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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Kalksteinbruch am Flimmerberg (WAF-042)

Objektbezeichnung:

NSG Kalksteinbruch am Flimmerberg

Kennung:

WAF-042

Ort: Beckum
Kreis: Warendorf
Bezirksregierung: Münster
Digitalisierte Fläche: 6,24 ha
Offizielle Fläche: 6,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1995
Inkraft: 1997
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess Paragraph 20 LG NW,

- Zur Erhaltung und Sicherung der gefaehrdeten Arten der Kalkflach-
moore und Kalkhalbtrockenrasen,
- Zur Erhaltung und Foerderung der kalkflachmooraehnlichen Feucht-
flaechen einschliesslich Wasserflaechen und der Kalkhalbtrockenrasen,
- Zur Erhaltung und zum Schutz seltener und gefaehrdeter Tierarten,
- Wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden
Schoenheit des Gebietes,
- Aus naturwissenschaftlichen Gruenden.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4214-910
Kennung:

BK-4214-910

Objektbezeichnung:

NSG Kalksteinbruch am Flimmerberg

Link zur Karte: BK-4214-910
Objektbeschreibung: Am Flimmerberg in der Bauerschaft Höckelmer südöstlich von Vellern liegt ein zwischen 1920 und 1950 betriebener, heute stillgelegter Kalksteinbruch mit größerem Abgrabungsgewässer. Das im Norden des Gebietes gelegene, fast 3 ha große Abgrabungsgewässer wird im Westen, Norden und Osten von bis etwa 10 m hohen Steilböschungen begrenzt. Diese wie auch die Böschungsoberkanten sind weitgehend mit oft dornstrauchreichem Gebüsch bewachsen. Das flach ausgestaltete Südufer geht im Westen in eine artenarme, mit Gebüschgruppen durchsetzte Wiese über. Die im Südosten auslaufende Uferbucht weist eine gut ausgebildete Verlandungsvegetation auf. Dem fischereilich genutzten Abgrabungsgewässer kann über Rohrleitungen am Westufer Wasser entnommen und zugeführt werden. An die Uferbucht schließt sich nach Süden eine ca. 35 m breite und 300 m lange, allmählich ansteigende Rinne an. Diese ist im tieferen, gewässernahen Bereich mit einem lückigen, teils wechselnassen Magerrasen bewachsen. Angelagert findet sich ein Kleingewässer mit dichtem Armleuchteralgenrasen. Der Rest der Rinne ist mit dichtem Gebüsch bewachsen, durch das eine Zufahrt zu einem Vereinsheim führt. Früher hier vorkommende Halbtrockenrasen sind verschwunden. Das Gebiet ist ein Trittsteinbiotop für Lebensgemeinschaften größerer Stillgewässer.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,33 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,50 ha)
  • Gebueschstreifen, Strauchreihe <BB1> (0,75 ha)
  • Kalkhalbtrockenrasen, Kalkmagerrasen <DD0> (0,20 ha)
  • Fettwiese <EA0> (0,65 ha)
  • Abgrabungsgewaesser (Festgestein) <FG2> (2,90 ha)
  • Acker <HA0> (0,50 ha)
  • Abgrabungsgewaesser <yFG0> (0,33 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aehren-Tausendblatt (Myriophyllum spicatum)
  • Asch-Weide Sa. (Salix cinerea)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Blaugruene Binse (Juncus inflexus (subsp. inflexus))
  • Blaugruene Segge (Carex flacca (subsp. flacca))
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Ulme (Ulmus laevis)
  • Gelb-Segge Sa. (Carex flava agg.)
  • Gemeine Armleuchteralge (Chara vulgaris)
  • Gemeine Waldrebe (Clematis vitalba)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Froschloeffel (Alisma plantago-aquatica)
  • Gewoehnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos)
  • Pastinak (Pastinaca sativa)
  • Prunus unbestimmt (Prunus spec.)
  • Purpur-Weide (Salix purpurea)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Schein-Zypergras-Segge (Carex pseudocyperus)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea subsp. jacea)
  • Wilde Moehre (Daucus carota (subsp. carota))
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
  • Zwerg-Laichkraut Sa. (Potamogeton pusillus agg.)
Tierarten:
  • Blaesshuhn (Fulica atra)
  • Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)
Schutzziele: Erhalt und Aufwertung von Abgrabungsgewässern als Lebensraum u.a. für Röhricht- und Sumpfpflanzen, Wasservögel, Libellen und Amphibien
Sicherung von Halbtrockenrasen-Fragmenten
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Fischzucht, Fischbesatz (FI)
  • Freizeitaktivitaeten
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • abfischen
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Beseitigung von baulichen Anlagen
  • Einstellung der fischereiwirtschaftlichen Nutzung
  • Entwicklung eines Roehrichtes
  • Erhaltung der Gewaesser
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Vegetationskontrolle
  • Wiederherstellung von Biotopen
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