Inhalt:
Naturschutzgebiet Elberndorfer Bachtal <LP Erndtebrueck> (SI-125)
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Allgemeine
Informationen -
Schutzwürdige
Biotope (BK) -
Lebensräume
und Arten -
Schutzziele, Gefährdungen
und Maßnahmen -
Karte
Objektbezeichnung: |
NSG Elberndorfer Bachtal <LP Erndtebrueck> |
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Kennung: |
SI-125 |
Ort: | Erndtebrueck |
Kreis: | Siegen-Wittgenstein |
Bezirksregierung: | Arnsberg |
Digitalisierte Fläche: | 28,97 ha |
Offizielle Fläche: | 29,00 ha |
Flächenanzahl: | 1 |
Schutzstatus: | NSG, bestehend |
Verfahrensstand: | LP rechtskraeftig |
Inkraft seit: | 1996 |
Inkraft: | 2011 |
Außerkraft: | 9999 |
Schutzziel: | Die Festsetzung des Naturschutzgebietes
1. erfolgt zur Erhaltung und Wiederherstellung des nahezu flächig ausgebildeten Mosaiks von regional und überregional bedeutsamen Biotopen seltener und gefährdeter sowie landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzenarten innerhalb eines von Grünland geprägten und durch Hecken und Gehölzgruppen gegliederten, durchgängigen Talsystems insbesondere von - Feucht- und Nassgrünland, insbesondere Pfeifengraswiesen, prioritärer FFHLebensraum, - Brachgefallenem Feucht- und Nassgrünland und sonstigen Grünlandbrachen, - Klein- und Großseggenriedern, - Übergangs- und Schwingrasenmoore, prioritärer FFH-Lebensraum, - Magerwiesen und -weiden, - Borstgrasrasen, prioritärer FFH-Lebensraum, - naturnahen Uferbereichen mit feuchten Hochstaudenfluren, FFH-Lebensraum, und Röhrichten - naturnahen Still- und Fließgewässern mit Kiesbetten als Laichsubstrat für Fische, natürlichen, ufernahen Feinsedimentablagerungen und mit vorhandener Ufer- und Unterwasservegetation, FFH-Lebensraum - Bruchwälder und deren Relikte - Bach-Erlen-Eschen-Wälder - Einzelbäumen, Baumgruppen, Gebüschen und Hecken Die Festsetzung des Naturschutzgebietes erfolgt außerdem zur Erhaltung und Wiederherstellung der oben genannten FFH-Lebensräume sowie der Vorkommen von Groppe, Bachneunauge, Eisvogel und Schwarzstorch. 2. aufgrund der wissenschaftlichen Bedeutung des hervorragend ausgebildeten Grünlandkomplexes und aufgrund der Bedeutung des Elberndorfer Bachtals als eindrucksvollem Beispiel jahrhunderte langer extensiver Landwirtschaft. 3. wegen der Seltenheit und besonderen Eigenart des vielgestaltigen, offenen Mittelgebirgstales. Dieser Schutzzweck entspricht auch den Schutzzielen für das FFH-Gebie "Elberndorfer und Oberes Zinser Bachtal" mit der Kennziffer DE-4915-3001 Außerdem soll die landschaftliche Schönheit und Vielfalt des Gebietes erhalten und entwickelt werden. |
Referenzen FFH- und VS-Gebiete: | |
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK): |
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Kennung: |
BK-4915-905 |
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Objektbezeichnung: |
Elberndorfer Bachtal (siehe unter "Allgemeine Bemerkungen") |
Link zur Karte: | BK-4915-905 |
Objektbeschreibung: | Der naturnah ausgebildete Elberndorfer Bach fliesst durch ein grossflaechiges, durchgaengiges Talsystem mit halboffenem Charakter, welches ueberwiegend von Fichtenforsten umgeben ist. Der Bach ist weitgehend nicht reguliert und maeandriert im mittleren und unteren Abschnitt frei durch das Muldental. Seine Sohle ist ueberwiegend kiesig, bietet aber eine natuerliche Substratvielfalt, Prall- und Gleithaenge finden sich ebenso wie Kolke, Abbruchkanten und Unterstaende. Das auf der Talsohle verbreitete Gruenland war fast ausschliesslich brachgefallen. 1996 wurde die Bewirtschaftung (Schnittnutzung) im mittleren Talbereich (etwa bis in Hoehe des westlichsten Seitentales aus noerdlicher Richtung) und in den noerdlichen Seitentaelern wieder auf grosser Flaeche aufgenommen. Im NW des Gebietes vereint sich das Tal des Bastseifens mit dem Elberndorfer Bachtal durch den Zusammenfluß der Bäche. Das Tal des Bastseifens weitet sich in seinem nordoestlich liegenden Oberlauf auf. Hier befindet sich neben einer Goldhaferwiese ein sehr ausgedehntes Übergangsmoor mit Beständen des Schweiden-Wollgrases sowie der Kriechweide, weiter nördlich, durch einen Wirtschaftsweg und einen Fichtenforts