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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Lippeaue von Lünen bis Schleuse Horst (UN-053)

Objektbezeichnung:

NSG Lippeaue von Lünen bis Schleuse Horst

Kennung:

UN-053

Ort: Luenen
Kreis: Unna
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 217,06 ha
Offizielle Fläche: 217,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP Aenderungsverfahren
Inkraft seit: 2007
Inkraft: 2007
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Die Festsetzung erfolgt gem. § 20 a), b) und c) LG NW

1. zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften und Biotopen wildlebender, teils seltener und gefährdeter Tier- und Pflan-zenarten innerhalb des landesweit bedeutsamen Auenkorridors der Lippe westlich von Lünen mit seinen herausragenden Refugial- und Vernetzungsfunktionen. Als besonders schutzwürdige Biotope bzw. Lebensgemeinschaften gelten insbesondere:

- Lippe samt ihrer Unterwasservegetation
- kleinere Fließgewässer und wasserzügige Siepen
- natürliche, eutrophe Stillgewässer und Altwasser samt Schwimmblatt- und Unterwasservegetation
- Teiche und die ehemalige Schleusenkammer Horst
- Röhrichte, Seggenriede und Schilfbestände
- trockene bis feuchte Brachen
- Saumgesellschaften
- Hochstaudenfluren
- Weidelgras-Weißkleeweiden verschiedener Ausprägung
- Gebüschkomplexe und Baumstrukturen
- Weiden-Auwald samt begleitender Baumarten
- Weiden-Ufergehölze
- Kopfweiden

2. Zum Schutz, zur Optimierung und zur Entwicklung von natürlichen Lebensräumen und von Habitaten wild lebender Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse, die in den Anhängen I und II der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 (FFH-Richtlinie) aufgeführt sind.

Zu den Bestandteilen der FFH-Gebiete "Lippeaue" (DE-4209-302) und "Teiabschnitte Lippe - Unna, Hamm, Soest, Warendorf (DE-4314-302) zählen:

a) gemäß dem Anhang I der FFH-Richtlinie die folgenden natürlichen Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse i.S. des § 48d Abs. 4 LG:

- Erlen-Eschen- und Weichholz-Auwälder (91E0, Prioritärer Lebensraum)
- Natürliche eutrophe Seen und Altarme (3150)
- Fließgewässer mit Unterwasservegetation (3260)
- Feuchte Hochstaudenfluren (6430)
- Glatthafer- und Wiesenknopf-Silgenwiesen (6510)


b) sowie gemäß Anhang II der FFH-Richtlinie die folgende Art von gemeinschaftlichem Interesse i.S. des § 48 d Abs. 4 LG:

- Flussneunauge


c) Die Lippeaue südwestlich von Lünen bis zur Schleuse Horst hat für zahlreiche Vogelarten als Brut-, Nahrungs-, Rast-, Überwinterungs- und/oder Mauser-Gebiet eine besondere Bedeutung.

Zu den im Anhang I der Richtlinie 79/409/EWG aufgeführten Vogelarten, für die entsprechend die Regelungen der Richtlinie 92/43/EWG gelten, gehören:

- Eisvogel
- Rohrweihe


Darüber hinaus fungiert die Lippeaue auch als Teil-Lebensraum für die folgenden, nicht im Anhang I der Richtlinie 79/409/EWG aufgeführten Vogelarten, für die ebenfalls die Regelungen der Richtlinie 92/43/EWG gelten:

Teichrohrsänger, Flussuferläufer, Kiebitz, Wasserralle, Uferschwalbe, Zwergtaucher, Nachtigall, Waldwasserläufer sowie zahlreiche weitere Wat- und Wasservögel.

3. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landeskundlichen Gründen insbesondere zur Erhaltung und Förderung einer ausgedehnten, naturnahen Flussaue mit einem abwechslungsreichen Lebensraummosaik und einer besonderen Bedeutung im landesweiten Biotopverbund

4. wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit der Lippe und ihrer Aue
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4310-107
  • BK-4310-231
  • BK-4310-901
  • BK-4310-902
  • BK-4310-903
  • BK-4311-0284
Kennung:

BK-4310-231

Objektbezeichnung:

Lippeaue bei Aluminiumwerk in Lippholthausen

Link zur Karte: BK-4310-231
Objektbeschreibung: Die Lippeaue um die Naturschutzgebiete Stocke und des Zwiebelfeld ist durch ausgedehnte Gruenlaender sowie einigen Feldgehölzen charakterisiert. Die Gruenlaender im Muehlenmersch und Landforth nordwestlich des NSG Zwiebelfeld sowie oestlich des NSG Stocke auf der rechten Lippeseite sind als Fettweiden ausgebildet. In dem z.T. recht reliefstarken Gelaende sind Reste ehemaliger Flutmulden zu erkennen. Sie sind recht trocken und tragen nur stellenweise Flutrasenreste. Gruenlaender dominieren auch auf der linken Lippeseite in diesem Auenabschnitt . Ein großflaechig zusammenhaengendes Gruenlandgebiet liegt in der "Großen Kaempe", westlich an den Segelflugplatz angrenzend. Hier sind Fettweiden verbreitet. In den Flutmuldenresten finden sich hier zwei kleinere naturnahe Stillgewaesser ganzjaehriger Wasserfuehrung. Westlich angrenzend in der "Vordersten Mersch" ist noch eine größere Ackerflaeche erhalten, die nur durch eine juengere Kopfbaumreihe entlang der Ruethenbecke (Regelprofil, grabenartig ausgebildeter Bach) gegliedert ist. Der westlich angrenzende Streifen zwischen Kohlekraftwerk und Lippe wird durch eine nur maeßig verbuschte Gruenlandbrache eingenommen. Ein Feldgehölz-Gruenlandbrachen-Komplex mit gemaehtem Gruenland im Bereich des ehemaligen Hauses Buddenburg liegt zwischen den NSG Stocke im Osten und Zwiebelfeld im Westen. Das Feldgehoelz ist überwiegend aus nicht bodenstaendigen Gehoelzen aufgebaut. Ganz im Westen des Gebietes liegt eine Ackerflaeche. Die Lippe wird partiell von einem linienhaften Mandel- und Korbweidengebuesch begleitet, im bzw. am Wasser finden sich Kamm-Laichkraut, Wasserlinse und Rohrglanzgras. Das Lippeufer ist mit einer Steinschuettung befestigt, stellenweise sind Steilufer ausgebildet. Im Bereich des Wehres Buddenburg ist die Durchgängigkeit der Lippe derzeit nicht gegeben.
Kennung:

BK-4310-901

Objektbezeichnung:

NSG Stocke

Link zur Karte: BK-4310-901
Objektbeschreibung: Weitgehend gehoelzfreier Auenkomplex noerdlich der Lippe, der ueberwiegend als Dauergruenland genutzt wird. Die Wiesen und Weiden sind im Ueberschwemmungsbereich der Lippe durch Mulden, Rinnen und Gelaendekanten reliefiert. Sie sind weitgehend abgetrocknet, einzig in kleinflaechigen Senken haben sich Flutrasen entwickelt. Ein weiterer, schmaler Sumpfbereich findet sich im Nordwesten mit Feuchtwiesen- und Feuchtbrachevegetation sowie einem Wasserschwadenbestand. Das Gebiet ist teilweise abgezaeunt. Im Westen liegt ein durch Angler genutzter, ausgebaggerter Teich mit schmaler Zone von Uferbewuchs und Laichkrautgesellschaften. Das Teichgelaende ist stark tritt- und muellbelastet (zahlreiche Bierflaschen im Wasser). Oestlich des Teiches waechst eine Hecke. Zentral befindet sich ein Stillgewässer mit Unterwasser- und Schwimmblattvegetation. Umgeben wird das Gewässer von einigen Weidengebueschen und einer juengeren Kopfweidenreihe. Am Ostrand fliesst ein begradigter, meist von Baumweiden unterschiedlichen Alters gesaeumter Bachlauf. Im Norden liegt ein schmaler Streifen eines angrenzenden Laubmischwald-Bestandes.
Kennung:

BK-4310-902

Objektbezeichnung:

