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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Rheinvorland oestlich von Wallach (WES-019)

Objektbezeichnung:

NSG Rheinvorland oestlich von Wallach

Kennung:

WES-019

Ort: Rheinberg
Kreis: Wesel
Bezirksregierung: Düsseldorf
Digitalisierte Fläche: 324,74 ha
Offizielle Fläche: 325,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1986
Inkraft: 2009
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgt gemäß § 20 a), b) und c) sowie § 48 c LG
a) zur Erhaltung, Wiederherstellung und Entwicklung einer naturnahen Rheinaue
mit zahlreichen auentypischen Biotopstrukturen und Lebensgemeinschaften,
insbesondere
· zur Erhaltung und Entwicklung der Rheinaue wegen ihrer Bedeutung für
den landesweiten und regionalen Biotopverbund
· zur Erhaltung und Wiederherstellung der natürlichen Überflutungsdynamik
des Rheins
· zur Erhaltung und Entwicklung des Raumes als Lebensraum für Arten von
gemeinschaftlichem Interesse nach der FFH-Richtlinie* bzw. für Arten der
Vogelschutzrichtlinie wie Blässgans, Dunkelwasserläufer, Flussregenpfeifer,
Großer Brachvogel, Kampfläufer, Kiebitz, Knäkente, Krickente,
Löffelente, Nachtigall, Nonnengans, Pfeifente, Rotschenkel,
Saatgans, Schnatterente, Tafelente, Teichrohrsänger, Uferschnepfe,
Wachtelkönig, Wiesenpieper und Zwergschwan sowie weiterer seltener
und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten
· zur Erhaltung und Entwicklung der naturnahen, unbefestigten Uferbereiche
des Rheins als Lebensräume weiterer Wat- und Wasservögel
· zur Erhaltung , Wiederherstellung und Entwicklung auentypischer
Feuchtbiotope als Lebensräume von Wat-, Wasser- und Wiesenvögeln,
insbesondere von an schlammige und sandig-kiesige Flussufer sowie
Feuchtgrünland gebundene Vogelarten
· zur Erhaltung und Entwicklung der gut ausgeprägten Gehölzstrukturen
wie Hecken, Baum-, Gehölzreihen und Feldgehölze als Lebensräume von
an Hecken und Gebüsche gebundene Vogelarten
2. Besonders geschützte Teile von Natur und Landschaft (§§ 19 - 23 LG)
60-2 / Projektgruppe Landschaftsplanung - 69 -
· zur Erhaltung und Entwicklung der wertvollen Einzelbiotope, insbesondere
des Mager-, Nass- und Feuchtgrünlandes und der Auenwälder, mit ihren
charakteristischen Lebensraumtypen.
b) aus landeskundlichen, naturgeschichtlichen und erdgeschichtlichen Gründen,
insbesondere wegen der Bedeutung der natürlich gewachsenen Auen-
/Grundwasserböden und des auentypischen Kleinreliefs.
c) wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit der
typischen, reich strukturierten Auenlandschaft.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4305-907
Kennung:

BK-4305-907

Objektbezeichnung:

