apfel (Malus domestica)
  • Garten-Birnbaum (Pyrus communis agg.)
  • Geflecktes Johanniskraut Sa. (Hypericum maculatum agg.)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gelbe Teichrose (Nuphar lutea)
  • Gelbe Wiesenraute (Thalictrum flavum)
  • Gemeiner Beifuss Sa. (Artemisia vulgaris agg.)
  • Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Froschloeffel Sa. (Alisma plantago-aquatica agg.)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gemeines Ferkelkraut (Hypochaeris radicata (subsp. radicata))
  • Gemeines Hornkraut (Cerastium holosteoides)
  • Gemeines Seifenkraut (Saponaria officinalis)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel Sa. (Galeobdolon luteum agg.)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Gewoehnlicher Hornklee Sa. (Lotus corniculatus agg.)
  • Gewoehnliches Pfaffenhuetchen (Euonymus europaeus)
  • Gewoehnliches Ruchgras Sa. (Anthoxanthum odoratum agg.)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Glockenblume unbestimmt (Campanula spec.)
  • Goldhafer Sa. (Trisetum flavescens agg.)
  • Goldrute unbestimmt (Solidago spec.)
  • Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
  • Grau-Erle (Alnus incana (subsp. incana))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Klette (Arctium lappa)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Grosser Algenfarn (Azolla filiculoides)
  • Grosser Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)
  • Grosses Flohkraut (Pulicaria dysenterica (subsp. dysenterica))
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hasen-Klee (Trifolium arvense (subsp. arvense))
  • Heide-Nelke (Dianthus deltoides (subsp. deltoides))
  • Heil-Ziest (Betonica officinalis (subsp. officinalis))
  • Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum)
  • Hopfen (Humulus lupulus)
  • Jakobs Greiskraut (Senecio jacobaea)
  • Kanadische Pappel (Populus canadensis (P. deltoides x nigra))
  • Kiefer (unbestimmt) (Pinus spec.)
  • Kleinbluetige Sumpfkresse (Rorippa palustris (subsp. palustris))
  • Kleine Bibernelle Sa. (Pimpinella saxifraga agg.)
  • Kleiner Odermennig (Agrimonia eupatoria (subsp. eupatoria))
  • Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Kleinkoepfiger Pippau (Crepis capillaris)
  • Knaeuel-Binse (Juncus conglomeratus)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Knoeterich (Art unbestimmt) (Polygonum spec.)
  • Knolliger Hahnenfuss (Ranunculus bulbosus (subsp. bulbosus))
  • Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Kratzbeere (Rubus caesius)
  • Kriechende Quecke (Elymus repens)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Kuemmelblatt-Haarstrang (Peucedanum carvifolia)
  • Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos)
  • Luzerne Sa. (Medicago sativa agg.)
  • Moschus-Malve (Malva moschata)
  • Nesselblaettrige Glockenblume (Campanula trachelium (subsp. trachelium))
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Pastinak (Pastinaca sativa)
  • Prunus unbestimmt (Prunus spec.)
  • Purpur-Weide (Salix purpurea)
  • Rainfarn (Tanacetum vulgare)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rohr-Schwingel (Festuca arundinacea)
  • Rose unbestimmt (Rosa spec.)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rotschwingel Sa. (Festuca rubra agg.)
  • Rundblaettrige Glockenblume Sa. (Campanula rotundifolia agg.)
  • Schafschwingel Sa. (Festuca ovina agg.)
  • Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schmalblaettriges Greiskraut (Senecio inaequidens)
  • Schneebeere (Symphoricarpos albus)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarz-Pappel (Populus nigra)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Schwarzer Senf (Brassica nigra)
  • Segge unbestimmt (Carex spec.)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Sommer-Linde (Tilia platyphyllos)
  • Spaetbluehende Traubenkirsche (Prunus serotina)
  • Sparrige Segge (Carex muricata agg.)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Schafgarbe Sa. (Achillea ptarmica agg.)