NSG Zwiebelfeld

Link zur Karte: BK-4310-902
Objektbeschreibung: Auenbereich der Lippe nordwestlich des Werksgelaendes von Rethmann in Lippholthausen. Im Norden bildet die Lippe die NSG-Grenze, im Sueden der Lippedamm. Die Vegetation wird größtenteils von einer glatthafer-, teils auch queckenreichen Wiesenbrache bestimmt. Die von Gebueschen durchsetzte Brache ist partiell staerker ruderalisiert. Im Zentralteil befindet sich ein teils verlandetets hufeisenfoermiges Altwasser mit stellenweiser Verlandungsvegetation, bestehend aus Unterwasser- und Schwimmblattzone und Wasserschwadenroehricht. Das Altwasser wird nahezu vollstaendig von Ufergehoelzen (Weiden und Pappeln) umrahmt. Suedlich des hufeisenfoermiges Altwassers befindet sich ein weiterer, zum Zeitpunkt der Kartierung nahezu trockengefallener Altarm. Entlang der Lippe stockt eine juengeres Weiden-Ufergehoelz, oestlich des Altwassers wurden Weisspappeln gepflanzt. Nach Pflaume ist das Gebiet stark immissionsbelastet (Absterben von Froschlaich).
Kennung:

BK-4310-903

Objektbezeichnung:

