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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Netteberge (UN-004)

Objektbezeichnung:

NSG Netteberge

Kennung:

UN-004

Ort: Selm
Kreis: Unna
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 23,47 ha
Offizielle Fläche: NaN ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1981
Inkraft: 1991
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung erfolgt gem. § 20 a), b) und c) LG

1. Zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstätten bestimmter wildlebender Pflanzen und
wildlebender Tierarten.
Als Lebensstätten gelten insbesondere:
- die Grünlandbereiche
- die Sukzessionsflächen
- die Sandrasenfläche
- die Kleingewässer mit Röhrrichtzone sowie die Quellbereiche
- die Weiden- und Birkenbüsche
- die naturnahen Waldparzellen
- die Ruderalfluren mit ihrer spontanen Vegetationsentwicklung.

2. zur Erhaltung von geologischen Aufschlüssen aus wissenschaftlichen, erdgeschichtlichen
und landeskundlichen Gründen

3. wegen der Seltenheit und Eigenart der hier aufgeschlossenen campanzeitlichen Sande und der
durch die Verwitterung freigelegten Sandsteine.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4310-905
Kennung:

BK-4310-905

Objektbezeichnung:

NSG Netteberge

Link zur Karte: BK-4310-905
Objektbeschreibung: Das Naturschutzgebiet Netteberge im Südosten der Gemeinde Selm ist ein Biotopkomplex, der im Wesentlichen aus der ehemaligen Nutzung als Sandgrube entstanden ist. Im Übergangsbereich von Cappenberger Höhen zum Bach-Niederungsbereich östlich von Selm-Beifang gelegen, überwindet es dabei etwa 40 Meter Höhenunterschied. Die Entnahme campanischer Sande schuf kleinräumig ein bewegtes Oberflächenrelief. Nach Abbauende in den 1970er Jahren ist ein Großteil der ehemals offenen Grubenstandorte sukzessive bewaldet. Heckenstrukturen, Bachläufe und zwei Grünlandblöcke gliedern das Gebiet weiter. Vornehmlich aus Hangdruckwasser gespeist nehmen heute einige schützenswerte Kleingewässer und totholzreiche Weidensumpfwälder die ehemalige Abbausohle ein. In den weniger stark vernässten Rand- und Böschungsbereichen gehen diese vornehmlich in Birkenwälder mit dichtem Brombeer- und Brennnesselunterwuchs über. Die Senken werden von drei teilweise naturnahen kleineren Bachläufen entwässert. Eine Anzahl inzwischen stark verlandeter Kleingewässer und ehemaliger Fischteiche mit typischen Vegetationsbeständen säumen die Bachläufe. Um die in Kerbtälchen liegenden Oberläufe und Quellbereiche des südlichen Baches stockt ein älterer Buchenhochwald. Da Teile der ehemaligen Sandgrube, insbesondere Böschungsbereiche, mit verschiedenen Aufforstungen festgelegt wurden, sind die für die Sandstandorte charakteristischen und schützenswerten Magerrasen aktuell nur noch reliktär vorhanden und durch Verbuschung, Ruderalisierung und das Eindringen von Neophyten stark gefährdet. Durch die früheren Sandabbautätigkeiten freigelegt sind im NSG vielfach als geologisch bemerkenswerte Aufschlüsse Kalksandsteinbänder und - blöcke zu finden. Die Grünländer werden extensiv als Weide oder Wiese genutzt. Sie sind teilweise mit alten Obstbaumbeständen und jungen Nachpflanzungen und Kleinstgewässern angereichert. Der anthropogen entstandene offene Sonderstandort Sandgrube wird heute bis auf wenige Restflächen flächig von verschiedenen oftmals naturnahen Waldtypen eingenommen. Die offenen Sandstandorte nehmen eine besondere Stellung als Refugialraum für psammophile Organismen ein, da vergleichbare Lebensräume erst wieder in geraumer Entfernung vorzufinden sind. In diesem Sinne sind sie auch als biotopvernetzende Strukturen essentiell. Innerhalb des intensiv agrarisch genutzten Umfeldes stehen die Wälder und linearen Gehölzelemente der Netteberge im direkten räumlichen Zusammenhang zu weiteren Naturschutzgebieten im Bereich der Nordlippischen Höhen und stellen somit auch wichtige Elemente im regionalen Biotopverbund. Großteile des Naturschutzgebietes sind bewaldet. Diejenigen Bereiche, die bereits eine etwa 40 Jahre währende Gehölzsukzession aufweisen, bieten weiterhin eine Chance auf ungestörte natürliche Entwicklungsprozesse. Der Umbau von derzeit nicht standortgerechten Waldgesellschaften, vor allem in Aufforstungsbereichen außerhalb der ehemaligen feuchteren Grubensohlen, ist langfristig anzustreben. Besonders vor dem Hintergrund der Gefahren der Verinselung liegt ein Hauptentwicklungsziel in der Offenhaltung und Vergrößerung von offenen Magerrasenstandorten, die dann eine kleinräumige und enge Verzahnung mit Waldstandorten und von eher trocken-warmen zu feuchten Lebensräumen bieten können. In diesem Zusammenhang wird ebenfalls eine weitere Grünlandextensivierung langfristig angestrebt. Hier kann ein extensives Weidemanagement zielführend sein. Erhalt und Optimierung der Still- und insbesondere der Fließgewässer schaffen zusätzlich die Chance der Vernetzung von Niederung zu Kuppenlage auf kleinen Raum für amphibische und aquatische Organismen.
Lebensraumtypen:
  • Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions <3150> (0,44 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (5,68 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Feldgehoelze (nicht FFH-LRT) <NBA0> (0,37 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,70 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Silikattrockenrasen (nicht FFH-LRT) <NDC0> (0,51 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (3,30 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,11 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,50 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Obstbaumbestaende <NHK0> (1,80 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Saeume und Hochstaudenfluren (nicht FFH-LRT) <NK00> (0,04 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,30 ha)
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,44 ha)
  • Trockenrasen (0,11 ha)
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (1,25 ha)
  • Birkenwald <AD0> (0,85 ha)
  • Birkenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AD1a> (2,25 ha)
  • Weidenmischwald <AE1> (0,74 ha)
  • Weidenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AE1a> (1,53 ha)
  • Weidensumpfwald <AE4> (2,90 ha)
  • Pappelmischwald <AF1> (1,15 ha)
  • Sonstiger Laubmischwald einheimischer Arten (ohne dominante Art) <AG2> (1,10 ha)
  • Sonstiger Nadel-Laubmischwald einheimischer Laubbaumarten <AG3> (0,70 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (0,20 ha)
  • Kiefernmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AK1> (0,28 ha)
  • Feldgehoelze <BA> (0,37 ha)
  • Gebuesche <BB> (0,03 ha)
  • Hecke <BD0> (0,70 ha)
  • Schilfroehricht <CF2a> (0,03 ha)
  • Silikattrockenrasen <DC0> (0,40 ha)
  • Fettwiese, Flachlandausbildung (Glatthaferwiese) <EA1> (3,30 ha)
  • Fettweide <EB0> (1,70 ha)
  • Tuempel (periodisch) <FD1> (0,01 ha)
  • Teich <FF0> (0,10 ha)
  • Tieflandbach <FM5> (0,20 ha)
  • Graben <FN0> (0,15 ha)
  • Ziergarten <HJ1> (0,05 ha)
  • Streuobstweide <HK3> (1,80 ha)
  • Gebaeude, Mauerwerk, Ruinen <HN> (0,01 ha)
  • Feuchte Hochstaudenflur, flaechenhaft <LB1> (0,04 ha)
  • Neophytenflur <LB3> (0,40 ha)
  • Silikattrockenrasen <yDC0> (0,11 ha)
  • Quellbach im Tiefland <yFM4a> (0,30 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <zFD0> (0,44 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense (subsp. arvense))
  • Ackerwinde (Convolvulus arvensis)
  • Apfelbaum unbestimmt (Malus spec.)
  • Armleuchteralge (Chara spec.)
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Artengruppe Gefleckter Aronstab (Arum maculatum agg.)
  • Arznei-Thymian (Thymus pulegioides)
  • Asch-Weide Sa. (Salix cinerea)
  • Aufrechter Igelkolben (Sparganium erectum)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Bastard-Wald-Veilchen (Viola bavarica (V. reichenbachiana x riviniana))
  • Behaarte Segge (Carex hirta)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Birnbaum (Pyrus communis)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Blaugruene Binse (Juncus inflexus (subsp. inflexus))
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Borsten-Moorbinse (Isolepis setacea)
  • Breitblaettrige Stendelwurz (Epipactis helleborine)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Cladonia spec. (Cladonia spec.)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Dornfarn Sa. (Dryopteris carthusiana agg.)
  • Dreifurchige Wasserlinse (Lemna trisulca)
  • Dreiteiliger Zweizahn (Bidens tripartita (subsp. tripartita))
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Dunkles Lungenkraut (Pulmonaria obscura)
  • Echte Trauerweide (Salix babylonica)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Echtes Tausendgueldenkraut (Centaurium erythraea)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Einjaehriger Knaeuel (Scleranthus annuus)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Essigbaum (Rhus typhina)
  • Europaeische Laerche (Larix decidua (subsp. decidua))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Feld-Klee (Trifolium campestre)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Flutender Schwaden Sa. (Glyceria fluitans agg.)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fruehe Haferschmiele (Aira praecox)
  • Fruehlings-Hainsimse (Luzula pilosa)
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Geflecktes Johanniskraut Sa. (Hypericum maculatum agg.)
  • Gefluegelte Braunwurz (Scrophularia umbrosa)
  • Gefluegeltes Johanniskraut (Hypericum tetrapterum)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Armleuchteralge (Chara vulgaris)
  • Gemeine Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
  • Gemeiner Dost (Origanum vulgare)
  • Gemeiner Froschloeffel (Alisma plantago-aquatica)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gemeiner Wasser-Hahnenfuss (Ranunculus aquatilis)
  • Gemeines Bitterkraut (Picris hieracioides)
  • Gemeines Ferkelkraut (Hypochaeris radicata (subsp. radicata))
  • Gemeines Hornkraut (Cerastium holosteoides)
  • Gemeines Rispengras (Poa trivialis (subsp. trivialis))
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Gartenform) (Lamium galeobdolon var. variegatum)
  • Gewoehnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare (subsp. vulgare))
  • Gewoehnliche Schlehe (Prunus spinosa)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Reiherschnabel (Erodium cicutarium)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Gewoehnliches Pfaffenhuetchen (Euonymus europaeus)
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Gewöhnliches Acker-Hornkraut (Cerastium arvense subsp. arvense)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Gift-Hahnenfuss (Ranunculus sceleratus (subsp. sceleratus))