davon getrennt, liegt Wirtschaftsgrünland sowie einige Fischteiche. Einige Talbereiche waren mit Fichten bestockt, die erfreulicherweise seit 1987 vom Forstamt Hilchenbach kontinuierlich abgetreiben wurden, so letztmalig 1998/99. Hier finden sich 1999 feucht-nasse Schlagfluren. Somit ist der ueberwiegende Bereich fichtenfrei. Feuchte Brachflaechen auf entfichteten Flaechen in ihren unterschiedlichen Entwicklungsstadien befinden sich nahzu flaechig entlang des Talsystems. Neben Hochstaudenfluren mit Maedesuess sind vor allem Rohrglanzgras-, Engelwurz-, Rasenschmielen- und Seggen-Dominanzbestaende ausgebildet. Stellenweise hat im Tal ausserhalb der bewirtschafteten Bereiche Verbuschung eingesetzt und ist in Abhaengigkeit zum Entfichtungszeitpunkt unterschiedlich stark ausgebildet. neben Brombeer- und Himbeergestruepp herrschen Pioniergehoelze wie Ohrweide, Zitterpappel, Moorbirke und z.T. Schwarzerlen vor. Entlang des Baches und seiner Seitenbaeche wurden vereinzelt Schwarzerlen und z.T. andere Gehoelze gepflanzt (Dickungsalter). Im Bereich von Seitentaleinmuendungen wurden Gebueschgruppen angelegt, u.a. mit Berg-Ahorn, Trauben-Holunder, Vogelkirsche u.a. Boeschungen am Talrand (geteerter Forstweg) sind oft mit weiteren Laubgehoelzen sowie einzeln stehenden, aelteren Fichten bewachsen. Im oberen Talabschnitt befindet sich ein grosser Teich mit kleinen Inseln (mit Birkenbewuchs), Flachwasserbereichen und abgegrenzten Tuempeln, Erlen und Weidengebuesch, ausgepraegter Verlandungsbereich mit Ohrweidengebuesch, Braunseggen- und Schnabelseggen- Dominanzbestaenden, aber auch Bereiche mit vor- herrschend Pfeifengras, Maedesuess oder Rohrglanzgras. Die Boeschungen der im S bergseitig abzweigenden Forstwege weisen teilweise beachtliche Vorkommen von Lycopodium clavatum (Keulen-Baerlapp) auf. Als gezielte, weitere Biotopgestaltungsmassnahme wurden im mittleren Talbereich Entwaesserungsgraeben vor einem Wegedamm aufgestaut und Fichten beseitigt. Durch den Aufstau wurden Flachwasserzonen bis zu ca. 1 m Tiefe geschaffen (Massnahmen durch das zustaendige Forstamt). Weiterhin wurde vom Forstamt im N des Bachtales ein kleines Feuchtbiotop angelegt (Angaben vor 1996). Insgesamt ist das Tal durch Gehoelze, Brachflaechen mit verschiedenen Aspekten, extensiv genutztem Gruenland und Kleingewaessern reich gegliedert, nicht standortgerechte Fichtenparzellen in der Aue sind in den letzten Jahren nahezu vollstaendig entfernt worden. Das Gebiet ist im GEP z.T. als "Bereich fuer den Schutz der Natur" ausgewiesen. Der Ostteil hingegen ist im LEP und GEP als Talsperren standort vorgesehen. 1996 (Verordnung vom 25.03.1996) wurde das Gebiet in der Abgrenzung dieses BK, also auch inkl. ines potentiellen Talsperrenstandortes, als NSG ausgewiesen. |
Kennung: |
BK-4915-164 |
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Objektbezeichnung: |
Siepen am "Webers Grund" nordoestlich des Elberndorfer Bachtals |
Link zur Karte: | BK-4915-164 |
Objektbeschreibung: | Kleines Siepentaelchen noerdlich des NSG "Elbendorfer Bachtal". Im Oberlauf schliesst an den nur hier naturnah ausgebildeten Bachlauf eine brachgefallene Feuchtwiese sowie ein Erlen-Ufergehoelz an. Im weiteren Verlauf durchfliesst der Siepen einen dunkelen Fichtenforst um dann weitgehend begradigt durch eine extensiv beweidete Rinderweide zu rieseln. Hier kommt es zu kleinflaechigen Vernaessungen. |
Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.
Lebensraumtypen: |
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Geschützte Biotope (§42): |
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Biotoptypen: |
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Rote Liste Arten 2010 NRW: |
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Planungsrelevante Arten: |
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Pflanzenarten: |
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Tierarten: |
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Schutzziele: |
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Gefährdungen: |
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Maßnahmen: |
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