NSG Schleuse Horst

Link zur Karte: BK-4310-903
Objektbeschreibung: Das Naturschutzgebiet umfasst einen gut ausgebildeten Mäanderbogen der Lippe sowie einen alten Durchstich (ehemalige Schleuse). Die Lippe weist in diesem Abschnitt noch naturnahe Strukturen und Lebensräume wie unverbaute Ufer (z.T. mit Steilabbrüchen) und einen ausgeprägten Weidensaum auf. In den Flusslauf ist eine kleine Sohlschwelle eingezogen. Die Unterwasservegetation der Lippe wird überwiegend aus Kammlaichkrautfluren gebildet. An dem ehemaligen Durchstich sind Reste der Schleusenanlage noch erhalten. Der alte Kanal ist jedoch weitgehend trockengefallen und wird von verschiedenen Röhrichten sowie Weidengebüschen eingenommen. Die Böschungen tragen Glatthaferbrachen und Gebüsche. Nach Süden zur angrenzenden Weide hin ist eine dichte Hecke ausgebildet. Der Mäanderbogen wird vollständig von Grünland eingenommen, das ein ausgeprägtes Kleinrelief aufweist und extensiv beweidet wird (Galloway-Rinder). Lokal eingestreut finden sich Ruderalisierungszeiger wie Brennesselherden. Morphologisch markant sind zwei alte Flutmulden, die temporär überstaut und derzeit von Flutrasenbeständen eingenommen werden. Ein tiefergelegener Teil im Südwesten der Weide ist ausgezäunt und wird von einem Mosaik aus Feuchtbrache und Wasserschwadenröhricht eingenommen. Auch die in das NSG einbezogenen Teilflächen nördlich und nordöstlich der ehemaligen Schleuse werden als Grünland genutzt. Das Gebiet wird dort teils durch einen breiten Graben, teils durch die Böschung der Lippeaue begrenzt.
Lebensraumtypen:
  • Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions <3150> (0,98 ha)
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion <3260> (5,70 ha)
  • Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe <6430> (0,44 ha)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (2,30 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (0,48 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moor- und Bruchwaelder (nicht FFH-LRT) <NAC0> (0,20 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Feldgehoelze (nicht FFH-LRT) <NBA0> (9,54 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (0,40 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (3,04 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Ufergehoelze (nicht FFH-LRT) <NBE0> (1,96 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (0,60 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (97,13 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (3,33 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,32 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (5,98 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Auwaelder (2,30 ha)
  • Bruch- und Sumpfwaelder (0,20 ha)
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (3,75 ha)
  • Roehrichte (0,60 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (1,88 ha)
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,98 ha)
Biotoptypen:
  • Eichenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AB3> (0,48 ha)
  • Feldgehoelz <BA0> (9,54 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,40 ha)
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (1,15 ha)
  • Weiden-Ufergehoelz <BE1> (2,91 ha)
  • Baumgruppe <BF2> (0,32 ha)
  • Kopfbaumreihe <BG1> (0,95 ha)
  • Fettwiese <EA0> (5,81 ha)
  • Fettweide <EB0> (77,54 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <EC1> (0,16 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (6,08 ha)
  • Brachgefallene Fettwiese <EE1> (7,70 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (1,29 ha)
  • Teich <FF0> (0,32 ha)
  • Tieflandbach <FM5> (1,27 ha)
  • Graben <FN0> (0,20 ha)
  • Graben ueberwiegend verbaut oder verrohrt <FN5> (0,95 ha)
  • Tieflandfluss <FO2> (5,78 ha)
  • Acker <HA0> (14,22 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Tieflandfluss <xFO2> (1,94 ha)
  • Gewaesserbegleitender feuchter Saum bzw. linienf. Hochstaudenflur <xKA2> (0,44 ha)
  • Bruchgebuesch <yBB5> (0,20 ha)
  • Roehrichtbestand hochwuechsiger Arten <yCF2> (0,60 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <yEC2> (0,88 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (1,00 ha)
  • Weiden-Auenwald <zAE2> (2,30 ha)
  • Altwasser (abgebunden) <zFC2> (0,54 ha)
  • Altarm (angebunden, nicht durchstroemt) <zFC3> (0,44 ha)
  • Tieflandfluss <zFO2> (3,75 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Ackerwinde (Convolvulus arvensis)
  • Aehren-Tausendblatt (Myriophyllum spicatum)
  • Amerikanische Balsam-Pappel (Populus balsamifera agg.)
  • Ampfer-Knoeterich (Persicaria lapathifolia)
  • Arznei- Engelwurz (Angelica archangelica)
  • Asch-Weide Sa. (Salix cinerea)
  • Aufrechter Igelkolben (Sparganium erectum)
  • Behaarte Segge (Carex hirta)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Blaugruene Binse (Juncus inflexus (subsp. inflexus))
  • Blaugruene Segge (Carex flacca (subsp. flacca))