  • Grasblaettrige Goldrute (Solidago graminifolia)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Klette (Arctium lappa)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hahnensporn-Weissdorn (Crataegus crus-galli)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hain-Rispengras (Sa.) (Poa nemoralis agg.)
  • Hain-Segge (Carex otrubae)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hasen-Klee (Trifolium arvense (subsp. arvense))
  • Hasenpfoten-Segge (Carex leporina)
  • Hirschzunge (Asplenium scolopendrium (subsp. scolopendrium))
  • Hopfen (Humulus lupulus)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Jakobs Greiskraut (Senecio jacobaea)
  • Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)
  • Kanadische Pappel (Populus canadensis (P. deltoides x nigra))
  • Kleinbluetiges Springkraut (Impatiens parviflora)
  • Kleinbluetiges Weidenroeschen (Epilobium parviflorum)
  • Kleine Wasserlinse (Lemna minor)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kleiner Klee (Trifolium dubium)
  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Kleinkoepfiger Pippau (Crepis capillaris)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Knaeuel-Ampfer (Rumex conglomeratus)
  • Knaeuel-Binse (Juncus conglomeratus)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Krauser Ampfer (Rumex crispus (subsp. crispus))
  • Krauses Laichkraut (Potamogeton crispus)
  • Krebsschere (Stratiotes aloides)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kroeten-Binse Sa. (Juncus bufonius agg.)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi (subsp. flos-cuculi))
  • Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos)
  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
  • Platthalm-Rispengras (Poa compressa)
  • Quendel-Ehrenpreis (Veronica serpyllifolia)
  • Quendelblaettriges Sandkraut (Arenaria serpyllifolia)
  • Rainfarn (Tanacetum vulgare)
  • Rauhes Hornblatt (Ceratophyllum demersum)
  • Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)
  • Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rose unbestimmt (Rosa spec.)
  • Rot-Eiche (Quercus rubra)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rote Johannisbeere (Ribes rubrum)
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rotschwingel (Festuca rubra)
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Saat-Wucherblume (Glebionis segetum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sauerampfer (Rumex acetosa (subsp. acetosa))
  • Schafschwingel Sa. (Festuca ovina agg.)
  • Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris)
  • Schein-Zypergras-Segge (Carex pseudocyperus)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schmalblaettriger Merk (Berula erecta)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Schwimmendes Laichkraut (Potamogeton natans)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Silber-Weide (Sa.) (Salix alba agg.)
  • Spaetbluehende Traubenkirsche (Prunus serotina)
  • Sparrige Segge (Carex muricata agg.)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Stumpfblaettriger Ampfer (Rumex obtusifolius)
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
  • Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Sumpf-Wasserstern Sa. (Callitriche palustris agg.)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Vogelfuss (Ornithopus perpusillus)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
  • Wasser-Sumpfkresse (Rorippa amphibia)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Wasserfenchel Sa. (Oenanthe aquatica agg.)
  • Wasserstern unbestimmt (Callitriche spec.)
  • Weiche Trespe (Bromus hordeaceus)
  • Weiche Trespe Sa. (Bromus hordeaceus agg.)
  • Weide-Kammgras (Cynosurus cristatus)
  • Weissdorn unbestimmt (Crataegus spec.)
  • Weisses Straussgras (Agrostis stolonifera)
  • Weisses Straussgras Sa. (Agrostis stolonifera agg.)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris)
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Margerite Sa. (Leucanthemum vulgare agg.)
  • Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis)
  • Wiesen-Rispengras (Poa pratensis)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)
  • Wiesen-Schwingel (Festuca pratensis)
  • Wilde Moehre (Daucus carota (subsp. carota))
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Wurmfarn Sa. (Dryopteris filix-mas agg.)
  • Zaun-Wicke (Vicia sepium)
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
  • Zweizeilige Segge (Carex disticha)
Tierarten:
  • Bergmolch (Triturus alpestris)
  • Brauner Sandlaeufer (Cicindela hybrida)
  • Dachs (Meles meles)
  • Erdkroete (Bufo bufo)
  • Grasfrosch (Rana temporaria)
  • Schleie (Tinca tinca)
  • Teichmolch (Triturus vulgaris)
Schutzziele: Das Gebiet faellt unter Paragraph 20a, b, c LG; die Festsetzung erfolgt
- zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften und Lebensstaetten wildlebender Tier- und Pflanzenarten
- aus naturwissenschaftlichen Gruenden: Entwicklung einer natuerlichen Vegetation
- wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schoenheit dieses Gebietes
- zur Erhaltung eines anthropogen entstandenen Biotopes mit hoher innerere Vielfalt als Refugialbiotop fuer seltene Pflanzen und Tiergemeinschaften
- zur Erhaltung von geologischen Aufschlüssen aus wissenschaftlichen, erdgeschichtlichen und landeskundlichen Gründen
- wegen der Seltenheit und Eigenart der hier aufgeschlossenen campanzeitlichen Sande und der durch die Verwitterung freigelegten Sandsteine

