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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet In der Lake (UN-033)

Objektbezeichnung:

NSG In der Lake

Kennung:

UN-033

Ort: Schwerte
Kreis: Unna
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 40,81 ha
Offizielle Fläche: 45,00 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1997
Inkraft: 1998
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt gemaess Paragraph 20a) LG NW

- Zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften oder
Biotopen bestimmter wildlebender Tier- und Pflanzenarten. Als Biotope bzw.
Lebensgemeinschaften gelten hier insbesondere:

- Fliessgewaesser mit ihren Auenstrukturen,
- Gruenlandgesellschaften wie - Glatthaferwiesen,
- Weidelgras-Weissklee-Weiden,
- Flut- und Kriechrasengesellschaften,
- Feuchtbrache,
- Saum- und Uferstaudengesellschaften,
- Roehrichte und Grosseggenriede,
- Gehoelze, Baumbestaende und Hecken.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4511-1001
Kennung:

BK-4511-1001

Objektbezeichnung:

NSG In der Lake

Link zur Karte: BK-4511-1001
Objektbeschreibung: Naturschutzgebiet "In der Lake" in der Schwerter Ruhraue Das Naturschutzgebiet "In der Lake" in der Schwerter Ruhraue umfasst die ausgedehnten Gruenlandflaechen entlang der Ruhr zwischen der Bahnlinie Schwerte - Iserlohn, der Ortslage Ergste, Haus Ruhr und den Wassergewinnungsanlagen westlich der Autobahn A 45. Dieser Ausschnitt der Ruhraue ist durch eine offene Wiesen- und Weidenlandschaft gekennzeichnet, die sich in Fett- und Glatthaferwiesen, Weidelgras-Weisskleeweiden und Flutrasen differenziert. Neben kleinflaechigen Gehoelzbestaenden sind vor allem der Flusslauf der Ruhr, die Roehricht- und Feuchtbracheflaechen sowie die hochstaudenreichen Ufersaeume strukturbestimmende Landschaftselemente. Das den ueberwiegenden Teil des NSG einnehmende Gruenland wird inzwischen bis auf eine Parzelle ausnahmslos gemaeht, die bis vor wenigen Jahren dominierende Weidenutzung ist an den in der Umstellung begriffenen Pflanzengesellschaften noch abzulesen. Trotz anhaltender Extensivierung sind die Bestaende auch aus diesem Grund noch vergleichsweise artenarm. Zu den Ruhrufern sind als Massnahmen des Landschaftsplanes breite Uferstreifen aus der Nutzung genommen worden, die sich langsam von Gruenlandbrachen in Richtung trockene, uferbegleitende Saeume entwickeln. Streckenweise hat sich dort allerdings Riesenbaerenklau in erheblicher Zahl angesiedelt. Feuchte Gruenlandbestaende sind im Gebiet nur im Bereich einer wechselfeuchten Brache im mittleren Teil des Gebietes entwickelt und dort auch eher kennartenarm als Flutrasen, Rohrglanzgrasroehricht und kleinflaechiges Seggenried ausgebildet. Die Gehoelze beschraenken sich auf wenige Heckenpflanzungen, Einzelbaeume, neu angelegte Kopfweidenreihen und einen Strauchweidenbestand im Bereich der feuchten Gruenlandbrache. An den Ruhrufern breiten sich stellenweise erste Weiden- und Erlengebuesche aus. Stillgewaesser fehlen im Gebiet bis auf eine als Weidetraenke genutzte Lache. Die kleineren Fliessgewaesser sind in ihrem Unterlauf ehemals begradigte und mit Steinschuettungen versehene Bachlaeufe. Die Ruhr ist im Naturschutzgebiet angestaut, mit Steinschuettungen versehen und weist nur eine geringe Fliessgeschwindigkeit auf. Aufgrund der weitgehend eingestellten Unterhaltung ist die Uferbefestigung abgaengig, erste bis zu 1,5 m hohe Lehm-Kies-Steilwaende entstehen. Zerschnitten wird das Gebiet durch die Autobahn 45 und eine kreuzende Hochspannungsfreileitung. Wertgebend fuer das Gebiet sind der grosse, zusammenhaengende Gruenlandkomplex in der Aue, der bei anhaltender extensiver Nutzung ein gutes Entwicklungspotenzial aufweist, und der sich langsam entfesselnde Ruhrlauf.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (0,40 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,90 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moore, Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH) auf Primärstandorten <NCA0-ung.> (0,11 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (0,10 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (30,50 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,30 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,10 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (5,10 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Sand- Lehm- oder Loesswaende <NGG0> (0,10 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Aecker und Ackerbrachen (auf Sonderstandorten) <NHA0> (0,20 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Brachflaechen (ausserhalb von landwirtschaftlichen Flaechen) <NHW0> (1,90 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Saeume und Hochstaudenfluren (nicht FFH-LRT) <NK00> (0,70 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Roehrichte (0,11 ha)