  • Sumpf-Ziest (Stachys palustris)
  • Teichlinse (Spirodela polyrhiza)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Traubenkirsche (Prunus padus)
  • Ufer-Segge (Carex riparia)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Vogel-Knoeterich Sa. (Polygonum aviculare agg.)
  • Vogel-Wicke Sa. (Vicia cracca agg.)
  • Wasser-Knoeterich (Persicaria amphibia)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Wasserlinse unbestimmt (Lemna spec.)
  • Wasserpest unbestimmt (Elodea spec.)
  • Weide unbestimmt (Salix spec.)
  • Weide-Kammgras (Cynosurus cristatus)
  • Weissdorn unbestimmt (Crataegus spec.)
  • Weisse Seerose (Nymphaea alba)
  • Weisses Straussgras Sa. (Agrostis stolonifera agg.)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Welsches Weidelgras (Lolium multiflorum)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Klee (Trifolium pratense)
  • Wiesen-Knoeterich (Bistorta officinalis (subsp. officinalis))
  • Wiesen-Labkraut Sa. (Galium mollugo agg.)
  • Wiesen-Lieschgras Sa. (Phleum pratense agg.)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Margerite Sa. (Leucanthemum vulgare agg.)
  • Wiesen-Pippau (Crepis biennis)
  • Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis)
  • Wiesen-Schafgarbe Sa. (Achillea millefolium agg.)
  • Wiesen-Schwingel (Festuca pratensis)
  • Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense)
  • Wilde Moehre (Daucus carota (subsp. carota))
  • Winter-Linde (Tilia cordata)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zaun-Wicke (Vicia sepium)
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
Tierarten:
  • Admiral (Vanessa atalanta)
  • Brandgans (Tadorna tadorna)
  • Graugans (Anser anser)
  • Graureiher (Ardea cinerea)
  • Haubentaucher (Podiceps cristatus)
  • Kormoran (Phalacrocorax carbo)
  • Pirol (Oriolus oriolus)
Schutzziele: Erhalt und Optimierung einer strukturreichen Flussauenlandschaft als
Lebensraum fuer gefaehrdete Tier- und PflanzenartenErhaltung eines bedingt naturnahen Rheinuferbereichen und einer bewaldeten ehemaligen Rheininsel als wertvoller Lebensraum von Fledermäusen und seltenen Pflanzenarten und als Teil der Siegmündung, eine der wenigen weitgehend naturbelassenen Flussmündungen in den Rhein im Bereich der Bundesrepublik sowie als Trittsteinbiotop zum Rheidter Werth, Optimierung durch angepasste Pflege von Wiesen- und Freizeitflächen sowie Umbau des Pappelbestandes in Auenwald aus einheimischen, standortgerechten Baumarten.
Gefährdungen:
  • Angelsport, Fischerei
  • Aufforstung
  • Befahren von Gewaessern mit Booten (FI)
  • Drainage (LW)
  • Duengung
  • Duengung empfindlicher Standorte (LW)
  • Einwanderung, Ausbreitung Neophyten
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Erschliessung stoerungsempfindlicher Bereiche (FI)
  • Eutrophierung
  • Freizeitaktivitaeten
  • Gewaesserausbau
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Grundwasserabsenkung
  • intensive Beweidung
  • naturferne Ufergestaltung (WA)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
  • Rodung (FW)
  • Stoerung Brutgeschaeft (SP)
  • Trampelpfad (SP)
  • Trittschaeden (SP)
  • Uferbefestigung (WA)
  • Umbruch, Umwandlung von Gruenland in Acker
  • Verkehr
  • Wassersport (SP)
  • Wegebau
  • Zerschneidung durch Strassenbau
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Bauliche Anlagen entfernen
  • Beschraenkung der Duengung
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • Erhaltung der Ueberschwemmungsdynamik
  • extensive Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • keine Aufforstung
  • keine Beweidung
  • keine Entwaesserung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Verbesserung der Wasserqualitaet
  • Vermeidung Eutrophierung
  • Wiedervernaessung
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