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Braunes Zypergras (Cyperus fuscus)
  • Breit-Wegerich (Plantago major)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Bruch-Weide Sa. (Salix fragilis agg.)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Dreifurchige Wasserlinse (Lemna trisulca)
  • Dunkle Koenigskerze (Verbascum nigrum (subsp. nigrum))
  • Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale)
  • Echte Zaunwinde (Calystegia sepium)
  • Echter Kreuzdorn (Rhamnus cathartica)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einfacher Igelkolben (Sparganium emersum)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Floh-Knoeterich (Persicaria maculosa)
  • Fluss-Ampfer (Rumex hydrolapathum)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Gaense-Fingerkraut (Potentilla anserina)
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gelbe Teichrose (Nuphar lutea)
  • Gelbe Wiesenraute (Thalictrum flavum)
  • Gemeine Strandsimse (Bolboschoenus maritimus)
  • Gemeine Sumpfsimse (Eleocharis palustris)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Beifuss (Artemisia vulgaris)
  • Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Froschloeffel (Alisma plantago-aquatica)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gemeiner Wasserdarm (Stellaria aquatica)
  • Gemeines Brunnenmoos (Fontinalis antipyretica)
  • Gemeines Hornkraut (Cerastium holosteoides)
  • Gemeines Rispengras (Poa trivialis (subsp. trivialis))
  • Gewoehnliche Vogelmiere (Stellaria media)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
  • Gewoehnliches Pfaffenhuetchen (Euonymus europaeus)
  • Gewoehnliches Scharbockskraut (Ranunculus ficaria subsp. ficaria)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Gift-Hahnenfuss (Ranunculus sceleratus (subsp. sceleratus))
  • Glieder-Binse (Juncus articulatus (subsp. articulatus))
  • Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Klette (Arctium lappa)
  • Grosses Flohkraut (Pulicaria dysenterica (subsp. dysenterica))
  • Gruene Teichbinse (Schoenoplectus lacustris)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Segge (Carex otrubae)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hohe Weide (Salix rubens (S. alba x fragilis))
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Kalmus (Acorus calamus)
  • Kamm-Laichkraut (Potamogeton pectinatus)
  • Kamm-Laichkraut Sa. (Potamogeton pectinatus agg.)
  • Kanadische Pappel (Populus canadensis (P. deltoides x nigra))
  • Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis)
  • Kleinbluetige Sumpfkresse (Rorippa palustris (subsp. palustris))
  • Kleinbluetiges Weidenroeschen (Epilobium parviflorum)
  • Kleine Wasserlinse (Lemna minor)
  • Kleiner Klee (Trifolium dubium)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Knoten-Laichkraut (Potamogeton nodosus)
  • Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Krause Distel (Carduus crispus)
  • Krauser Ampfer (Rumex crispus (subsp. crispus))
  • Kriechende Quecke (Elymus repens)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kriechendes Fingerkraut (Potentilla reptans)
  • Kroeten-Binse (Juncus bufonius)
  • Mandel-Weide (Salix triandra)
  • Morgenlaendische Platane (Platanus orientalis)
  • Nessel-Seide (Cuscuta europaea)
  • Nuttalls Wasserpest (Elodea nuttallii)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
  • Platthalm-Binse (Juncus compressus)
  • Rainfarn (Tanacetum vulgare)
  • Rauhes Hornblatt (Ceratophyllum demersum)
  • Riesen-Straussgras (Agrostis gigantea)
  • Rispen-Segge (Carex paniculata (subsp. paniculata))
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rohr-Schwingel (Festuca arundinacea)
  • Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rote Lichtnelke (Silene dioica)
  • Roter Gaensefuss (Chenopodium rubrum)
  • Rotgelber Fuchsschwanz (Alopecurus aequalis)
  • Rotschwingel (Festuca rubra)
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sauerampfer (Rumex acetosa (subsp. acetosa))
  • Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris)
  • Schein-Zypergras-Segge (Carex pseudocyperus)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schlank-Segge (Carex acuta)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schmalblaettriger Merk (Berula erecta)
  • Schwanenblume (Butomus umbellatus)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum)
  • Schwarzfruechtiger Zweizahn (Bidens frondosa)
  • Silber-Pappel (Populus alba)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Silber-Weide (Sa.) (Salix alba agg.)
  • Sommer-Linde (Tilia platyphyllos)
  • Sparriges Kranzmoos (Rhytidiadelphus squarrosus)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Strand-Ampfer (Rumex maritimus)
  • Stumpfblaettriger Ampfer (Rumex obtusifolius)
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
  • Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Sumpf-Ziest (Stachys palustris)
  • Taumel-Kaelberkropf (Chaerophyllum temulum)