NSG Rheinvorland oestlich von Wallach

Link zur Karte: BK-4305-907
Objektbeschreibung: Das Gebiet umfasst grossflaechige Feucht- und Nassweidenkomplexe, deren tiefer gelegene Senken bei Hochwasser ueberflutet sind und dementsprechend Flutrasenvegetation tragen (Biotoptypen nach Par. 62 LG). Der Weidenkomplex ist von einzelnen Weissdorngebueschen und -hecken durchsetzt. An der Strasse zum Gehoeft Pottdeckel stehen gepflanzte Pappeln. Einzelne Kopfbaeume sind im Gebiet verstreut. Den Westrand des Gebietes bildet der Rheindeich, an dessen Haengen an mehreren Stellen die Vegetation Anklaenge an Halbtrockenrasen zeigt. Im noerdlichen Bereich (Pottdeckelsweide) eine neu angelegte, aktive Kiesabgrabung.Die ehemalige Abgrabung suedlich davon ist inzwischen verfuellt und mit Graesern eingesaet worden. Sie bietet noch ein recht eintoeniges Bild. Ob der 1979 auf dieser ehemaligen Wasserflaeche kartierte Rastplatz fuer Anatiden sich trotzdem noch im NSG befindet, kann nicht beurteilt werden. Zwischen der aktiven Abgrabung und der neuein- gesaeten Gruenlandflaeche befindet sich eine ca. 1 m hohe Kiesaufschuettung, die z.T. niedrig- und hochwuechsige Pionier- vegetation aufweist. An den Raendern Schilf und Roehrichtvegetation. Nach Beendigung der aktiven Kiesabgrabung sollte das Gewaesser durch entsprechende Massnahmen zu einem naturnahen Rast- und Nistplatz fuer Wasservoegel hergerichtet werden. Im Gebiet kommen folgende Paragraph 62-Biotoptypen vor: - Nass- und Feuchtgruenland (EC)
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (5,71 ha)
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (2,85 ha)
  • Kopfbaum <BG3> (2,85 ha)
  • Fettwiese <EA0> (8,56 ha)
  • Fettweide <EB0> (79,92 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (2,85 ha)
  • Abgrabungsgewaesser <FG0> (42,81 ha)
  • Hochwasserdamm, Deich <HE0> (2,85 ha)
  • Halde, Aufschuettung <HF0> (5,71 ha)
  • Gebaeude, Mauerwerk, Ruine <HN0> (2,85 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Nass- und Feuchtweide <yEC2> (128,44 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
  • Ampfer-Knoeterich (Persicaria lapathifolia)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Dornige Hauhechel (Ononis spinosa (subsp. spinosa))
  • Dreiteiliger Zweizahn (Bidens tripartita (subsp. tripartita))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Feld-Mannstreu (Eryngium campestre)
  • Floh-Knoeterich (Persicaria maculosa)
  • Gaense-Fingerkraut (Potentilla anserina)
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Dost (Origanum vulgare)
  • Gemeines Hornkraut (Cerastium holosteoides)
  • Gemeines Rispengras (Poa trivialis (subsp. trivialis))
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Jakobs Greiskraut (Senecio jacobaea)
  • Kanadische Pappel (Populus canadensis (P. deltoides x nigra))
  • Knolliger Hahnenfuss (Ranunculus bulbosus (subsp. bulbosus))
  • Krauser Ampfer (Rumex crispus (subsp. crispus))
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kriechendes Fingerkraut (Potentilla reptans)
  • Nickende Distel (Carduus nutans)
  • Oesterreichische Sumpfkresse (Rorippa austriaca)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Sichelklee (Medicago falcata)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wasser-Knoeterich (Persicaria amphibia)
  • Wegwarte (Cichorium intybus)
  • Weide-Kammgras (Cynosurus cristatus)
  • Weisser Gaensefuss (Chenopodium album)
  • Weisses Straussgras (Agrostis stolonifera)
  • Welsches Weidelgras (Lolium multiflorum)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Pippau (Crepis biennis)
  • Wiesen-Salbei (Salvia pratensis (subsp. pratensis))
  • Wiesen-Schwingel (Festuca pratensis)
  • Wilde Sumpfkresse (Rorippa sylvestris)
Tierarten:
  • Uferschwalbe (Riparia riparia)
Schutzziele: Erhaltung von Feucht- und Nasswiesen im Rheinvorland
Gefährdungen:
  • Abbau Sand und Kies
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Gewerbe
  • mangelnde Kopfbaumpflege
  • Rekultivierung, unsachgemaess
  • Umbruch, Umwandlung von Gruenland in Acker
  • Verfuellung
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • keine Entwaesserung
  • Kopfbaumpflege
  • naturnahe Gewaessergestaltung
  • Pflege von Hecken
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