Insbesondere sind die im Gebiet vorkommenden gesetzlich geschützten Biotoptypen nachhaltig zu schützen und zu sichern. Augenmerk sind dabei eine Reihe von naturnahen Kleingewässern, ein naturnaher Bachlauf und ein Sandmagerrasen. Vorrangige Entwicklungziele sind die Optimierung und Ausweitung dieser Lebensräume. Dieses zielt besonders auch auf die Renaturierung von beeinträchtigten Bach- und Grabenabschnitten, sowie einer Anzahl von ehemals als Fischteiche genutzter Kleingewässer ab. Die typischen Lebensräume des Sonderstandortes Sandgrube gilt es durch die Ausweitung von offenen, mageren und vegetationsarmen Sandflächen zu sichern und zu fördern. Langfristig ist ein schonender Waldumbau von Parzellen mit nicht bodenständigen und nicht einheimischen Gehölzen geboten. Landwirtschaftliche Nutzung bleibt auf Grünlander beschränkt, die extensiv beweidet oder gemäht werden.
Gefährdungen:
  • Einwanderung, Ausbreitung Neophyten
  • Eutrophierung (LW)
  • Feuerstelle (SP)
  • freilaufende Hunde (SP)
  • Gewaesserausbau
  • Muellablagerung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
  • Stoerungs-, Eutrophierungszeiger
  • Trampelpfad (SP)
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Ausmagerung Gruenlandflaeche d. int. Beweidung u. keine Duengung
  • Beseitigung einer Quellfassung
  • Beseitigung eines Durchlasses
  • Entnahme nicht bodenst. Gehoelze im Rahmen der forstl. Nutzung
  • Entschlammung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • Ersatz abgaengiger Obstbaeume
  • Fliessgewaesser renaturireren
  • Hecken abschnittsweise auf den Stock setzen
  • maehen oder beweiden
  • Mehrmalige Mahd zur Beseitigung von Problemunkraeutern
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Neophyten beseitigen
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Weidepflege (Nachmahd, Saeuberungsmahd)
  • Wiederherstellung eines Offenlandbiotops durch Waldentfernung
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