  • Teichlinse (Spirodela polyrhiza)
  • Topinambur (Helianthus tuberosus)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Vielsamiger Gaensefuss (Chenopodium polyspermum)
  • Vogel-Wicke (Vicia cracca)
  • Wasser-Knoeterich (Persicaria amphibia)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
  • Wasser-Sumpfkresse (Rorippa amphibia)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Wasserfenchel (Oenanthe aquatica)
  • Wasserstern unbestimmt (Callitriche spec.)
  • Weiche Trespe (Bromus hordeaceus)
  • Weide unbestimmt (Salix spec.)
  • Weisse Taubnessel (Lamium album)
  • Weisses Straussgras (Agrostis stolonifera)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Welsches Weidelgras (Lolium multiflorum)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris)
  • Wiesen-Klee (Trifolium pratense)
  • Wiesen-Labkraut (Galium mollugo)
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis)
  • Wiesen-Rispengras (Poa pratensis)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wiesen-Schwingel (Festuca pratensis)
  • Wilde Moehre (Daucus carota (subsp. carota))
  • Wilde Sumpfkresse (Rorippa sylvestris)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
  • Zweizeilige Segge (Carex disticha)
  • Zwerg-Laichkraut Sa. (Potamogeton pusillus agg.)
  • Zypressen-Schlafmoos (Hypnum cupressiforme)
Tierarten:
  • Beutelmeise (Remiz pendulinus)
  • Braunkehlchen (Saxicola rubetra)
  • Doebel (Leuciscus cephalus)
  • Dorngrasmuecke (Sylvia communis)
  • Eisvogel (Alcedo atthis)
  • Erdkroete (Bufo bufo)
  • Feldschwirl (Locustella naevia)
  • Fischadler (Pandion haliaetus)
  • Flussneunauge (Lampetra fluviatilis)
  • Flussuferlaeufer (Actitis hypoleucos)
  • Gaensesaeger (Mergus merganser)
  • Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)
  • Grasfrosch (Rana temporaria)
  • Gruendling (Gobio gobio)
  • Haubentaucher (Podiceps cristatus)
  • Karpfen (Cyprinus carpio)
  • Kaulbarsch (Gymnocephalus cernuus)
  • Kiebitz (Vanellus vanellus)
  • Kormoran (Phalacrocorax carbo)
  • Krickente (Anas crecca)
  • Lachs (Salmo salar)
  • Loeffelente (Anas clypeata)
  • Nachtigall (Luscinia megarhynchos)
  • Pfeifente (Anas penelope)
  • Reiherente (Aythya fuligula)
  • Rohrweihe (Circus aeruginosus)
  • Schellente (Bucephala clangula)
  • Schleie (Tinca tinca)
  • Steinbeisser (Cobitis taenia)
  • Steinschmaetzer (Oenanthe oenanthe)
  • Tafelente (Aythya ferina)
  • Teichmolch (Triturus vulgaris)
  • Teichrohrsaenger (Acrocephalus scirpaceus)
  • Uferschwalbe (Riparia riparia)
  • Waldwasserlaeufer (Tringa ochropus)
  • Wanderfalke (Falco peregrinus)
  • Wiesenschafstelze (Motacilla flava)
  • Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis)
Schutzziele: Schutz und Entwicklung eines naturnahen Tieflandfluss-Abschnittes sowie Wiederherstellung der Durchgaengigkeit des Fließgewaesser (am Wehr) für seine typische Fauna im gesamten Verlauf. Erhaltung und Optimierung von Auwaldresten als Initialzuendungspunkte fuer grossflaechigere Flussauen-Renaturierungen. Erhaltung und Optimierung der naturnahen eutrophen Stillgewässer. Erhaltung und Entwicklung artenreicher Glatthaferwiesen, sowie wertvoller kulturgeprägter Biotoptypen Erhaltung und Optimierung von GrünlandflächenSchutz und Entwicklung eines naturnaher Tieflandfluss-Abschnittes. Erhalt und Optimierung eines ueberwiegend als Dauergruenland genutzten Ueberschwemmungsbereichs der Lippe mit wertvollen Stillgewaessern und Feuchtvegetation u.a. als Lebensraum fuer gefaehrdete Pflanzen- und VogelartenErhaltung und Optimierung eines Lippe-Ueberschwemmungsbereichs mit wertvollen Altarmbereichen und Auenwaldrelikten u.a. als Lebensraum fuer Wiesen- und Wasservogelarten, Amphibien, Libellen und seltenen PflanzenartenErhaltung und Optimierung eines relativ naturnahen Ausschnittes der Lippeaue mit auentypischen Strukturen und Biotopen
Gefährdungen:
  • Angelsport, Fischerei
  • Anstau eines Fliessgewaessers
  • Aufforstung
  • Beseitigung alter Baeume
  • Drainage
  • Eutrophierung
  • Freizeitaktivitaeten
  • Gewaesserausbau, Gewaessergestaltung, naturfern (WA)
  • Gewaesserbegradigung (WA)
  • Immissionen
  • Jagd
  • Kuehlwassereinleitung
  • Muellablagerung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • nicht einheimische Arten
  • Rodung (FW)
  • Trittschaden an Vegetation
  • Umbruch, Umwandlung von Gruenland in Acker
  • unerwuenschte Sukzession
  • Verfuellung
Maßnahmen:
  • Absperrung, Auszaeunung von Flaechen
  • Altholz erhalten
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Ueberschwemmungsdynamik
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Gruenland anlegen, wiederherstellen
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • keine Aufforstung
  • keine Entwaesserung
  • naturnahe Gewaessergestaltung
  • NSG-Erweiterung / vertragliche Regelung
  • Pufferzone anlegen
  • Vermeidung Eutrophierung
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