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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Ostholzbachtal (UN-039)

Objektbezeichnung:

NSG Ostholzbachtal

Kennung:

UN-039

Ort: Froendenberg
Kreis: Unna
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 43,06 ha
Offizielle Fläche: 43,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2002
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als NSG erfolgt gemaess Paragraph a und c LG

- Zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften oder Biotopen
bestimmter wildlebender Tier- und Pflanzenarten. Als Biotope bzw.Lebensgemeinschaften gelten
hier insbesondere:

- Buchen-Eichenwald,
- Erlen-Auenwald und Erlensaeume,
- Obstholzbach mit naturnaher Auspraegung sowie seine Zulaeufe,
- Bachsaumgesellschaften,
- Quellfluren,
- Weidelgras- Weisskleeweiden, Sumpfdotterblumenwiesen und Geest-Rotschwingelweide,
- wasserzuegige Siepen,
- Gehoelzkomplexe und Gebuesche,
- Hochstaudenfluren,

- Wegen der besonderen Eigenart und Schoenheit des Siepens.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4512-0003
  • BK-4512-028
  • BK-4512-030
  • BK-4512-066
  • BK-4512-138
Kennung:

BK-4512-0003

Objektbezeichnung:

Hainsimsen-Buchenwaldparzellen auf dem Stromberg nordöstlich Ardey

Link zur Karte: BK-4512-0003
Objektbeschreibung: Vier nordwestlich bzw. südöstlich exponierte kleine Buchenwaldparzellen in Hang- und Kuppenlage im Bereich des geschlossenen Waldgebietes auf dem Stromberg, das aus einem Mosaik aus alten Laubholzparzellen, Fichtenparzellen und Laubholzaufforstungen besteht. Es handelt sich um arten- und strukturarme Wälder mit stark aufgelichtetem Baumbestand und zumeist krummwüchsigen Buchen, die teilweise aus Stockausschlägen hervorgegangen sind. Viele Buchen sind zur Entnahme markiert, so dass in Kürze ein Waldumbau stattfinden wird. Teilweise kommt außer Buche auch Eiche und Roteiche vor. Eine Strauchschicht fehlt ebenso wie eine Krautschicht, Nur sehr vereinzeltes Vorkommen der Drahtschmiele. Die mittlere der drei südlichen Parzellen beherbergt einen Horstbaum, die westliche Parzelle ist Bestandteil des Naturschutzgebietes "Ostholzbachtal".
Kennung:

BK-4512-030

Objektbezeichnung:

Ostholzbachtal am Stromberg

Link zur Karte: BK-4512-030
Objektbeschreibung: Bachbegleitender Erlenwald mit Quellfluren, Seggenbestaenden und kleinen Altarmen, wechselhaft aber recht grossflaechig ausgebildet. Erlenbestaende, im mittleren Teil auch Pappeln (Hybrid- und Balsampappel), Laerchen, Grauerlen, Thuja mit veraendertem Unterwuchs sowie massiven, jungen Entwaesserungsgraeben und Tieferlegung des Bachlaufs. Dadurch ohne Entfernung der Fremdgehoelze und Stop der Entwaesserung mittelfristig Degradation grosser Teile des Waldes unvermeidlich. Im Gegensatz zu der im ersten Durchgang der Biotopkartierung vertretenen Ansicht, es handle sich bei dem Wald um einen Erlenbruchwald, wird der Wald eindeutig zu den bachbegleitenden Erlen-Auenwaeldern gestellt. Bruchwaldarten und Torfbildung fehlen weitgehend. Im Mittelteil dominieren Pappelbestaende, die aber bereits von Erlen-Naturverjuengung unterwandert werden. Die Moeglichkeiten zu einer naturnahen Umgestaltung dieser Waldabschnitte sind als sehr positiv einzuschaetzen. Der noerdliche Abschnitt kann wohl als der auf den Bach bezogen wertvollste Bachabschnitt des gesamten Froendenberger Raumes angesehen werden. Der Ostholzbach weist hier eine Fuelle z.T. sehr naturnaher Strukturen auf und pendelt ungestoert durch seine schmale Aue. Flachwasserzonen, Kolke, Kiesbaenke, Steilufer und Ufervegetation tragen naturnahen Charakter. Als grosse Besonderheit waechst an den Ufern des Baches die Duennaehrige Segge (Carex strigosa). Sie hat hier ihren einzigen Wuchsort im weiten Umkreis und ist als natuerliches Element des Auenwaldes anzusehen. Kleinere Altwaesser sind zumeist stark verlandet und mit dem Bach unregelmaessig verbunden. Einzelne, offenbar quellige Stellen, waren im Sommer wegen relativ grosser Trockenheit nicht mit Sicherheit als Quellen anzusprechen. Weiter nach Norden zu ist der Bach dann fuer eine kurze Strcke an den westlichen Talrand verlegt worden, ohne jedoch seinen naturnahen Charakter zu verlieren. Auch Reste eines alten Wehres (o.ae.) waren zu finden. Der gesamte Komplex des Ostholzer Baches verdient als naturnahes Bachteil fuer den Froendenberger Raum exemplarischen Schutz, wobei die hier beschriebenen Flaechen aufgrund ihrer hervorragenden Qualitaet als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden sollen. Im Interesse einer flaechendeckenden Biotopverbundplanung muessen aber auch die z.T. derzeit weniger naturnahen angrenzenden Flaechen unbedingt geschuetzt werden, schon um negative Auswirkungen auf das NSG gering zu halten. Die Entwicklungsmoeglichkeiten sind besonders im Hinblick auf eine naturnahe Waldbewirtschaftung unter Verzicht auf standortfremde Gehoelze gut. Bei positiver Entwicklung kann der noerdlich angrenzende Quellbereich des Ostholzbaches ebenfalls in das NSG mit einbezogen werden. Biotoptypen, die unter Paragraph 20c BNatSchG fallen: a) naturnaher Bach b) Quelle c) bachbegleitender Erlenwald
Kennung:

