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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Lippeaue von Lünen bis Schleuse Horst (UN-053)

Objektbezeichnung:

NSG Lippeaue von Lünen bis Schleuse Horst

Kennung:

UN-053

Ort: Luenen
Kreis: Unna
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 217,02 ha
Offizielle Fläche: 217,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP Aenderungsverfahren
Inkraft seit: 2007
Inkraft: 2007
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-RE-00005
  • BK-UN-00006
  • BK-UN-00007
Kennung:

BK-RE-00005

Objektbezeichnung:

NSG Schleuse Horst

Link zur Karte: BK-RE-00005
Objektbeschreibung: Das Naturschutzgebiet umfasst einen gut ausgebildeten Mäanderbogen der Lippe sowie einen alten Durchstich (ehemalige Schleuse). Die Lippe weist in diesem Abschnitt noch naturnahe Strukturen und Lebensräume wie unverbaute Ufer (z.T. mit Steilabbrüchen) und einen ausgeprägten Weidensaum auf. In den Flusslauf ist eine kleine Sohlschwelle eingezogen. Die Unterwasservegetation der Lippe wird überwiegend aus Kammlaichkrautfluren gebildet. An dem ehemaligen Durchstich sind Reste der Schleusenanlage noch erhalten. Der alte Kanal ist jedoch weitgehend trockengefallen und wird von verschiedenen Röhrichten sowie Weidengebüschen eingenommen. Die Böschungen tragen Glatthaferbrachen und Gebüsche. Nach Süden zur angrenzenden Weide hin ist eine dichte Hecke ausgebildet. Der Mäanderbogen wird vollständig von Grünland eingenommen, das ein ausgeprägtes Kleinrelief aufweist und extensiv beweidet wird (Galloway-Rinder). Lokal eingestreut finden sich Ruderalisierungszeiger wie Brennesselherden. Morphologisch markant sind zwei alte Flutmulden, die temporär überstaut und derzeit von Flutrasenbeständen eingenommen werden. Ein tiefergelegener Teil im Südwesten der Weide ist ausgezäunt und wird von einem Mosaik aus Feuchtbrache und Wasserschwadenröhricht eingenommen. Auch die in das NSG einbezogenen Teilflächen nördlich und nordöstlich der ehemaligen Schleuse werden als Grünland genutzt. Das Gebiet wird dort teils durch einen breiten Graben, teils durch die Böschung der Lippeaue begrenzt.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (0,20 ha)
  • Fließgewässer mit Unterwasservegetation <3260> (1,94 ha)
  • Feuchte Hochstaudenfluren <6430> (0,44 ha)
  • Sumpf-, Moor- und Bruchwälder <NAC0> (0,20 ha)
  • Schutzwürdige und gefährdete flächige Gebüsche und Baumgruppen <NBB0> (0,40 ha)
  • Ufergehölze <NBE0> (0,60 ha)
  • Sümpfe, Riede und Röhrichte <NCC0> (0,60 ha)
  • Mesophiles Wirtschaftsgrünland incl. Brachen <NE00> (13,31 ha)
  • Nass- und Feuchtgrünland incl. Brachen <NEC0> (1,88 ha)
  • Fließgewässer <NFM0> (2,19 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,40 ha)
  • Bruchgebuesch <BB5> (0,20 ha)
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (0,20 ha)
  • Weiden-Ufergehoelz <BE1> (0,60 ha)
  • Roehrichtbestand hochwuechsiger Arten <CF2> (0,60 ha)
  • Fettweide <EB0> (12,91 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (0,88 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,40 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (1,00 ha)
  • Graben <FN0> (0,20 ha)
  • Tieflandfluss <FO2> (3,93 ha)
  • Gewaesserbegleitender feuchter Saum bzw. linienf. Hochstaudenflur <KA2> (0,44 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Ackerwinde (Convolvulus arvensis)
  • Aehren-Tausendblatt (Myriophyllum spicatum)
  • Ampfer-Knoeterich (Persicaria lapathifolia)
  • Arznei- Engelwurz (Angelica archangelica)
  • Asch-Weide Sa. (Salix cinerea)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Bruch-Weide Sa. (Salix fragilis agg.)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Fluss-Ampfer (Rumex hydrolapathum)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Gaense-Fingerkraut (Potentilla anserina)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeines Rispengras (Poa trivialis (subsp. trivialis))
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnliches Pfaffenhuetchen (Euonymus europaeus)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Kalmus (Acorus calamus)
  • Kamm-Laichkraut (Potamogeton pectinatus)
  • Kamm-Laichkraut Sa. (Potamogeton pectinatus agg.)
  • Kleiner Klee (Trifolium dubium)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Krause Distel (Carduus crispus)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kriechendes Fingerkraut (Potentilla reptans)
  • Nessel-Seide (Cuscuta europaea)
  • Rauhes Hornblatt (Ceratophyllum demersum)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rote Lichtnelke (Silene dioica)
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schmalblaettriger Merk (Berula erecta)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Stumpfblaettriger Ampfer (Rumex obtusifolius)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Weiche Trespe (Bromus hordeaceus)
  • Weisse Taubnessel (Lamium album)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Labkraut (Galium mollugo)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Rispengras (Poa pratensis)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wiesen-Schwingel (Festuca pratensis)
  • Wilde Sumpfkresse (Rorippa sylvestris)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
  • Kiebitz (Vanellus vanellus)
  • Wiesenschafstelze (Motacilla flava)
Schutzziele: Erhaltung und Optimierung eines relativ naturnahen Ausschnittes der Lippeaue mit auentypischen Strukturen und Biotopen
Gefährdungen:
  • Eutrophierung
  • Trittschaden an Vegetation
  • Umbruch, Umwandlung von Gruenland in Acker
  • unerwuenschte Sukzession
  • Verfuellung
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Ueberschwemmungsdynamik
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • NSG-Erweiterung / vertragliche Regelung
  • Pufferzone anlegen
  • Vermeidung Eutrophierung
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