Biotoptypen:
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,20 ha)
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (0,10 ha)
  • Ufergehoelz <BE0> (0,10 ha)
  • Weiden-Ufergehoelz <BE1> (0,10 ha)
  • Erlen-Ufergehoelz <BE2> (0,10 ha)
  • Baumgruppe, Baumreihe <BF0> (0,10 ha)
  • Baumreihe <BF1> (0,30 ha)
  • Baumgruppe <BF2> (0,10 ha)
  • Einzelbaum <BF3> (0,10 ha)
  • Kopfbaum <BG3> (0,10 ha)
  • Grossseggenried <CD0> (0,10 ha)
  • Fettwiese <EA0> (27,00 ha)
  • Fettwiese, Flachlandausbildung (Glatthaferwiese) <EA1> (1,30 ha)
  • Fettweide <EB0> (2,20 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <EC1> (0,10 ha)
  • Flutrasen <EC5> (0,20 ha)
  • Brachgefallene Fettwiese <EE1> (1,40 ha)
  • Brachgefallene Fettweide <EE2> (0,20 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (0,30 ha)
  • Lache, Wagenspur <FD3> (0,10 ha)
  • Bachunterlauf im Mittelgebirge <FM3> (0,30 ha)
  • Graben mit extensiver Instandhaltung <FN3> (0,20 ha)
  • Graben mit intensiver Instandhaltung <FN4> (0,10 ha)
  • Fluss <FO0> (4,50 ha)
  • Loess-, Lehmwand <GG2> (0,10 ha)
  • Ackerbrache <HB0> (0,20 ha)
  • Gewaesserbegleitender feuchter Saum bzw. linienf. Hochstaudenflur <KA2> (0,60 ha)
  • Gewaesserbegleitender trockener Saum bzw. Hochstaudenflur, linienfoermig <KB2> (0,10 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Roehrichtbestand <yCF0> (0,11 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Frauenmantel (Aphanes arvensis)
  • Behaarte Segge (Carex hirta)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echte Kamille (Matricaria recutita)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
  • Gemeiner Breitwegerich (Plantago major subsp. major)
  • Gewimpertes Kreuzlabkraut (Cruciata laevipes)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum)
  • Hohe Weide (Salix rubens (S. alba x fragilis))
  • Klatsch-Mohn (Papaver rhoeas)
  • Kleiner Klee (Trifolium dubium)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotschwingel Sa. (Festuca rubra agg.)
  • Sauerampfer (Rumex acetosa (subsp. acetosa))
  • Schlank-Segge (Carex acuta)
  • Schlitzblaettriger Storchschnabel (Geranium dissectum)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Silber-Weide (Sa.) (Salix alba agg.)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Weiche Trespe (Bromus hordeaceus)
  • Weisses Straussgras (Agrostis stolonifera)
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Labkraut Sa. (Galium mollugo agg.)
  • Wiesen-Schaumkraut Sa. (Cardamine pratensis agg.)
  • Wiesenfuchsschwanzgras (Sa.) (Alopecurus pratensis agg.)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
  • Baumfalke (Falco subbuteo)
  • Dohle (Corvus monedula)
  • Dorngrasmuecke (Sylvia communis)
  • Eisvogel (Alcedo atthis)
  • Feldlerche (Alauda arvensis)
  • Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)
  • Gebaenderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens)
  • Gebirgsstelze (Motacilla cinerea)
  • Goldammer (Emberiza citrinella)
  • Grasfrosch (Rana temporaria)
  • Gruenschenkel (Tringa nebularia)
  • Gruenspecht (Picus viridis)
  • Haubentaucher (Podiceps cristatus)
  • Hohltaube (Columba oenas)
  • Kiebitz (Vanellus vanellus)
  • Neuntoeter (Lanius collurio)
  • Reiherente (Aythya fuligula)
  • Rohrammer (Emberiza schoeniclus)
  • Saatkraehe (Corvus frugilegus)
  • Sumpfrohrsaenger (Acrocephalus palustris)
  • Uferschwalbe (Riparia riparia)
  • Wachtelkoenig (Crex crex)
  • Waldohreule (Asio otus)
  • Waldwasserlaeufer (Tringa ochropus)
  • Weissstorch (Ciconia ciconia)
  • Wiesenpieper (Anthus pratensis)
  • Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis)
Schutzziele: Wiederherstellung einer grossflaechigen, durch mesotrophe Gruenlandbestaende gepraegten Auenlandschaft mit ihren kennzeichnenden Lebensgemeinschaften im Bereich der mittleren Ruhr.
Gefährdungen:
  • Anstau eines Fliessgewaessers
  • Badebetrieb (SP)
  • Einwanderung, Ausbreitung Neophyten
  • Feuerstelle (SP)
  • freilaufende Hunde (SP)
  • Freizeitaktivitaeten
  • Hochspannungsleitung
  • Staustufe (WA)
  • Trampelpfad (SP)
Maßnahmen:
  • Absperrung, Auszaeunung von Flaechen
  • Anlage eines Kleingewaesser
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Blaenke anlegen, optimieren
  • eingebrachte Pflanzen entfernen
  • Erhaltung von Steilwaenden
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • kein Gewaesseraufstau
  • Kopfbaumpflege
  • naturnahe Gewaessergestaltung
  • Zaun, Abperrung anlegen bzw. verlegen
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