BK-4512-066

Objektbezeichnung:

Drei Hainsimsen Buchenmischwaelder am Stromberg

Link zur Karte: BK-4512-066
Objektbeschreibung: Mehrere Waldflaechen am Stromberg, denen Nadelholzarten beigemischt sind. Die Krautschicht der Bestaende weist die Waelder als zu den Hainsimsen-Buchenwaelder potentiell zugehoerig aus. Allerdings ist durch forstwirtschaftliche Eingriffe die natuerliche Struktur der Bestaende nicht mehr realisiert. Eng mit den hier als Landschaftsschutzgebiet vorgeschlagenen Flaechen verzahnt sind die wertvollen Siepen des Ostholzbaches und seiner Zufluesse. Die ueberwiegend azidophile Krautvegetation enthaelt einige regional bemerkenswerte Arten, wie z.B. Pfeifengras und Torfmoose. Die Vogel- welt kann als reichhaltig bezeichnet werden. Wichtig ist die Foerde- rung einer naturnahen Waldbewirtschaftung, die langfristig zu einer deutlichen Verringerung der Nadelholzanteile fuehren sollte
Lebensraumtypen:
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (2,50 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (3,52 ha)
  • Nadelbaum-Buchenmischwald <AA4> (5,28 ha)
  • Pappelmischwald <AF1> (0,58 ha)
  • Pappelwald auf Auenstandort <AF2> (1,65 ha)
  • Altarm, Altwasser <FC0> (0,08 ha)
  • Graben <FN0> (0,08 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <xAA1> (2,50 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <yAC5> (5,37 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (0,08 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,41 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Amerikanische Balsam-Pappel (Populus balsamifera agg.)
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Atrichum undulatum (Atrichum undulatum)
  • Berg-Goldnessel (Galeobdolon montanum)
  • Blut-Ampfer (Rumex sanguineus)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Buchenfarn (Phegopteris connectilis)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Duennaehrige Segge (Carex strigosa)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Eiche (Quercus spec.)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Europaeische Laerche (Larix decidua (subsp. decidua))
  • Falsche Stachel-Segge (Carex pairae)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Fichte (Picea abies)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gefluegelte Braunwurz (Scrophularia umbrosa)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gewelltes Plattmoos (Plagiothecium undulatum)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Hohe Schluesselblume (Primula elatior)
  • Kiefern-Steinpilz (Boletus pinophilus)
  • Krause Distel (Carduus crispus)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi (subsp. flos-cuculi))
  • Mittleres Hexenkraut (Circaea intermedia (C. alpina x lutetiana))
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
  • Pillen-Segge (Carex pilulifera (subsp. pilulifera))
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Rot-Eiche (Quercus rubra)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Schein-Zypergras-Segge (Carex pseudocyperus)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Siebenstern (Trientalis europaea)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
  • Sumpf-Pippau (Crepis paludosa)
  • Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Traubenkirsche (Prunus padus)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wasserpfeffer-Knoeterich (Persicaria hydropiper)
  • Wechselblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Widertonmoos (Polytrichum spec.)
  • Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis var. pratensis)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
  • Bergmolch (Triturus alpestris)
  • Blaugruene Mosaikjungfer (Aeshna cyanea)
  • Dytiscus marginalis (Dytiscus marginalis)
  • Erdkroete (Bufo bufo)
  • Fadenmolch (Triturus helveticus)
  • Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra)
  • Gebaenderter Feuersalamander (Salamandra salamandra terrestris)
  • Gebirgsstelze (Motacilla cinerea)
  • Glaenzende Smaragdlibelle (Somatochlora metallica)
  • Grasfrosch (Rana temporaria)
  • Groppe (Cottus gobio)
  • Gyrinus substriatus (Gyrinus substriatus)
  • Habicht (Accipiter gentilis)
  • Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella)
  • Hydrometra stagnorum (Hydrometra stagnorum)
  • Kernbeisser (Coccothraustes coccosthraustes)
  • Kleinspecht (Dryobates minor)
  • Maeusebussard (Buteo buteo)
  • Nepa rubra (Nepa rubra)
  • Schwanzmeise (Aegithalos caudatus)
  • Sperber (Accipiter nisus)
  • Teichmolch (Triturus vulgaris)
  • Waldeidechse (Lacerta vivipara)
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung naturnaher BuchenwälderErhaltung eines naturnahen Bachtals mit seltenen und gefaehrdeten
Tier- und Pflanzenarten sowie Foerderung einer naturnahen
WaldbewirtschaftungErhaltung der Waldgebiete. Foerderung naturnaher
Waldbewirtschaftung mit standortgerechten Laubgehoelzen
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Beseitigung alter Baeume
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Eutrophierung
  • Gelaendesport (SP)
  • Gewaesserausbau
  • intensive Forstwirtschaft (FW)
  • Jagd
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • dynamisches Altholzkonzept
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • kein Gewaesserausbau
  • kein Kahlschlag
  • keine Entwaesserung
  • keine Fischteichanlage
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • LB-Ausweisung
  • LSG-Ausweisung
  • naturnahe Gewaessergestaltung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • NSG-Ausweisung / vertragliche Regelung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Vermeidung Eutrophierung
  • Wiedervernaessung
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